• Donnerstag, 13. Dezember 2018

Depotkonto – Erfolgreich mit Wertpapieren handeln

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Während der Handel mit Wertpapieren früher vornehmlich etwas für Großanleger war, hat sich der Markt in den vergangenen zwei Jahrzehnten auch immer mehr für Kleinanleger geöffnet. Inzwischen kann eigentlich jeder problemlos auf dem Börsenparkett agieren und sein Geld vermehren. Gerade gegenüber klassischen Anlagemethoden verspricht der Handel mit Wertpapieren vor allen Dingen eins: satte Gewinne. Da die Anlagemethoden wie etwa Tagesgeld- oder Festgeldkonten in der heutigen Zeit aufgrund niedriger Zinsen zwar höchste Sicherheit bieten aber eben auch wenig Gewinn abwerfen, wird der Wertpapierhandel immer attraktiver. Um mit dem Trading von Wertpapieren zu beginnen, ist zunächst ein Aktiendepot notwendig. Dies wird häufig umgangssprachlich auch als Depotkonto oder schlicht als Depot bezeichnet. Das eigentliche Depotkonto allerdings ist nicht für den Aktienhandel bestimmt, sondern dient dabei als Liquiditätsquelle für das Geld, das gerade nicht in Aktien investiert ist. Ein Aktiendepot ist heutzutage bei jeder Bank erhältlich. Besonders die Direktbanken und Online Broker tun sich dabei mit günstigen Konditionen und Flexibilität hervor, da dabei die Kunden direkt und selber mit den Aktien handeln können. Wir wollen Ihnen in unserem Ratgeber vorstellen, worauf Sie bei einem Aktiendepot achten müssen, was es für Unterschiede gibt und woran Sie den besten Anbieter erkennen.

Was ist ein Depotkonto?

Bei einem Depotkonto handelt es sich im Prinzip um ein Konto, auf dem sämtliche Wertpapiere eines Händlers verwaltet werden. Das können Aktien, Anleihen, Fonds, Derivate oder auch Optionsscheine sein. Um in den Handel von Wertpapieren einzusteigen, ist ein solches Depot notwendig. Dies kann heutzutage im Prinzip bei jeder Bank eröffnet werden. Es ist die Grundlage für ein jedes Geschäft, das in diesem Bereich getätigt wird. Vergleichbar ist es etwa mit einem ganz normalen Konto, nur das hier kein Geld verwaltet wird, sondern die Aktien. Zusätzlich wird das eigentliche Depotkonto benötigt, auf dem das Geld verwaltet wird, das für den Aktienhandel mit dem Depot gedacht ist. Dieses Konto bildet quasi die Geldquelle für das Trading und ist zunächst einmal Basis für die momentane Liquidität. Wird ein Handel ausgeführt, so fallen Gebühren an. Wie sich die Gebühren berechnen, ist in der Regel von Bank zu Bank unterschiedlich. Manche Banken verlangen eine feste Abgabe pro Transaktion, andere machen dies abhängig vom Volumen der Aktienorder. Ein Vergleich lohnt sich, da sich hier teilweise enorme Spannen aufzeigen und Geld gespart werden kann, was dann wiederum investiert werden könnte.

Wie das Depotkonto bedient werden kann, hängt letztlich von Ihrer Bank ab. Bei Direktbanken kann der Inhaber in der Regel online seine Aktiengeschäfte selber erledigen. Auch Filialbanken bieten dies in der heutigen Zeit immer häufiger an. Bei einigen Filialbanken allerdings, ist es erforderlich anzurufen und die Transaktion in Auftrag zu geben oder persönlich in der Filiale zu erscheinen. Letzteres hat den Vorteil, dass noch eine Beratung erfolgen kann, während der Onlinehandel vornehmlich dem Sparen von Geld dient. Welche Version schließlich gewählt wird, sollte also auch vom Vorwissen oder dem Wissen was angeeignet werden kann, abhängig gemacht werden

In welchen Varianten kann ein Depotkonto geführt werden?

