• Freitag, 17. August 2018

Tagesgeldkonto: Sparen bei vollem Zugriff aufs Geld

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In Zeiten von niedrigen Zinsen, Bankenpleiten und Staatsbankrotten stellt sich immer häufiger die Frage, wem in welcher Form sein Geld anvertraut werden kann. Sie möchten sparen und trotzdem jederzeit vollen Zugriff auf das Geld haben? Mit herkömmlichen Anlagen wie beispielsweise einem Bausparvertrag ist das nicht möglich. Beim Girokonto gibt es zu wenig Zinsen und ein Sparbuch ist ebenfalls sehr umständlich, da nicht jederzeit das Geld im vollem Umfang zur Verfügung steht. Das Zauberwort heißt in diesem Fall „Tagesgeldkonto“, das mittlerweile viele Banken anbieten. Im Prinzip ist es der Nachfolger des Sparbuchs, bietet aber wesentlich mehr Flexibilität. Bei einem Tagesgeldkonto hat der Sparer jederzeit Zugriff auf sein Geld, erhält aber dennoch einen attraktiven Zinssatz. In der Regel ist an ein Tagesgeldkonto ein Girokonto angebunden, so dass jederzeit über das gesparte Geld verfügt werden kann. Wir haben uns bei den Banken umgeschaut und einen Vergleich und Test zu Tagesgeldkonten angestellt. Sie können hier lesen, worauf es bei dieser Kontenart ankommt, wie Sie die richtige Bank für sich finden und was Sie weiter noch beachten sollten.

Was ist ein Tagesgeldkonto?

Bei einem Tagesgeldkonto handelt es sich um eine verzinste Anlage, die keiner festen Laufzeit unterliegt. Geführt wird ein Tagesgeldkonto in der Regel gemeinsam mit einem Girokonto, das auch als so genanntes Referenzkonto dient. Im besten Fall werden diese von Banken zusammen angeboten, können aber auch unabhängig voneinander angelegt werden. Referenzkonto bedeutet in diesem Fall, dass nur von diesem Girokonto Auf- und Abbuchungen zum Tagesgeldkonto vorgenommen werden können. Überweisungen auf ein anderes Konto als das Referenzkonto können nicht vorgenommen werden. Dies ist ein Sicherheitsmechanismus. Niemand außer dem Inhaber selber hat Zugriff auf das Konto. Dank Internetbanking werden die Transfers in der Regel binnen weniger Sekunden vorgenommen werden, so dass nach einer Überweisung vom Tagesgeld- auf das Refekrenzonto die Summe in der Regel sofort zur Verfügung steht. Vorausgesetzt Tagesgeld- und Girokonto sind bei der gleichen Bank. Um dieses Referenzkonto zu ändern, muss bei der Bank ein schriftlicher Antrag gestellt werden.

Jederzeit verfügbar: Die Vorteile des Tagesgeldkontos

Ein ganz großer Vorteil des Tagesgeldontos ist, dass der Inhaber jederzeit über das Guthaben auf diesem Konto frei verfügen kann. Aufgrund dieser Tatsache, gehört es mittlerweile zu einer der beliebtesten Anlageformen der Bankkunden. Hinzu kommt, dass im Vergleich zum normalen Girokonto hohe Zinsen von der Bank gezahlt werden und die Eröffnung sowie die Führung in der Regel gratis sind. Das macht es zu dem auch noch zu einer gewinnbringenden Anlage. Was allerdings beachtet werden muss ist, dass die Zinssätze nicht festgeschrieben sind und sich täglich ändern können. Dies geschieht in der Praxis aber recht selten kurzfristig und auch meist nur mit einer Ankündigung durch die Bank. Da das Konto nicht an einen festen Mindestbetrag gebunden ist, wie beispielsweise die monatliche Rate für einen Bausparvertrag, wird hier höchste Flexibilität was das Sparverhalten anbelangt gewährt.

