• Donnerstag, 29. Januar 2026

Ethische Bank: Test & Erfahrung

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Wenn Menschen an die Auswahl des richtigen Girokontos denken, stehen häufig Fragen nach Bedienkomfort und der richtigen Kosten-Nutzen-Relation im Vordergrund. Die Nutzung des Kontos soll so wenig wie möglich an Gebühren kosten, und zum nächsten Geldautomaten sollte es auch nicht allzu weit sein. Der gesellschaftliche Wandel und die Ausdifferenzierung von unterschiedlichen persönlichen Interessen und Zielen bringt es aber mit sich, dass sich auch immer mehr Kunden die Frage stellen, was sie mit ihrer persönlichen Entscheidung für oder gegen ein bestimmtes Produkt oder eine Dienstleistung bewirken können. Lest meinen Artikel und erfahrt, anhand welcher Merkmale und Kriterien ihr eine ethische Bank am besten auswählen könnt.

Und was im Lebensmittelbereich für den einen der Bioladen ist, dass sind im Bereich der Finanzen die Institute mit einer ethisch ausgerichteten Geschäftspolitik, auch Ethik Banken genannt. Im Prinzip können diese Institute bzw. die von ihnen angebotenen Leistungen genauso genutzt werden, wie bei einer regulären Kreditanstalt. Im Unterschied zu den etablierten Geldhäusern fühlen sich diese Unternehmen aber nicht allein dem eigenen wirtschaftlichen Wohl und einem möglichst hohen Gewinn verpflichtet, sondern auch ausgewählten gesellschaftlichen Zielen. Wenn die Kunden sich also wieder einmal über die Erhöhung von Gebühren für ein Girokonto ärgern, und darüber nachdenken, zu einem anderen Bankinstitut zu wechseln, kann es sich durchaus lohnen, auch weniger bekannte, dafür aber ethisch ausgerichtete Institute und deren Angebote näher in den Blick zu nehmen. Um den Kunden dabei etwas Orientierung zu bieten, haben wir in den folgenden Abschnitten einige wichtige Informationen zu diesen Unternehmen zusammengestellt. Neben der Komponente der gesellschaftlichen Wirksamkeit widmen wir uns aber natürlich auch ganz handfesten Fragen bezüglich Leistungen und Konditionen.

Worum handelt es sich bei einer ethischen Bank?

Bevor wir auf die Angebote und Möglichkeiten eingehen, die Kunden bei einer ethischen Bank erwartet, möchten wir uns zunächst der Frage widmen, worum es sich bei der Kategorie „Ethische Bank“ überhaupt handelt, und wie der Kunde ein solches Institut erkennt und findet.

Der Trend, mit der Entscheidung für ein bestimmtes Produkt einen kleinen Teil zur Verbesserung unserer Welt beizutragen, ist im Prinzip schon älter. Spätestens seit den 80er-Jahren hat sich zunächst in kleinen Teilbereichen der Gesellschaft die Überzeugung durchgesetzt, dass für eine lebenswerte Gesellschaft und Umwelt auch der Beitrag jedes einzelnen zählt. Der bewusste Verzicht auf ein Auto und der Kauf ganz bestimmter Produkte können zu den ersten Auswirkungen einer solchen Einstellung gezählt werden. Mittlerweile haben sich auch verschiedene Unternehmen auf den Wandel bestimmter Einstellungen eingestellt, und versuchen den Kunden nicht selten das gute Gewissen mit einem kräftigen Preisaufschlag zu verkaufen. Denn nicht immer handelt es sich bei einem als ethisch korrekt ausgezeichnetem Produkt wirklich um das, was sich die Kunden davon versprechen.