Es gibt unterschiedliche Varianten wie ein Depotkonto geführt werden kann. Es kann wie ein Girokonto als klassisches Einzelkonto angelegt werden. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, ein Depotkonto auch als Gemeinschaftskonto zu führen. Vom Prinzip her unterscheiden sich diese beiden Depots nicht großartig von einander. Der Unterschied besteht darin, dass es nicht nur einen Inhaber gibt. Im Normalfall hat ein Gemeinschaftsdepot zwei Inhaber, wobei in der Regel Eheleute bei dieser Form häufig auftreten. Das hat den Vorteil, dass beispielsweise steuerliche Vorzüge zum Tragen kommen. So können Eheleute den gemeinsamen Sparerfreibetrag von 1602 Euro ausnutzen, der in einem Einzeldepot lediglich 801 Euro beträgt. Um an diesen zu gelangen, sollte direkt bei der Eröffnung des Depots ein Freistellungsauftrag bei der Bank eingereicht werden, da die Banken in Deutschland bei Kapitalerträgen die Abgeltungssteuer direkt an das Finanzamt abführen.

Oder- oder Und-Depot? Was ist die bessere Variante?

Bei einem Gemeinschaftsdepot wird in der Regel die Oder-Variante gewählt. So muss nicht jede Transaktion untereinander abgesegnet werden. Es kann also jeder immer handeln, ohne dass das Einverständnis des anderen Depotinhabers vorliegt. Die ausführende Bank geht also davon aus, dass der Partner darüber informiert ist. Im Streitfall können allerdings die Transaktionen nachvollzogen werden. Dies hat den Vorteil, dass auch bei einem Gemeinschaftsdepot jeder so handlungsfähig ist, wie bei einem Einzeldepot.

Daneben gibt es wie beim Gemeinschaftskonto auch ein Und-Depot. Hierbei wird für jede Transaktion das Einverständnis des oder der anderen Depotinhaber verlangt, bevor eine Order ausgeführt wird. Dies kann gerade bei Aktiengeschäften, die aufgrund starker Kursschwankungen unter Umständen eventuell schnell ausgeführt werden müssen, den Nachteil herbei führen, dass nicht immer der Gewinn eingefahren werden kann, der bei voller Handlungsfähigkeit des Einzelnen sonst erzielt hätte werden können. Es gibt allerdings natürlich Sicherheit, falls das Vertrauensverhältnis zwischen den Depotinhabern nicht sehr ausgeprägt ist. Dann allerdings sollte die Frage erlaubt sein, warum man miteinander Börsengeschäfte vollzieht. Ein gewisses Grundvertrauen sollte zwischen den Depotinhabern vorliegen. Während früher bei jeder Transaktion die Unterschrift eines jeden einzelnen Inhabers vorliegen musste, werden bei heutigen Onlinegeschäften in der Regel die Transaktionen von jedem mit einer Transaktionsnummer (TAN) bestätigt.

Unterschiedliche Formen der Verwahrung

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, die Wertpapiere in einem Depot zu verwahren und zu verwalten. Die gängigste Form ist dabei die Girosammelverwahrung, auf die bereits eingegangen wurde.

Girosammelverwahrung

Diese Verwahrungsart ist auch der rechtliche Normalfall in Deutschland. Dabei werden die Wertpapiere quasi als Guthaben auf dem Konto hinterlegt und können so verwaltet werden. Dabei hat der Anleger Zugriff auf einen Sammelbestand und ist nicht mehr Inhaber einer einzelnen Urkunde, wie beispielsweise einer Aktie. Das bedeutet, dass die Wertpapiere nicht getrennt pro Anleger von der Bank verwahrt werden. Es besteht aber die Möglichkeit, sich die Wertpapiere jederzeit aushändigen zu lassen. Dieses verbriefte Recht ist im Bürgerlichen Gesetzbuch so festgehalten. Die Girosammelverwahrung wurde aber genau aus dem Grund erfunden, damit nicht jedes einzelne Wertpapier ausgehändigt werden muss und die Anleger schneller agieren können. Das eigentliche Wertpapier, etwa eine Aktie, wird in der Regel von der Clearstream International S.A. verwaltet, die der Deutschen Börsen AG gehört – so lange das Wertpapier aus dem Inland kommt. Bei einer ausländischen Anlage kommt in der gleichen Form der Zentralverwahrer des jeweiligen Landes zum Zuge. Über die Clearstream unterhält die Deutsche Börsen AG dorthin Kontakte in Form einer Kontoverbindung. So wird die Übertragung in das Aktiendepot der Anleger Rechnung getragen.