Darüber hinaus ist ein Tagesgeldkonto von der Einlagensicherung betroffen, so dass ein Geldbetrag von bis zu 100.000 Euro nach den Gesetzen der Europäischen Union geschützt ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Tagesgeldkonto jederzeit kündbar ist und der Inhaber so flexibel ist, falls sich die Zinsen einmal drastisch zum Nachteil ändern. Dann besteht die Möglichkeit, das Geld einfach woanders als Tagesgeld anzulegen, um so weiter von hohen Zinsen zu profitieren. Dabei wird vom sogenannten „Tagesgeld-Hopping“ gesprochen. Eine beliebte Sportart unter den Verfechtern der Anlageform. Da die Eröffnung und die Kontoführung einfach sowie gratis sind, kann das Geld jederzeit umgeschichtet werden, so dass der Kunde stets das für sich beste Angebot in Anspruch nehmen kann.

Heutzutage bietet fast jede Bank ein Tagesgeldkonto an, um bei den Kunden den Bedürfnissen nach einer flexiblen Anlage gerecht zu werden. In der Regel ist dies kostenlos. Das einzige was voneinander abweicht sind die Zinsen. Ein stetiger Vergleich lohnt sich hier also.

Vergleich zu anderen Kontenarten

Das Tagesgeldkonto unterscheidet sich in einigen wesentlichen Punkten von anderen Kontoarten. Mit einem Festgeldkonto beispielsweise wird das eingezahlte Kapital fest und für einen bestimmten Zeitraum angelegt. Der Bankkunde kann hier also nicht flexibel über das Geld verfügen. Dafür, dass das Geld bei dieser Kontenart fest angelegt wird, zahlt eine Bank allerdings höhere Zinsen, da sie länger und vor allen Dingen planbar mit dem Geld arbeiten kann. Es sollte beachtet werden, dass der Zinssatz bei einem Festgeldkonto über die Anlagedauer festgeschrieben ist. Dies kann ein wesentlicher Vorteil sein – muss es aber nicht. Beispielsweise wenn Zinsen steigen. In der jüngeren Vergangenheit war es nicht selten der Fall, dass die Zinsen schwanken. Sollten die Zinsen steigen, kann der Kunde beim Tagesgeldkonto profitieren, beim Festgeldkonto hingegen nicht, da der Zins festgeschrieben ist.

Im Vergleich mit dem Girokonto ist ein Tagesgeldkonto in jedem Falle als Ergänzung empfehlenswert. Oftmals bieten Banken bei Girokonten Zinsen an, die unter der Inflationsrate liegen. Dies macht deutlich: Sparen mit dem Girokonto lohnt sich einfach nicht. Hinzu kommt, dass auf einem Girokonto in der Regel stetig Bewegung herrscht, da darüber im Normalfall das tägliche Leben finanziert wird. Dadurch wird das Sparverhalten mancher Anleger meist nicht gefördert. Ein Tagesgeldkonto ist hier als Zusatz zum Girokonto empfehlenswert, da hierüber flexibel und täglich verfügt werden kann, in der Überweisung auf das Girokonto aber dennoch eine kleine Hürde liegt. Bevor das Geld vom Tagesgeldkonto auf das Girokonto transferiert wird, überlegt sich der Sparer meist, ob er das Geld wirklich braucht oder ob es nicht besser ist, dieses zu sparen. Braucht er es, kann der Inhaber einfach von seinem Tagesgeldkonto auf sein Referenzkonto, das in der Regel ein Girokonto ist, Geld überweisen und so darüber verfügen.

Ein Tagesgeldkonto ist auch immer nur ein Guthabenkonto. Der Unterschied liegt allerdings darin, dass über das Geld auf einem Tagesgeldkonto immer nur über das Girokonto verfügt werden kann. Das Girokonto wiederum kann als Guthabenkonto geführt werden, auf das auch Zugriff beispielsweise am Geldautomaten besteht.

Ein Tagesgeldkonto kann auch als Gemeinschaftskonto geführt werden, da dies in der Regel bei einem Girokonto der Fall ist und diese beiden Konten miteinander verknüpft sind. So können beide Sparer jederzeit über das angelegte Geld verfügen.