Und auch im Bereich der Finanzinstitute ist ein solcher Prozess zu beobachten. Institute, die vor wenigen Jahren noch wild mit undurchsichtigen Finanzprodukten spekulierten und sich damit an den Rand der Zahlungsfähigkeit brachten und aufwändig vom Staat gerettet werden mussten, geben sich heute nicht nur besonders kundennah, sondern als verantwortungsbewusste Unternehmen, die sich in den Dienst von Gesellschaft und Umwelt stellen. Für Kunden, die auf der Suche nach einem solchen Unternehmen sind, heißt es auch aus diesem Grund, möglichst genau hinzuschauen, um zu erkennen, ob es sich nur um ein werbewirksames Etikett handelt, oder ob hinter der ethischen Fassade auch echte Aktivitäten zu finden sind, die das Image untermauern. Zunächst möchten wir vor diesem Hintergrund auf die unterschiedlichen Arten von ethisch ausgerichteten Banken eingehen.

Welche Arten von ethischen Banken gibt es?

Zunächst dürfte es nicht schwierig sein, schnell Angebote von ethischen Banken zu finden, auch wenn der Begriff keine offizielle Kategorie darstellt. Vielmehr handelt es sich dabei um eine Art Label, welches sich die Geldhäuser selbst verleihen. Ein aktueller Blick in die Branche zeigt, dass zwei bis drei unterschiedliche Ausrichtungen differenziert werden können, die allerdings nicht ganz trennscharf sind. Die entsprechenden Institute haben sich selber dazu verpflichtet, ihr wirtschaftliches Wirken nicht ausschließlich auf kommerzielle Ziele zu richten. Neben Geldhäusern, die sich vor allem für eine intakte Umwelt engagieren, stehen auch Institute, die dabei vor allen gesellschaftlich soziale Zielstellungen verfolgen. Eine dritte Kategorie stellen Geldinstitute mit kirchlichem Hintergrund dar. Diese haben ihre Geschäftspolitik vor allem christlich orientierten Kriterien unterworfen, was in der Konsequenz nicht selten ebenfalls grünes oder soziales Engagement bedeutet.

Im Endeffekt ist es nicht immer möglich, die ethischen Banken aufgrund ihrer Aktivitäten einer bestimmten Kategorie zuzuordnen. Tatsächlich sind auch Mischformen möglich, bei denen verschiedene Ziele gleichbedeutend verfolgt werden. In Bezug auf die Rechtsform der jeweiligen Kreditanstalt gibt es zwar keine klaren Vorgaben, allerdings sind ethisch ausgerichtete Geldinstitute sehr häufig als Genossenschaftsbanken organisiert. Dies heißt jedoch nicht, dass auch Geschäftsbanken, die als Kapitalgesellschaften organisiert sind, oder etwa auch Sparkassen keine ethischen Ziele verfolgen können. Grundsätzlich sind aber genossenschaftlich organisierte Geldinstitute aufgrund ihrer Eigentümerstruktur am besten dazu geeignet, ethische Interessen und Ziele zum Gegenstand des Geschäftsmodells zu machen. Die wesentlichen Unterschiede zwischen gewöhnlichen Banken und ethischen Banken sind jedoch in einem anderen Bereich zu finden.

Welche Unterschiede gibt es im Vergleich zu anderen Geldinstituten?

Der wesentliche Unterschied zwischen einem „normalen“ Geldinstitut und einer ethisch ausgerichteten Kreditanstalt liegt vor allem darin, dass ein bestimmtes Ziel verfolgt wird, welches über den wirtschaftlichen Erfolg hinausgeht. Allerdings sind auch ethisch ausgerichtete Banken langfristig darauf angewiesen, wirtschaftlich erfolgreich zu sein und Überschüsse zu erzielen. Anders als normale Kreditinstitute sind ethische Banken aber bestrebt, ihre wirtschaftlichen Ziele mit anderen Mitteln zu verfolgen.

