• Montag, 24. September 2018

Girokonto und Kreditkarte: Möglichkeiten für Verbraucher steigen

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Die Tendenz der Zugriffe auf die Kreditkarten ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig wird auch immer öfter eine Kreditkarte als Voraussetzung angesehen, wenn zum Beispiel eine Reise gebucht oder ein Download im Internet durchgeführt werden soll. Wenig überraschend gibt es für die Verbraucher so mittlerweile zahlreiche unterschiedliche Kreditkartenarten, zwischen denen sie sich entscheiden können. Selbst in Deutschland ist die Auswahl enorm – und das, obwohl die Bundesrepublik beim Kontaktlosen Zahlen und den Kreditkartenzahlungen eigentlich noch als zurückhaltend bezeichnet werden kann.

Kreditkarte wird für immer mehr Fälle notwendig

Die Kreditkarte ist auch aus dem deutschen Alltag mittlerweile kaum mehr wegzudenken. Ganz gleich, ob eine Reise im nächsten Reisebüro, der Einsatz bei einem Online-Glücksspielanbieter oder der nächste Einkauf im Internet: Fast überall kann und wird heutzutage mit der Kreditkarte gezahlt. Darüber hinaus eignen sich die kleinen Karten zum Beispiel auch dann, wenn eine Reise ins Ausland bevorsteht und möglichst kein Bargeld mitgenommen werden soll. Aufgrund dieser enorm vielseitigen Möglichkeiten hat sich dabei aber auch der Kreditkartenmarkt an sich deutlich verändert.

Mittlerweile können die Kontoinhaber nicht mehr nur auf die „eine“ Kreditkarte ihrer Hausbank zurückgreifen, sondern können zwischen unterschiedlichen Modellen wählen. Neben der klassischen Kreditkarte gibt es so zum Beispiel mittlerweile auch Prepaid-Kreditkarten, virtuellen Kreditkarten oder die sogenannten Charge-Cards.

Verbraucher sollten sich im Vorfeld gut informieren

Wer auf der Suche nach der passenden Kreditkarte ist, sollte sich im Vorfeld definitiv genau informieren. Die wohl wichtigste Frage beschäftigt sich dabei mit dem Einsatzgebiet der Kreditkarte. Wer beispielsweise viel Wert auf einen Auslandseinsatz legt, sollte natürlich auf möglichst günstige Konditionen außerhalb Deutschlands achten. Insbesondere relevant sind dabei die Kosten für Zahlungen mit der Kreditkarte, die Kosten für das Abheben oder die Kosten für das Abheben in einer Fremdwährung. Immer wichtig ist zudem der Blick auf die möglichen Jahresgebühren. Kleiner Tipp: In der Regel ist es so, dass ab einem bestimmten Umsatz die Jahresgebühr eingespart werden kann. Es lohnt sich also für Verbraucher durchaus, das eine oder andere Mal etwas schneller zur Kreditkarte zu greifen.

Darüber hinaus bieten viele Banken ihren Kunden zum Girokonto und der Kreditkarte mittlerweile noch weitere Zusatzleistungen an. Hierzu gehören zum Beispiel Autovermietungen, Reiserücktrittsversicherungen oder ähnliches. Trotz möglicher Extras sollten dabei aber natürlich nicht die Kreditzinsen aus den Augen verloren werden, denn genau die dürften am Ende wohl fast den größten Ausschlag bei der Entscheidung geben.

Charge- oder Revolve-Kreditkarte?

Bekommen die Kontoinhaber von einer Bank, wie zum Beispiel der HypoVereinsbank eine Kreditkarte, handelt es sich hierbei für gewöhnlich um eine Karte von Mastercard oder Visa. Darüber hinaus sind aber auch Unternehmen wie American Express oder der Diners Club aktiv und stellen ihre eigenen Kreditkarten an Verbraucher aus. Normalerweise greifen die meisten Menschen in diesem Fall auf eine klassische Kreditkarte zurück. Diese Karte liegt also ganz regulär in physischer Form vor und wird zusammen mit einer PIN-Nummer ausgegeben. Im Vorfeld wird von der Bank für die Kreditkarte ein gewisses Kreditlimit festgelegt, welches monatlich ausgereizt werden kann. Wird mit der Kreditkarte bezahlt, wird dieser Betrag also nicht direkt vom Girokonto des Verbrauchers abgebucht. Stattdessen sammelt die Bank die Ausgaben und Summen, ehe diese auf zwei unterschiedlichen Wegen zurückgezahlt werden können.