Es kann auch als Kinderkonto fungieren. Der Vorteil liegt hierbei, dass der Betrag, der gespart wird, flexibel gestaltet werden kann. Wie auch beim normalen Tagesgeldkonto. Ein weiterer Vorteil ein Kinderkonto als Tagesgeldkonto zu führen ist, dass hierauf der auch der Sparerpauschbetrag in Sachen Steuern angewendet werden kann. Dabei kann mit einem Freistellungsauftrag der Freibetrag des Kindes genutzt und die Abgeltungssteuer umgangen werden. Was allerdings von Seiten der Eltern beachtet werden sollte: Diese haben zwar Verfügungsgewalt über das Konto, das Geld was darauf eingezahlt wird oder wurde, gehört dem Kontoinhaber. In diesem Falle dem Kind. Es darf nicht einfach nach belieben auf das eigene Girokonto zurück gebucht werden. Das kann zu Schwierigkeiten mit dem Finanzamt führen, da schnell der Verdacht des Betrugs oder der Steuerhinterziehung aufkommen könnte. Lediglich darf Geld entnommen werden, das auch dem Kind zu Gute kommt. Etwa die Finanzierung eines Internatsplatzes oder des Führerscheins und ähnlichem.

Als P-Konto, einem sogenannten Pfändungsschutzkonto, kann ein Tagesgeldkonto hingegen nicht geführt werden. Dies ist nur bei Girokonten möglich. Langfristige Ansparungen sind also während einer Pfändungsphase nicht möglich. Es kann lediglich ein Betrag auf dem Girokonto hinterlassen werden, der auf den nächsten Monat angerechnet wird. Dieser muss dann allerdings auch im darauffolgenden Monat ausgegeben bzw. abgehoben werden.

Für wen eignet sich ein Tagesgeldkonto?

Vom Prinzip her ist ein Tagesgeldkonto für jeden geeignet, der Geld anlegen möchte, aber dennoch jederzeit darüber verfügen will. Da die Zinsen in der Regel höher sind als auf einem Sparbuch und auch die Flexibilität größer ist, liegt hier der wesentliche Vorteil. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass das Tagesgeldkonto das Sparbuch als Geldanlage ablösen wird. Wenn dies nicht sowieso schon lange der Fall ist. Die Sicherheit steht hierbei im Vordergrund, denn es ist genauso sicher wie ein Sparbuch. Im Gegensatz zum Sparbuch kann allerdings jederzeit über den gesamten Betrag auf dem Konto verfügt werden. Oftmals gelten bei Sparbüchern monatliche Abhebungsgrenzen, die häufig bei 2000 Euro oder weniger liegen. Auch kann es sein, dass etwa nur dreimal im Monat vom Sparbuch abgehoben werden kann. Das Tagesgeldkonto ist also auch hier deutlich flexibler. Das praktische bei einem Tagesgeldkonto ist, dass bei Eröffnung sofort ein Freistellungsauftrag mit einhergehen kann, um den Sparerpauschbetrag auszunutzen – sofern der noch nicht bei einer anderen Anlageform gewählt worden ist.

Auch eignet sich das Tagesgeldkonto hervorragend für Kleinanleger, die Sicherheit haben möchten. Ebenfalls kann ein Tagesgeldkonto auch von Eltern für die eigenen Kinder eröffnet werden. Dies hat den Vorteil, dass Geld für den Nachwuchs gespart werden kann. Gleichzeitig kann vor dem Fiskus der Sparerpauschbetrag des Kindes ausgenutzt werden. So werden zusätzlich noch Steuern gespart.

Wer allerdings weit vorausplanen kann und sein Geld langfristig anlegen möchte, der ist mit einem Festgeldkonto besser bedient. Ganz einfach aus dem Grund, weil dabei die Zinsen wesentlich höher sind. Es fehlt allerdings die Flexibilität, die das Tagesgeldkonto so attraktiv macht und auch die Zinsen steigen nicht, wenn der Zinssatz sich ändert. Dieser bleibt beim Festgeld immer gleich.