Während etwa ein Geldinstitut, das sich grünen Zielen verschrieben hat, sich selbst dazu verpflichtet, ausschließlich Projekte zu unterstützen, bei denen umweltpolitische Mindeststandards eingehalten werden, macht es sich eine andere Kreditanstalt zur Geschäftspolitik, nur Projekte zu finanzieren, bei denen sie entsprechende soziale Ziele ausreichend repräsentiert sieht. Die Banken versuchen also zunächst, dadurch gesellschaftlich wirksam zu werden, in dem Kredite nur nach ganz bestimmten Kriterien vergeben werden, während bei normalen Banken rein wirtschaftliche Kriterien angelegt werden. Ein zweiter Unterschied zu normalen Banken besteht darin, dass mit den Gewinnen, die das Institut erwirtschaftet, weitere Projekte gefördert werden, die den ethischen Zielen der Bank entsprechen.

In Bezug auf die Leistungen, die durch eine ethische Bank für private Kunden angeboten werden, muss diese Ausrichtung gar keine unmittelbaren Auswirkungen haben. Denn mit Blick auf die Kunden, die nur ein Girokonto bei der Kreditanstalt führen wollen, werden in der Regel keine speziellen Kriterien angelegt. Vielmehr geht das Kreditinstitut davon aus, dass sich die Kunden bewusst für einen bestimmten Anbieter und dessen ethisch orientierte Zielsetzung entscheiden. In der Folge müssen die Kunden aber damit rechnen, dass im Vergleich zu anderen Geldhäusern etwas höhere Preise und Gebühren verlangt werden. Da es sich zudem um kleinere Institute handelt, ist außerdem zu erwarten, dass nur ein moderates Leistungsspektrum bzw. eine geringere Produktvielfalt angeboten wird. Dies muss jedoch kein Nachteil sein.

Für wen eignet sich ein solches Angebot?

Die Frage, für wen sich das Angebot eines ethisch orientierten Geldintituts besonders eignet, kann prinzipiell sehr einfach beantwortet werden. Es eignet sich zunächst für alle, die ihre Verantwortung auch als Konsumenten wahrnehmen wollen, und mit ihrer Entscheidung für ein bestimmtes Unternehmen auch ein Zeichen setzen wollen. Neben diesen ideellen Gründen, sich für ein ethisch ausgerichtetes Institut zu entscheiden, kann es aber durchaus auch pragmatische Gründe geben, die dafür sprechen, mit einer ethischen Bank zusammen zu arbeiten. Dabei geht es aber vor allem um Produkte im Bereich der Finanzierung. So sind etwa Kunden, die für ihren Hausbau oder Umbau auf der Suche nach einer Finanzierung sind, besonders gut als Kunden für ein grünes Geldinstitut geeignet, wenn das Bauvorhaben nach ökologischen Gesichtspunkten umgesetzt werden soll. In einem solchen Zusammenhang können die Kunden nämlich praktisch von einer solchen Zusammenarbeit profitieren, da eine entsprechend ausgerichtetes Geldhaus auch über Experten verfügt, die den Bauherren wichtige Hinweise für die Umsetzung, oder auch spezielle Fördermöglichkeiten geben können. Das gleiche kann für institutionelle Kunden gelten, etwa Vereine oder freie Träger, die auf der Suche nach einem Finanzierungspartner sind.

Darüber hinaus haben sich einige Institute auch auf bestimmte institutionelle Kunden als Kontoinhaber spezialisiert und bieten etwa für Vereine und Verbände die Führung eines Girokontos an. Alles in allem können also sowohl ideelle, als auch praktische Gründe dafür sprechen, sich für die Leistungen einer ethischen Bank zu entscheiden.