Handel es sich bei der Kreditkarte um eine Charge-Kreditkarte, werden die Umsätze eines Monats vollständig angesammelt. An einem bestimmten Tag wird dann jeden Monat abgerechnet und der über die Kreditkarte in Anspruch genommene Betrag wird vom Girokonto eingezogen. Klar ist aus Sicht der Verbraucher in diesem Fall, dass unbedingt genügend Geld auf dem Konto vorhanden sein muss. Im Anschluss an die Abrechnung und die Rückzahlung startet die Kreditkarte dann wieder „bei Null“, so dass im kommenden Monat wieder volle Umsätze erzielt werden können. Etwas anders läuft es hingegen ab, wenn es sich um eine Revolving-Kreditkarte handelt. In diesem Fall wird nämlich nicht der gesamte Kreditbetrag als Rückzahlung fällig, sondern nur ein Teil. Angenehm: Bei finanziellen Engpässen wird si ein bisschen zusätzlicher Spielraum gewonnen. Beachten müssen Verbraucher allerdings, dass sich die Schulden schnell erhöhen können, wenn auf die kleinen Rückzahlungen immer wieder neue Einsätze der Kreditkarte folgen. Wer seine Karte aber lediglich für einen einmaligen Einkauf verwenden möchte, ist mit der Revolving-Methode oftmals auf der bequemeren Seite.

Möglichkeiten auch für Verbraucher mit schlechter Schufa-Auskunft

Die Grundvoraussetzung für den Erhalt einer Kreditkarte zum Girokonto liegt in der Regel in einer sauberen, bzw. positiven Auskunft der Schufa. Können Verbraucher wiederum keine ausreichende Bonität vorweisen, könnte es mit der klassischen Kreditkarte eher eng werden. Aber auch hier gibt es mittlerweile eine Lösung. Schon seit ein paar Jahren werden die sogenannten Prepaid-Kreditkarten eingesetzt. Hierbei handelt es sich nicht um Kreditkarten im herkömmlichen Sinne, sondern mehr um Wertkarten. Die Prepaid-Kreditkarten werden nämlich im Vorfeld der Nutzung mit einem gewissen Betrag aufgeladen, der anschließend bedenkenlos ausgegeben werden kann. Die Möglichkeit der Verschuldung besteht hier nicht, denn mehr als auf der Karte vorhanden ist, kann nicht ausgegeben werden. Optimal geeignet sind die Prepaid-Karten damit also nicht nur für Personen mit schlechter Bonität, sondern zum Beispiel auch für eine Reise ins Ausland. Hier kann einfach vor Reiseantritt ein gewisser Betrag auf die Karte aufgeladen werden, wodurch das Bargeld bequem zuhause verbleiben kann. Doch Vorsicht: Verbraucher sollten auch bei den Prepaid-Kreditkarten unbedingt einen Blick auf mögliche Gebühren werfen. Die Aufladung der Karte ist zum Beispiel nicht überall gebührenfrei möglich, gleichzeitig fällt in einigen Fällen eine sogenannte Inaktivitätsgebühr an, wenn die Kreditkarte für einen längeren Zeitraum nicht genutzt wird.