Wichtige Kriterien für den Vergleich

Bevor sich ein Anleger für ein Tagesgeldkonto entscheidet, sollten wesentliche Punkte beachtet werden. Ein Vergleich unter den Angeboten lohnt sich allemal. Dies fängt bei der Verzinsung an geht über Prämien bis hin zu den verschiedensten Zusatzangeboten. Wir haben für Sie einmal die wesentlichen Punkte aufgegriffen und erklären worauf es jeweils ankommt.

Verzinsung

Ein wesentliches Kriterium für den Vergleich der Tagesgeldkonten ist die Verzinsung. Diese kann je nach Bank erheblich voneinander abweichen. Oftmals werden Kunden auch mit sehr hohen Zinsen zur Kontoeröffnung gelockt. Beispielsweise versprechen Banken dann einen Zins von drei Prozent, senken diesen aber nach einem festgesetzten Zeitraum auf den normalen Zinssatz ab. Hier kommt jetzt auch wiederum die Flexibilität zum Tragen. Der Anleger kann dann einfach sein Geld umschichten wenn er möchte: Einfach das Konto auflösen und zu einer anderen Bank wechseln, die höhere Zinsen im Angebot hat. Wichtig ist auch, dass der Zinssatz über der Inflationsrate liegt. Sonst wird das Gesparte nämlich nicht mehr, sondern weniger. Auch die Zinsgutschrift ist ein nicht unwesentliches Kriterium. Dies kann variieren von einem Tag bis hinzu einem ganzen Jahr. Je kürzer der Intervall ist, desto eher kann vom Zinseszins profitiert werden.

Kontoführung

In der Regel fallen bei einem Tagesgeldkonto keine Kontoführungsgebühren an. Gerade Direktbanken stechen dabei hervor. Diese bieten im besten Fall zusätzlich auch noch ein Girokonto an, das als Referenzkonto genutzt werden kann. Auch dieses ist meistens gratis. Die Direktbanken können sich dies erlauben, weil sie kein Filialnetz betreiben müssen und dadurch auch kostengünstiger arbeiten. Einige Filialbanken allerdings nehmen auch auf Tagesgeldkonten eine Kontoführungsgebühr. Daher sollte der Anleger auch bedenken, was er genau benötigt. Falls eine persönliche Beratung vor Ort gewünscht ist, bietet sich eine Filialbank sicherlich eher an als eine Direktbank. Wer allerdings auf den direkten Kontakt verzichten möchte, kann dabei bares Geld sparen.

Prämien

Attraktiv ist sicherlich auch das Prämienprogramm, das einige Banken im Angebot haben. Dabei wird dem Kunden beispielsweise bei Kontoeröffnung Geld gutgeschrieben. Diese Beträge sind nicht zu verachten, handelt es sich doch häufig dabei um hundert Euro oder mehr, die die Bank quasi verschenkt. Auch Freundschaftswerbungen werden angeboten, bei denen Geld abgesahnt werden kann.

Einlagensicherung

Wer sich für ein Tagesgeldkonto entscheidet, dem sei geraten, sich eine Bank innerhalb der Europäischen Union zu suchen. Hier gibt es einen vom Gesetzgeber vorgeschriebenen Einlagenschutz – die sogenannte Deposit Guarantee Schemes (DGS). Somit sind Guthaben auf einem Tagesgeldkonto bis zu einer Höhe von 100.000 Euro geschützt und sind im Falle einer Bankenpleite nicht futsch. Darüber hinaus gibt es in Deutschland noch den Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken, an dem sich rund 170 Banken beteiligen. Damit werden Anlagen zusätzlich über den gesetzlich vorgeschriebenen Betrag geschützt. Die Schutzsumme richtet sich dabei prozentual nach dem Eigenkapital der Bank. Derzeit sind es 20 Prozent des Eigenkapitals, das in Deutschland mindestens 5 Millionen Euro beträgt. Hat eine Bank ein Eigenkapital von 100 Millionen Euro, sind also derzeit Anlagen von bis zu 20 Millionen Euro pro Kunde gesichert – vorausgesetzt der Fonds ist zahlungsfähig. Dieser Prozentsatz verringert sich in den kommenden Jahren. Ab 1. Januar sind es nur noch 15 Prozent und ab 1. Januar 2025 schließlich 8,75 Prozent.