Wichtige Kriterien für den Vergleich

Unabhängig von den ethischen Zielen, die ein solches Institut verfolgt, werden aus Sicht des Kunden aber immer auch rationale Erwägungen eine Rolle spielen, für welches Institut er sich letztendlich entscheidet. Dabei steht natürlich zunächst die Frage im Vordergrund, ob es überhaupt eine ethische Bank sein soll, oder eine konventionelle Kreditanstalt. Darüber hinaus kann aber natürlich auch zwischen den einzelnen Geldhäusern mit ethischer Ausrichtung differenziert werden. Dabei werden viele Kunden zunächst auf das tatsächliche Engagement des Instituts achten. Darüber hinaus sollten aber durchaus auch andere Faktoren in den Blick genommen werden. Da es sich bei einem Girokonto in der Regel um das Hauptprodukt der meisten Banken handelt, möchten wir dies als Gegenstand für den Vergleich heranziehen.

Kosten und Angebot

Nach wie vor ist es möglich, Girokonten zu finden, die vollständig kostenlos geführt werden können. Allerdings werden die Kunden dabei wohl nicht innerhalb der ethischen Banken fündig werden. So gut wie alle Girokontenformate, die von ethisch orientierten Geldhäusern angeboten werden, sind mit regelmäßigen Gebühren verbunden, und zwar unabhängig davon, ob ein regelmäßiges Gehalt auf dem Konto eingeht, oder nicht. Da es sich, wie bereits erwähnt, um meist kleine Institute handelt, die nur über ein sehr überschaubares Produktspektrum handelt, stehen auch im Bereich Girokonten in der Regel häufig nur ein oder zwei Modelle zur Verfügung. Zusatzangebote stellen unter Umständen spezielle Kontoangebote für Jugendliche oder auch Studierende dar, wo geringere oder auch gar keine Gebühren verlangt werden. Auch handelt es sich in aller Regel um Kreditanstalten, die über keinerlei Filialsystem verfügen. Mitunter besteht aber die Möglichkeit, dass am Hauptsitz der Institute auch persönliche Beratungsgespräche möglich sind. Nicht möglich ist es dagegen in den meisten Fällen, dass an Automaten der Banken Geld abgehoben werden kann, da diese einfach über keine eigenen Automaten verfügen, so dass diesem Aspekt besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden sollte.

Eine mögliche Lösung, die von Geldhäusern ohne eigene Filiale bzw. Automatennetz angeboten wird, ist die Ausgabe einer Kreditkarte, die zum Bargeldbezug an vielen Automaten im In- sowie im Ausland berechtigt. Zu achten ist natürlich vor allem auf die Kosten, die jährlich sowie je Abhebungsvorgang anfallen. Andere Anbieter sind Mitglieder in Verbänden, die den Kunden gegenseitig die Benutzung der Geldautomaten kostenlos gestatten. Genossenschaftlich organisierte Banken sind dabei nicht selten in das Netz aller Genossenschaftsbanken eingebunden, so dass ein komfortables Automatennetz von knapp 20.000 Automaten zur Verfügung steht.

Auf die Zinsen für den Dispositionskredit achten

Zu einem Kostentreiber kann sich unter Umstände der Dispositionskredit entwickeln. Nicht selten langen hier die Geldhäuser mit stattlichen Zinssätzen zu. Mindestens ebenso entscheidend wie die Höhe des Zinssatzes für den Dispo ist aber das Nutzungsverhalten des Kunden selber. Solange ein Dispo nur kurzzeitig in Anspruch genommen wird, halten sich die Kosten auch bei höheren Zinssätzen in engen Grenzen.

Die Sicherheit der Einlagen

Wichtig ist natürlich auch das Thema der Einlagensicherheit. Allerdings gibt es diesbezüglich keine wesentlichen Unterschiede zwischen normalen Geldhäusern und ethischen Banken. So lange die Geldinstitute ihren Sitz in Deutschland haben, können sich die Kunden auf sehr hohe Sicherheitsstandards verlassen. Verpflichtend für jede Bank ist die gesetzliche Einlagensicherung, die je Kunde bis zu einem Betrag von 100.000 Euro greift, sollte das Geldinstitut Insolvenz anmelden müssen. Fast alle Banken sind darüber hinaus an einer freiwilligen Einlagensicherung beteiligt, die auch Beträge absichert, die deutlich über die Summe von 100.000 Euro hinausgeht. Auch in Bezug auf Datensicherheit und Übertragungstechnik sind die Banken hier zu Lande zu hohen Sicherheitsstandards verpflichtet, so dass sich die Kunden diesbezüglich keine Sorgen machen brauchen.