Streifbandverwahrung

Demgegenüber gibt es noch die Streifbandverwahrung, die allerdings in Deutschland sehr selten zum Zuge kommt. Hierbei muss die Bank auf Verlangen des Kunden die Wertpapiere gesondert einlagern und durch eine Papierschleife kennzeichnen. So kommt es also zu einer tatsächlichen und physischen Verwahrung der Aktien, die mit der Girosammelverwahrung bequem umgangen werden kann. Auch wird diese Form nur noch selten durchgeführt, weil im Wertpapierhandel mittlerweile fast alles vollständig digitalisiert ist.

Wertpapierrechnung

Die Wertpapierrechnung kommt bei der Lagerung von Wertpapieren im Ausland zum Zuge. Hierbei handelt es sich de facto um einen Herausgabeanspruch, den der Investor gegenüber einer ausländischen Bank hat. Dies bedeutet also, dass dem Depotinhaber eine Gutschrift durch seine Bank auf die Wertpapiere gegeben wird in Form einer Rechnung.

Geschlossenes Depot

Auch gibt es heute noch das geschlossene Depot. Dabei werden die Wertpapiere tatsächlich für den Anleger vorgehalten – beispielsweise in einem Tresor. Der Inhaber ist dann aber auch für den Handel mit den Wertpapieren voll alleine zuständig. In der Regel lagern solche Wertpapiere in einem Bankschließfach.

Vorteile beim Aktienhandel

Im Vergleich zum Aktienhandel ist beispielsweise die Verwahrung von Kapital auf einem Tagesgeld- oder Festgeldkonto bombensicher. Allerdings sind die Zinszahlungen äußerst gering und somit wächst das angelegte Geld nicht schnell – entwickelt sich die Inflation zu rasant, kann sogar das Gegenteil geschehen und es werden Wertverluste in kauf genommen.

Bei Aktien hingegen kann sogar doppelt gewonnen werden im Vergleich zu Zinszahlungen. Einmal durch den Kauf und Verkauf von Wertpapieren und dann wiederum aus Dividendenzahlungen. Dividenden sind anteilige Zahlungen aus dem Unternehmensgewinn, der an die Aktionäre ausgezahlt wird. Es ist quasi eine Art Verzinsung des angelegten Geldes, auch wenn die Unternehmen zur Ausschüttung von Dividenden nicht verpflichtet sind. Zwar erwirbt der Investor beim Kauf einer Aktie das Recht auf eine Dividende, eine Verpflichtung diese auch auszubezahlen besteht allerdings nicht.

Risiken des Marktes

Diese Vorteile werden natürlich dadurch geschmälert, dass der Anleger den Risiken des freien Marktes ausgesetzt ist. Sollte es einen Börsencrash geben, kann auch sehr schnell einiges an Kapital verloren werden. Wer sich allerdings ein bisschen mit der Materie Börse auseinandersetzt und dem Aktienhandel eine entsprechende Strategie zu Grunde legt, der kann die Risiken um ein vielfaches senken. Auch muss ein Börsencrash nicht immer ein Nachteil sein.

Unterschiede im Vergleich zu anderen Kontenarten

Im Vergleich zu anderen Kontoarten liegt der Unterschied eines Aktiendepots auf der Hand. Es handelt sich hierbei nicht um ein Konto zur Verwahrung von Geld, wie beispielsweise bei einem Girokonto oder Guthabenkonto, sondern von Wertpapieren. Das gleiche gilt für die Tagesgeld- und Festgeldkonten, die höchstens Zinsen abwerfen. Als P-Konto kann ein Depotkonto nicht geführt werden, da die Werte der Wertpapiere mit gepfändet werden können.

Ein Depotkonto kann allerdings auf den Namen des Nachwuchses angelegt werden, damit so bis zur Volljährigkeit des Kindes ein Vermögen aufgebaut werden kann. Da ein Sparbuch in der heutigen Zeit keine vielversprechenden Zinsen mehr abwirft, ist ein Juniordepot, wie es bei vielen Banken heißt, eine gute Alternative. Dabei ist eine Investition anhand eines soliden Wertpapiersparplans ratsam. Auch Fonds versprechen auf Dauer eine hohe Rendite. Was dabei nicht vergessen werden sollte, ist die Abgabe eines Freistellungsauftrages. Auch Kinder sind bei Kapitalerträgen steuerpflichtig und so sind pro Jahr die ersten 801 Euro, die durch Aktiengeschäfte erwirtschaftet werden, steuerfrei. Diese müssen dann nicht mühselig über eine Steuererklärung vom Finanzamt zurückgeholt werden, da die Banken in Deutschland diese Steuer direkt an den Fiskus abführen.