Kreditkarte nutzen, ohne eine Karte zu besitzen

Obwohl die Prepaid-Kreditkarten schon eine recht neue Innovation der letzten Jahre sind, steht der Drang nach Fortschritt bei den Banken nicht still. Mittlerweile können Verbraucher zum Beispiel auch schon virtuelle Kreditkarten in Anspruch nehmen. Hierbei handelt es sich also um eine Kreditkarte, die gar nicht wirklich in physischer Form als Karte vorliegt. Stattdessen erhalten die Karteninhaber in diesem Fall nur eine Kartennummer, die dann zum Beispiel zum Bezahlen im Internet genutzt werden kann. Auf der einen Seite ist das praktisch und bequem, auf der anderen Seite ist diese Methode aber noch nicht richtig ausgeklügelt. Für gewöhnlich ist es nämlich so, dass sich in Läden, Restaurants, an Flughäfen oder an Bahnhöfen nur dann mit einer Kreditkarte bezahlen lässt, wenn diese auch in physischer Form vorliegt. Abhilfe kann in diesem Fall möglicherweise eine sogenannte Debit-Karte schaffen. Hierbei handelt es sich um eine physische Geldkarte, bei der die Ausgaben aber zügig vom jeweiligen Girokonto abgebucht werden. Einsetzbar sind die Debit-Karten mittlerweile auch im Ausland, wobei dafür möglicherweise auf eine zusätzliche „Ausstattung“ geachtet werden muss. Heißt im Klartext: Nicht alle Debit-Karten können im Ausland bedenkenlos verwendet werden.

Bargeldloses Zahlen noch nicht überall beliebt

Zu rechnen ist damit, dass sich das Angebot an Kreditkarten und Möglichkeiten in den kommenden Jahren noch einmal deutlich vergrößern wird. In wie weit allerdings auch Deutschland von möglichen Innovationen betroffen ist, lässt sich bisher noch nicht absehen. Der Grund: Die Bundesrepublik ist beim bargeldlosen Zahlen eher zurückhaltend unterwegs. In Deutschland lieben die Menschen ihr Bargeld und wickeln noch immer einen Großteil aller Geschäfte am liebsten mit dem „Baren“ ab. Anders sieht es hingegen in Skandinavien aus. In Schweden zum Beispiel wird fast ausschließlich kontaktlos per Kreditkarte oder Smartphone gezahlt. Das Bargeld wiederum verschwindet nach und nach aus den schwedischen Händen, selbst Kleinstbeträge werden mittlerweile über Karten oder Apps gezahlt. Ebenfalls äußerst aktiv beim Einsatz der bargeldlosen Zahlungsmittel ist das kleine Land Island. Darüber hinaus stehen die Karten natürlich auch weiterhin in den „klassischen Kreditkarten-Ländern“ England oder den Vereinigten Staaten hoch im Kurs. Wer in eines dieser Länder reist, kann das Bargeld also eigentlich getrost zuhause lassen und stattdessen fast voll und ganz auf die Kreditkarte setzen.

Kreditkarte kann ein echter Segen sein

Grundsätzlich kann die Kreditkarte im heutigen Alltag also ein echter Segen sein, da sie für unterschiedliche Situationen in der Regel auch die unterschiedlichen, aber passenden Lösungen bietet. Gleichzeitig sollten die Verbraucher aber bei der Wahl der passenden Kreditkarte immer auf der Hut sein und sich keinesfalls zu schnell für eine der Varianten entscheiden. Mit ein wenig Recherche und etwas Vorarbeit lässt sich gerade auf lange Sicht eine ganze Menge Geld sparen. Darüber hinaus sind die Leistungsumfänge der Kreditkarten auch lange nicht identisch. Hierbei gilt: Die höchsten Jahresgebühren bringen nicht immer unbedingt auch die besten Zusatzleistungen mit sich. Darüber hinaus sollte auch auf versteckte Gebühren geachtet werden, wie sie zum Beispiel beim Aufladen einer Prepaid-Kreditkarte anfallen können. Jede Variante hat ihre ganz eigenen Vor- und Nachteile, deren Schwere vom Verbraucher abgewogen werden muss. Im Prinzip ist es hier also genau wie bei der Wahl des richtigen Girokontos: Für jeden Verbraucher gibt es das passende Angebot, es muss nur aus der breiten Masse der Angebote herausgesucht werden.

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