Auf interessante Zusatzangebote achten

Natürlich lohnt es sich bei der Auswahl eines passenden Kontos auch immer, auf interessante Zusatzangebote zu achten. Interessant kann dabei etwa ein kostenloser Kontowechselservice sein, der den Kunden unterstützt, alle Zahlungspartner zuverlässig zu informieren. Auch eine Kreditkarte kann eine attraktive Zusatzleistung sein. Bei höheren, aber zumeist auch teureren Versionen beinhalten die Kreditkarten mitunter auch einen umfangreichen Versicherungsschutz auf Auslandsreisen.

Einsatzmöglichkeiten für ein Girokonto bei einer ethischen Bank

Girokonto ist nicht gleich Girokonto, denn dieses Produkt kann für die unterschiedlichsten Zwecke eingesetzt werden. An dieser Stelle möchten wir drei Nutzungsmöglichkeiten vorstellen.

Girokonto für Gehaltsempfänger

Die klassische Anwendungsmöglichkeit für ein Girokonto ist natürlich die Nutzung als Gehaltskonto. Neben dem Gehaltseingang können alle weiteren relevanten Transaktionen wie Miete, Beiträge für Vereinsmitgliedschaft, Kindergartengebühren oder Kreditraten über das Girokonto abgewickelt werden. Und natürlich wird ein Girokonto auch zum bargeldlosen Zahlungsverkehr und für die Versorgung mit Bargeld genutzt. Zudem gehört ein Dispositionskredit zur Grundausstattung vieler Gehaltskonten. Häufig gibt es spezielle Angebote für Gehaltsempfänger, bei denen ab einer bestimmten regelmäßig eingehenden Summe weniger Gebühren verlangt werden.

Jugendkonto – Günstig und leistungsstark

Auch von einigen Ethikbanken werden sogenannte Jugendkontos angeboten. Diese können von Minderjährigen aber auch von volljährigen Jugendlichen zu vergünstigten Konditionen, häufig sogar zum Nulltarif, genutzt werden. In der Regel bieten sie die gleichen Leistungen, wie ein reguläres Girokonto für Erwachsene. Ab dem Alter von 18 Jahren wird unter Umständen sogar eine Kreditkarte herausgegeben. Bei Minderjährigen ist dabei zu beachten, dass die Eltern die Kontoeröffnung vornehmen, und dabei u.a. das Sorgerecht nachweisen müssen.

Verbandskonto für Vereine oder Initiativen

Eine weitere Form für ein Konto, welches durch eine ethische Bank angeboten wird, kann ein sogenanntes Verbandskonto sein. Dieses wird, mitunter auch unter anderem Namen, gemeinnützigen Körperschaften angeboten, um die Finanzangelegenheiten abzuwickeln. Eine wichtige Voraussetzung ist dabei, dass die Ziele des jeweiligen Vereines oder Verbandes den Grundsätzen des Bankinstituts nicht zuwiderlaufen. Meist werden im Zusammenhang mit einem solchen Konto besondere Leistungen wie etwa die Abwicklung von Lastschrifteinzügen angeboten.