Auch kann ein Depotkonto wie bereits beschrieben als Gemeinschaftskonto angelegt werden. In den meisten Fällen wird dies sicherlich von Ehepartnern angelegt und betrieben. Somit kann auch gleich der doppelte Sparerfreibetrag von 1602 Euro angewendet werden. Dies geschieht wie beim Depot für das Kind über den Freistellungsauftrag.

Für wen eignet sich ein Depotkonto?

Wer in der heutigen Zeit mit Wertpapieren handeln möchte, für den ist ein Depotkonto unumgänglich. Zwar gibt es per Gesetzgeber noch andere Möglichkeiten mit Aktien zu handeln, diese werden in der heutigen Zeit aber so gut wie überhaupt nicht mehr angewendet, da beim Wertpapierhandel inzwischen weitestgehend alles auf Digital umgestellt wurde. Die Eröffnung eines Depotkontos ist prinzipiell für jeden möglich. Allerdings sollte sich der Anleger auch darüber im Klaren sein, dass der Aktienhandel im Vergleich zu herkömmlichen Geldanlagen wie das Tagesgeld- oder Festgeldkonto auch risikobehaftet sein kann. So ist beispielsweise bei einer Investition ein Totalverlust möglich. Daher sollte auch nur mit Geld gearbeitet werden, dass nicht für den täglichen Lebensbedarf notwendig ist. Der Verlust sollte in jedem Falle verschmerzbar sein, auch wenn dies natürlich ärgerlich ist. In keinem Falle sollte etwa auf Kredit spekuliert werden. Großanleger machen dies zwar manchmal, aber eher aus dem Grund, weil sie gerade nicht über die liquiden Mittel verfügen, um einen Kauf zu tätigen. Meist aus dem Grund etwa, weil das eigentliche Kapital gerade in einer festen Anlage steckt, an die auf die Schnelle kein Herankommen möglich ist. Für den Kleinanleger ist dies allerdings eher die Gefahr, tief in die Schuldenfalle zu tappen.

Wer risikobereit ist, kann mit dem Trading von Wertpapieren eine enorme Rendite erzielen. Hierzu sollte auf eine Beratung zurückgegriffen werden – etwa durch die Hausbank. Dabei schlägt der Bankberater verschiedene Pakete vor, aus denen in der Regel gewählt werden kann. Grundsätzlich sollte allerdings das Risiko nicht komplett aus der Hand gegeben werden. Es handelt sich schließlich im besten Falle um selbstverdientes Geld. Wer bei einem reinen Onlinebroker oder einer Direktbank handeln möchte, für den werden häufig auch Webinare oder andere Bildungsangebot bereitgehalten. Ein Blick auf die Webseiten der verschiedenen Anbieter ist lohnend, da sich die Angebote von Bank zu Bank unterscheiden können.

Wichtige Kriterien für den Vergleich

Wer sich für den Handel mit Wertpapieren entscheidet, benötigt auch eine Bank bzw. Broker für die Anlage seines Depotkontos. Früher kam hier noch in der Regel die Hausbank in Frage. Inzwischen ist der Markt aber so voll, dass durchaus auch in Betracht gezogen werden sollte, eine andere Bank zu wählen. Die Angebote unterscheiden sich dabei häufig sehr voneinander. Dies kann bei den Gebühren anfangen führt über das Handelsangebot bis hin zum Service. Auch sollte die Sicherheit einen entsprechenden Wertepunkt mit einbeziehen. Dabei spielt vor allen Dingen eine Rolle, in welchem Land der Broker ansässig ist und ob die Einlagen im Falle einer Insolvenz geschützt sind. Wir haben die wichtigsten Kriterien einmal für Sie zusammengefasst, auf die bei der Wahl des Anbieters geachtet werden sollte.