Zusatzangebote

Oftmals ist es auch ratsam, die Zusatzangebote der verschiedenen Banken anzusehen, die meist allerdings nur für Neukunden gelten. So kann beispielsweise das Zinsangebot deutlich über dem Normalniveau liegen, wenn ein Neukunde ein Tagesgeldkonto eröffnet. Nicht selten handelt es sich dabei um ein bis zwei Prozent – also bares Geld. Diese Angebote sind allerdings häufig zeitlich begrenzt und an Mindesteinzahlungssummen zur Eröffnung geknüpft. Da Tagesgeldkonten unbefristet laufen, kann auch nach Ablauf der befristeten Zeit einfach gekündigt und woanders ein neues Konto eröffnet werden.

Einsatzmöglichkeiten für Tagesgeldkonten

Die Nutzung eines Tagesgeldkontos kann aus vielerlei Gründen erfolgen. Die gängigste Einsatzmöglichkeit ist sicherlich die, um ein bisschen Geld zu sparen und gleichzeitig darüber flexibel verfügen zu können. Aber es gibt auch viele andere Möglichkeiten, ein solches Konto zu nutzen. Beispielsweise für einen Vermieter. Dabei wird die Kaution des Mieters nicht auf einem Sparbuch hinterlegt, wie es im Normalfall sein sollte, sondern eben auf dem Tagesgeldkonto. Dies hat zum einen den Vorteil, dass wesentlich höhere Zinsen gezahlt werden. Zum anderen kann aber über das Geld flexibel verfügt werden, falls im Anschluss an das Mietverhältnis gravierende Mängel bestehen und eine hohe Summe für Reparaturen ausgegeben werden muss. Auch Freiberuflern sei zu einem Tagesgeldkonto geraten. Häufig belässt diese Berufsgruppe monatlich einen Betrag auf dem Girokonto, um beispielsweise die Steuern am Ende des Jahres zu bezahlen oder um Rücklagen zu bilden. Auf einem Tagesgeldkonto ist dieses Kapital aber wesentlich sinnvoller angelegt, da auch hier der Vorteil der höheren Zinsen greift.

Checkliste: So finden Sie das beste Tagesgeldkonto

Wie dem Ratgeber zu entnehmen ist, sind also verschiedene Punkte entscheidend darüber, um das beste Tagesgeldkonto zu finden. Es kommt dabei sicherlich auch darauf an, wofür das Konto genutzt werden soll und daher gibt es unterschiedliche Ansprüche der Kunden. Diesen Ansprüchen wollen die Banken natürlich so gut es geht gerecht werden. Zusammengefasst kann man sagen, dass folgende Fragen entscheidend sein sollten, um sich für ein Tagesgeldkonto zu entschließen:

  1. Wie hoch ist der Zins?
  2. Wie häufig ist der Zinsintervall?
  3. Gibt es eine Mindest- oder eine Maximaleinlage?
  4. Werden Kontoführungsgebühren erhoben?
  5. Ist mein Kapital durch die Einlagensicherung geschützt?

Wie eröffne ich ein Tagesgeldkonto?

Die Eröffnung eines Tagesgeldkontos geschieht heutzutage meistens online, weil Direktbanken häufig die besten Angebote parat halten. Außerdem erspart man sich dadurch auch den Gang in eine Filiale. Häufig wird von Filialbanken auch damit geworben, dass Konto online zu eröffnen und dabei eine zusätzliche Prämie zu erhalten. Es ist denkbar einfach und trotzdem gibt es ein paar Punkte, die absolviert werden müssen.