Checkliste: So finden Sie das passende Konto bei einer ethischen Bank

Auch wer sich dafür entschieden hat, ein Girokonto bei einer Ethikbank zu eröffnen, steht immer noch vor der Aufgabe, das passende Institut auszuwählen. In der folgenden Checkliste haben wir einige wichtige Kriterien zusammengestellt:

  • Legen Sie für sich persönlich fest, welche Ziele Ihnen wichtig sind
  • Gleichen Sie die Ziele der Ethikbanken damit ab
  • Informieren Sie sich über Projekte, die von den Geldinstituten unterstützt werden
  • Überlegen Sie aber auch, welche Art von Konto Sie suchen und welche Leistungen Sie erwarten
  • Prüfen Sie insbesondere, ob sich ihre Ansprüche bezüglich Bargeldversorgung erfüllen lassen
  • Vergleichen Sie die Konditionen der für Sie relevanten Kreditanstalten

Kontoeröffnung: In 9 Schritten zum ethischen Konto

Die Kontoeröffnung unterscheidet sich im Grunde nicht von dem Vorgehen, welches bei einer normalen Kreditanstalt notwendig ist. Konkret sind folgende Schritte notwendig.

  1. Am Anfang steht zunächst die Entscheidung, welches Geldinstitut und welches Konto am besten passt
  2. Da es sich in den meisten Fällen um Direktbanken handelt, kann die Kontoeröffnung vom Rechner aus erledigt werden
  3. Über die jeweilige Produktseite wird der Eröffnungsprozess gestartet
  4. Dabei ist es notwendig, ein Eröffnungsformular auszufüllen, es auszudrucken und persönlich zu unterschreiben
  5. Die Unterlagen müssen an das jeweilige Geldinstitut verschickt werden
  6. Notwendig ist weiterhin die Legitimation, also der Nachweis der Identität, hierfür kann das Postident Verfahren genutzt werden
  7. Sind alle notwendigen Unterlagen bei dem Geldinstitut eingegangen, wird das Konto eingerichtet, und der neue Kunde erhält alle notwendigen Unterlagen mit der Post zugeschickt
  8. Das Konto kann nun vollständig genutzt werden
  9. Wenn ein altes Konto gekündigt werden soll, ist es nun notwendig, alle Wechselformalitäten zu erledigen

Während viele Ethikbanken als Direktbanken agieren, d.h. keinerlei Filialservice anbieten, gibt es auch Institute, die einen persönlichen Kundendienst anbieten. In diesen Fällen ist es natürlich auch möglich, das Konto direkt in der Geschäftsstelle, oder in einer Filiale zu eröffnen. Die Schritte die in diesem Zusammenhang notwendig sind, sind im Prinzip die gleichen, wie im dargestellten Verfahren. 

Fazit: Vergleich starten und das beste ethische Konto finden

Ist der Vorsatz erst einmal gefasst, ein Konto bei einem ethisch ausgerichteten Geldinstut zu eröffnen, sollte man nicht lange zögern, sondern sich mit den Angeboten der Institute auseinander setzen. Auch wenn es ein eher überschaubarer Markt ist, so gibt es durchaus eine gewisse Auswahl von unterschiedlichen Instituten. Am wichtigsten ist dabei natürlich, dass Ziele der Kunden und Ausrichtung der Finanzinstitution möglichst gut überein stimmen. Darüber hinaus lohnt es sich aber natürlich auch, die klassischen Konditionen und Kriterien zu vergleichen, und ein passendes Angebot auszuwählen.

Fragen und Antworten

Kann auch ein Gemeinschaftskonto bei einer Ethik Bank eröffnet werden?

Selbstverständlich. Die meisten Institute bieten diese Möglichkeit an.

Bieten Ethikbanken auch andere Leistungen als Girokonten an?

Sowohl als auch. Einige Geldhäuser haben sich auf Girokonten spezialisiert, andere bieten ein breiteres Spektrum, inklusive Finanzierung und Geldanlage.

Bieten Ethikbanken auch Pfändungsschutzkonten an?

Viele Geldhäuser bieten diese Möglichkeiten. Einige haben sich sogar speziell auf Personengruppen spezialisiert, die wirtschaftlichen Schiffbruch erlitten haben und einen Neuanfang starten wollen.

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