Gebühren

So vielfältig wie die Angebote von Filialbanken, Direktbanken und Onlinebrokern sind, so vielfältig sind auch die Kosten, die beim Unterhalt eines Depotkontos auftreten. Dies fängt bei einer Grundgebühr an, die für die Kontoführung fällig wird, und hört auf bei der Gebühr die pro Transaktion fällig wird. Dabei ist zu beachten, was Sie als Anleger möchten. Wenn wenig gehandelt wird, sollte auf eine niedrige Grundgebühr geachtet werden, da bei diesem Anlegeverhalten die Gebühr pro ausgeführter Order nicht so stark ins Gewicht fällt. In der Regel haben die Banken, die eine niedrige Grundgebühr haben auch eine höhere Ordergebühr. Die Grundgebühr für ein Depotkonto wird einmal im Jahr fällig. Noch wichtiger als die Grundgebühr ist aber die Ordergebühr. Diese wird jedes Mal berechnet, wenn ein Wertpapier ge- oder verkauft wird. Diese kann sich gestaffelt aufstellen, so dass sich die Ordergebühr parallel zum gehandelten Volumen erhöht. Sprich: Je mehr Geld investiert wird, desto teurer wird es. Es kann aber prozentual berechnet werden. Manche Banken bieten auch eine Flatrate an. Dies kann sich je nach Strategie und Kaufverhalten durchaus rechnen. Besonders Händler, die viel mit Aktien arbeiten, sollten hierauf acht geben. Zusätzlich können noch Zeichnungsgebühren anfallen, falls in ein Wertpapier investiert werden möchte, das gerade erst auf den Markt kommt. Achten Sie auch darauf, ob diese Gebühr auch fällig wird, wenn die Aktie letztendlich gar nicht zugeteilt wird. Manche Banken berechnen auch dann die Zeichnungsgebühr. Schauen Sie in unseren Vergleich an und finden Sie den passenden Anbieter für sich in unserem Test.

Handelsangebot

Ein weiterer wesentlicher Aspekt ist das Handelsangebot, das der Broker offeriert. Das kann je nach Anbieter stark voneinander abweichen. Während die eine Bank mehr auf die Dax-notierten Unternehmen setzt, kann dies bei einer anderen Bank auch völlig anders aussehen. Gerade wenn es in den Handel mit digitalen Optionen hineingeht, gibt es kaum etwas, was es nicht gibt. Machen Sie sich schlau darüber, was die Anbieter im Portfolio haben und wählen Sie nach den Kriterien aus, die Sie zu Grunde legen möchten. Möchten Sie lieber die klassische Aktie vom Unternehmen aus Deutschland handeln oder darf es ein bisschen exotischer sein? Dank der globalisierten Welt sind dem Handel heutzutage quasi keine Grenzen mehr gesetzt.

Bonus

Häufig bieten Banken auch eine Bonuszahlung an, nachdem ein Konto eröffnet wurde. Diese Bonuszahlungen können beachtliche Summen sein, die sich ein Anleger nicht durch die Lappen gehen lassen sollte. Allerdings sind diese häufig an bestimmte Bedingungen geknüpft, wie beispielsweise ein bestimmtes Handelsvolumen, das zunächst getätigt werden muss, bevor der Bonus auch tatsächlich ausgezahlt wird. Nehmen Sie gerade dahingehend den zukünftigen Anbieter genauestens unter die Lupe.

Plattform

Auch Hausbanken verlagern den Wertpapierhandel immer mehr in die digitale Welt. Statt der herkömmlichen Order per Telefon oder dem persönlichen Erscheinen in der Bank vor Ort, werden dem Trader in der Regel so genannte Handelsplattformen angeboten. Wenn die Wahl gefallen ist und Sie das Trading online betreiben möchten, sollten Sie sich auch die Plattform des Anbieters genauestens anschauen. Diese können von Anbieter zu Anbieter wesentlich voneinander abweichen, auch wenn die Grundfunktionen wie kaufen oder verkaufen natürlich die gleichen bleiben. Wichtig ist vor allen Dingen die Struktur der Plattform. Achten Sie darauf, ob sie übersichtlich angelegt ist und ob alle Handelsschritte transparent nachvollzogen werden können. Das Agieren an der Börse kann gerade in der heutigen Zeit manchmal von Sekunden abhängig sein, und so sollten Sie sich mit der Software, die zur Verfügung gestellt wird, auch gut vertraut machen können. Auch bieten etliche Anbieter die Möglichkeit, die Handelsplattform mobil zu steuern. Dann wird entweder eine App für das Smartphone angeboten oder es gibt die Plattform webbasiert. Diese sind heutzutage häufig auf mobile Endgeräte optimiert, so dass der Händler nicht mehr zwangsläufig an einem Computer sitzen muss.