  1. Sondieren Sie den Markt und vergleichen Sie die Angebote der verschiedenen Geldhäuser miteinander. Häufig unterscheiden sich die Zinssätze gerade zur Eröffnung eines Kontos. Hier ist das Potential Geld zu sparen, oder eine Prämie zu erhalten, nicht zu unterschätzen.
  2. Gehen Sie in die Filialbank oder auf die Webseite des entsprechenden Kreditinstituts und machen Sie sich mit der Bank vertraut. Häufig kann im Internet mit ein paar Klicks der Antrag ausgefüllt, heruntergeladen, unterschrieben und eingeschickt werden. Alternativ kann die Bank Ihnen die Unterlagen auch zusenden, falls Sie keinen Drucker haben.
  3. Identifizieren Sie sich gegenüber der Direktbank oder der Filialbank. In der Filiale reicht dabei in der Regel der Personalausweis. Bei einer Internetbank kann die Verifizierung entweder über den Postident oder den Videoident vollzogen werden. Dies ist von Bank zu Bank unterschiedlich.
  4. Sobald alle Unterlagen bei der Bank eingereicht und geprüft sind sowie Ihre Identität zweifelsfrei festgestellt wurde, wird die Bank Ihr neues Tagesgeldkonto eröffnen und Sie können es nutzen.

Fazit: Achten Sie vor allen Dingen auf die Zinsen

Im Großen und Ganzen kann man sagen, dass die Zinsen das entscheidende bei der Anlage Tagesgeldkonto sind. Hier lohnt sich ein ausführlicher Vergleich. Auch kommt es immer auf den Anleger persönlich an. Wünschen Sie eine Betreuung durch einen Bankberater vor Ort? Dann ist es sicherlich sinnvoll, ein Tagesgeldkonto bei der Hausbank abzuschließen. Es sei aber gesagt, dass sich einige etablierte alte Kreditinstitut in Sachen Zinszahlung nicht gerade hervortun. Hier kann eine Direktbank dem Kunden wesentlich mehr bieten. Was auch essentiell ist, ist die Einlagensicherung. Diese bietet schon sehr hohen Schutz, im Falle einer erneuten Welle der Bankenpleite. Wägen Sie ab, was für Sie entscheidend ist. Schließlich ist es ihr Geld das angelegt werden soll. Zwar bietet ein Tagesgeldkonto höchste Flexibilität was das Umschichten betrifft, aber wie oft in seinem Leben wechselt man schon die Bank? Da sollte eine Entscheidung reiflich überdacht und nicht über das Knie gebrochen werden.

Fragen und Antworten

Wie werden die Zinsen berechnet?

Zur Berechnung der Zinsen stehen den Geldhäusern mehrere Methoden offen. Der Unterschied in den verschiedenen Varianten liegt darin, von wie vielen Tagen und Monaten pro Jahr ausgegangen wird. Im Normalfall wird bei einem Tagesgeldkonto taggenau abgerechnet. Dabei wird auf Zinsen, Zinseszins und Bonuszinsen geachtet. Gutgeschrieben werden die Zinsen nach einem bei der Eröffnung vereinbarten Intervall. Dieser kann monatlich, vierteljährlich oder jährlich sein. Dabei kommt es auf das Bankinstitut an.

Was muss man bei einem Tagesgeldkonto beachten?

Bei der Eröffnung des Tagesgeldkontos müssen unterschiedliche Dinge beachtet werden. Das wichtigste ist die Zinshöhe. Auch der Zeitpunkt für die Zinszahlung sollte beachtet werden. Je öfter die Zinsen abgerechnet werden, umso schneller können Sie vom Zinseszins profitieren. Der Einlagenschutz sollte ebenfalls beachtet werden. Wichtig dafür ist, dass sich die Bank zumindest in den Grenzen der Europäischen Union befindet. Schauen Sie sich auch die Sonderkonditionen wie erhöhter Zins zur Eröffnung oder Bonuszahlungen an.

Warum heißt es Tagesgeldkonto?

Es heißt Tagesgeldkonto, weil der Bankkunde jederzeit über sein Geld verfügen kann und zwar täglich. Ganz im Gegenteil zu etwa einem Festgeldkonto oder einem Bausparvertrag, die immer auf einen bestimmten Zeitraum angelegt sind. Hier kann zwar auch relativ problemlos und schnell auf das Geld zugegriffen werden, allerdings mit erheblichen Verlusten und auch nicht täglich.

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