Service

Der Service ist gerade bei reinen Onlinebrokern manchmal ein etwas differenziertes Thema. Während bei Hausbanken der Kundenservice in der Regel klar geregelt ist, und man davon ausgehen kann, dass zumindest während den allgemeinen Geschäftszeiten jemand erreichbar ist, kann dies bei Onlinebrokern oder Direktbanken wesentlich davon abweichen – sowohl im negativen als auch im positiven Sinne. Achten Sie bei der Wahl des Brokers darauf wie Sie den Kundenservice erreichen können. Beim telefonischen Service kommt es vor allen Dingen auf die Erreichbarkeiten an. Häufig werden 24-Stunden-Hotlines angeboten. Manch ein Broker aber hingegen bietet nur schriftlichen Support an. Ein Vergleich lohnt sich hier.

Sicherheit

Im puncto Sicherheit sollte auf keinen Fall gespart werden. Während Bankeinlagen im Falle einer Insolvenz bis zu einer Höhe von 100.000 Euro geschützt sind, gestaltet sich dies bei Wertpapieren anders. Besonders bei der Wahl eines Onlinebrokers sollte darauf geachtet werden, wo dieser seinen Sitz hat. Diese haben häufig ihren Sitz nicht in Deutschland. Dann sollte zumindest darauf geachtet werden, dass dieser innerhalb der Europäischen Union liegt. Innerhalb der EU-Grenzen sind Einlagen für spezielle Optionen nach derzeitigem Gesetzesstand mit bis zu 90 Prozent geschützt, maximal jedoch mit bis zu 20.000 Euro. In den einzelnen Ländern kann dieser Betrag allerdings auch nach oben abweichen. Machen Sie sich schlau darüber und vergleichen Sie.

Bildungsangebot

Oftmals werben die Anbieter von Depotkonten auch mit Bildungsangeboten. Gerade Kleinanleger, die sich noch nicht so sicher auf dem Börsenparkett bewegen, können von diesem Angebot maßgeblich profitieren. In Webinaren, Flipcharts und Börsennews können Sie sich für den Handel fit machen. Dieses Angebot ist nicht zu unterschätzen und sollte wesentlich berücksichtigt werden, bevor die Entscheidung für einen Anbieter fällt. Häufig sind diese Angebote auch kostenlos.

Checkliste: So finden Sie das beste Aktiendepot

  1. Was für Kosten kommen auf mich zu und wie transparent geht der Anbieter damit um?
  2. Wo hat die Bank bzw. der Broker seinen Sitz?
  3. Ist es möglich, auch an Börsen im Ausland zu handeln oder bin ich auf Deutschland beschränkt?
  4. Gibt es ein sogenanntes Musterdepot? Mit diesem kann erst einmal ausprobiert werden, wie der Handel funktioniert.
  5. Ist das Bildungsangebot ausführlich und werde ich von meinem Broker mit den neuesten Börsennachrichten beliefert?
  6. Kann ich mein Depot auch mobil erreichen und ggf. von unterwegs aus mit Aktien handeln?
  7. Wie sieht es in Sachen Kundenservice aus? Was für Erreichbarkeiten werden geboten?

Kontoeröffnung: In 5 Schritten zum Aktiendepot

Gerade in der heutigen Zeit von niedrigen Zinsen, kommen immer mehr Anleger auf den Gedanken, ihr Geld an der Börse zu vermehren. Doch bevor Geld an der Börse verdient werden kann, ist die Eröffnung eines Depotkontos nötig. Wir erklären Ihnen, wie Sie die Eröffnung bei einem Anbieter vornehmen.

  1. Wer sein Geld investieren möchte, der benötigt dazu zunächst einmal eine Bank. Dies kann eine Filialbank sein oder eine der vielen Privat- oder Direktbanken. Häufig bieten Direktbanken bessere Konditionen, da diese kein Filialnetz unterhalten müssen und dementsprechend kostengünstiger arbeiten können. Häufig wird dies direkt an den Kunden weitergegeben
  2. Ist der Entschluss für einen Anbieter gefallen, muss noch der Antrag auf Eröffnung folgen. Haben Sie sich für eine Direktbank entschieden, kann dies ganz bequem und online von zuhause aus erledigt werden. Füllen Sie einfach die Formulare auf der Webseite aus und bestätigen Sie diese mit Ihrer Unterschrift
  3. Nun muss noch die Identität verifiziert werden. Häufig wird dazu das Postident-Verfahren genutzt, bei dem ein Postangestellter die Identität anhand des Personalausweises überprüft. Ist die Wahl auf eine Filialbank gefallen, müssen Sie persönlich vor Ort mit samt ihrem Ausweis erscheinen und die Eröffnung beantragen
  4. Wählen Sie die Wertpapiere aus mit denen Sie handeln möchten
  5. Legen Sie los mit dem Trading

Fazit: Vergleich starten und das beste Depot finden

Es ist also nicht weit bis zu Ihrem persönlichen Depotkonto. Machen Sie sich schlau, was der Markt für Sie hergibt. Schauen Sie sich in unserem Vergleich um und finden Sie dabei das für Ihre Ansprüche passende Wertpapierdepot. Dabei muss der Handel mit Wertpapieren kein Buch mit sieben Siegeln sein. Dank der Bildungsangebote, die viele Broker bereithalten, können auch ungeübte Händler schnell firm werden auf dem Börsenparkett und bald agieren wie die Profis. Allen voran sollte aber bei der Wahl des richtigen Anbieters eines stehen: Die eigene Sicherheit. Investieren Sie nur bei einem Anbieter, bei dem Sie sich persönlich wohl fühlen. Es ist ihr Geld und das soll es doch schließlich bleiben.

Fragen und Antworten

Wie funktioniert ein Depotkonto?

Vom Prinzip her handelt es sich bei einem Depotkonto um ein ganz normales Konto, nur das auf diesem kein Geld verwaltet wird, sondern Wertpapiere. Dies sind im klassischen Fall Aktien. Der Inhaber eines Depots ist also nicht direkt im Besitz der Papiere, sondern verwaltet sie nur. Über das Depot können die Wertpapiere gekauft und verkauft werden. Dies geschieht meist über eine Onlineplattform, kann aber auch telefonisch oder persönlich in einer Filialbank in Auftrag gegeben werden.

Welche Steuern fallen beim Wertpapierhandel an?

Wird mit Wertpapieren gehandelt, werden auch Steuern fällig. In der Regel ist dies zum einen die Abgeltungssteuer, die in Deutschland pauschal 25 Prozent beträgt nach dem derzeitigen Gesetzesstand. Hinzu kommen auf diese 25 Prozent noch 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag. Im Falle einer Kirchenmitgliedschaft wird auch noch die Kirchensteuer fällig. Alles in allem kann gesagt werden, dass rund 28 Prozent Steuern auf jeden gewonnenen Euro fällig werden, der den Sparerfreibetrag von 801 Euro übersteigt.

Wie liquide sollte ein Depotkonto sein?

Mancher Experte empfiehlt Anlegern, alles zu investieren was geht. Andere wiederum raten dazu, nur einen Teil anzulegen und einen gewissen Prozentsatz, nicht in den Wertpapierhandel einfließen zu lassen. Dieser kann dazu genutzt werden, um zu reagieren – etwa um Papiere nachzukaufen, falls diese sich deutlich positiver entwickeln als zunächst angenommen. Was allerdings beachtet werden sollte, ist die Tatsache, dass das Geld so gut wie nicht verzinst wird.

Kann ein Depot gepfändet werden?

Ja, ein Depot kann auch gepfändet werden. Allerdings gilt hier die Regel: Ganz oder gar nicht. Das bedeutet, dass nicht nur ein Teil beschlagnahmt werden kann, sondern lediglich der gesamte Bestand. Ein Depot kann nur dann nicht gepfändet werden, wenn sich die Einlagen ausschließlich aus vermögenswirksamen Leistungen bilden oder der Inhaber des Depots noch nicht 18 Jahre alt ist.

Ist ein Depotkonto auch für ein Kind geeignet?

Gerade in Zeiten von niedrigen Zinsen in denen auch Tages- und Festgeldkonten nicht mehr das abwerfen, was sie früher einmal getan haben, lohnt sich auch die Anlage eines Depotkontos für den Nachwuchs. Dies ist eine gute und zudem auch rendite-kräftige Alternative. Es sei aber der Hinweis gestattet, dass sich gerade bei der Anlage für den Nachwuchs ein etwas sicherer Aktienfonds anbietet. Die Gewinnspanne ist zwar nicht so groß wie beim täglichen Aktienhandel, dafür stetig und auf Dauer.

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