• Donnerstag, 13. Dezember 2018

P-Konto: Die Rettung, wenn der finanzielle Ruin droht

Diese Seite teilen:

In finanzielle Turbulenzen zu geraten, geht viel schneller als manch einer glaubt. Hier eine unbezahlte Rechnung, dort vergessen rechtzeitig die Rate für die Wohnzimmermöbel zu bezahlen, und schon kann man ganz fix im Schlamassel sitzen. Bis dann nichts mehr geht und der Gerichtsvollzieher im Zuge eines Zwangsvollstreckungsverfahren auf das Konto zugreift, ist es zwar ein langer Weg. Aber fangen die Probleme erst einmal richtig an, tappen nicht gerade wenige in die Schuldenfalle. Ist es dann wirklich so weit und das Konto wird gepfändet, wissen viele Menschen einfach nicht mehr weiter. Für den Fall einer Pfändung gibt es aber das sogenannte Pfändungsschutzkonto – auch P-Konto genannt. Wir haben im Folgenden für Sie die Lage auf dem Bankenmarkt untersucht, da es mitunter nicht immer leicht ist, an ein P-Konto zu gelangen. Gerade dann, wenn dies als solches direkt eröffnet werden soll.

Was ist ein P-Konto?

Ein P-Konto ist immer auch ein Girokonto. Um den Pfändungsschutz zu erhalten, wird das Girokonto umgewandelt in ein P-Konto. Das bedeutet, dass ein Girokonto in ein reines Guthabenkonto mit Pfändungsschutz umgewandelt wird. Wird das Konto gepfändet, wissen viele nicht mehr weiter. Für den Fall der Fälle hat der Gesetzgeber allerdings im Jahr 2009 das Gesetz zur Reform des Kontopfändungsschutzes auf den Weg gebracht, das seit dem 1. Juli 2010 in Kraft ist. Damit wird sichergestellt, dass jedem Betroffenen auch während einer Pfändung ein bestimmter Freibetrag auf dem Konto verbleiben muss. Da es sich um ein Girokonto handelt, wird mit Hilfe des Pfändungsschutzes der Schuldner davor bewahrt, finanziell völlig ruiniert zu werden. Es kann also nicht komplett gepfändet werden. Sobald eine Pfändung stattfindet, sollte sich die betroffene Person umgehend mit der Bank in Verbindung setzen, damit der spezielle Schutz eingerichtet werden kann.

Laut dem Gesetz sind die Banken in Deutschland dazu verpflichtet. In der Regel wird einem solchen Antrag auch innerhalb von drei bis vier Geschäftstagen nachgekommen. Die Gebühren wie etwa zu Kontoführung, dürfen sich im Vergleich zum normalen Girokonto nicht erhöhen. Dies aus dem einfachen Grund, weil die Banken mit einem P-Konto keine Sonderleistung anbieten, sondern lediglich den gesetzlichen Bestimmungen folgen, die ihnen vom Gesetzgeber auferlegt werden. Besteht kein eigenes Konto, so kann ein Guthabenkonto eröffnet werden, das dann in ein P-Konto umgewandelt werden muss. Im Sommer 2016 tritt hierfür ein neues Gesetz in Kraft, nachdem jede Person über ein Konto verfügen können muss. Dies bedeutet also, dass jede in Deutschland ansässige Bank ein Konto eröffnen muss, egal wie liquide der Kunde ist. In der Vergangenheit hatte es gerade dabei immer mal wieder Probleme gegeben, was der Gesetzgeber mit der Umsetzung einer EU-Richtlinie beseitigt. Somit lohnt sich dabei auch ein Vergleich, da auch Guthabenkonten von Bank zu Bank verschiedene Gebühren haben. Teilweise werden keine Gebühren verlangt. Ein Blick in den Vergleich lohnt sich also allemal.

Die Vorteile eines P-Kontos

Die Vorteile eines P-Kontos sind glasklar: Zunächst einmal muss dafür kein neues Konto eröffnet werden, sondern das bestehende Girokonto wird einfach in ein Guthabenkonto mit Pfändungsschutz umgewandelt. Es ist somit nicht möglich, sich weiter zu verschulden. Ein Schuldner, der in ein Zwangsvollstreckungsverfahren gerät, wird so vor dem finanziellen Totalverlust bewahrt. Dies dadurch, weil ihm ein monatlicher Betrag zugestanden wird, der nicht pfändbar ist. Zurzeit sind dies 1073,88 Euro pro Monat bei einer alleinstehenden Person. Dieser Betrag kann sich erhöhen, wenn der Schuldner unterhaltspflichtig ist oder Sozialleistungen bezieht. Bei verheirateten Paaren mit einem Kind, muss der Betrag auf 1479,99 Euro erhöht werden. Kommt noch ein Kind hinzu, liegt dieser Betrag sogar bei 1709,99 Euro. Dies geschieht aber nicht automatisch. Um diesen Pfändungsschutz zu genießen, muss die betroffene Person auf der Bank einen entsprechenden Antrag stellen, der bei einem bestehenden Konto auch genehmigt werden muss. Für jede unterhaltspflichtige Person muss ein Nachweis gebracht werden, der durch eine Schuldner- oder Insolvenzberatungsstelle bescheinigt sein muss.

Früher entschieden darüber noch die Gerichte im Einzelfall, dies hat sich allerdings mit der bereits angesprochenen Gesetzesreform erübrigt. Wer die entsprechenden Nachweise bringt, der kann auch das Kindergeld und weitere Sozialleistungen wie beispielsweise Schwerstbehindertenzulage, Pflegegeld oder Blindengeld schützen lassen, die eventuell erhalten werden. Auch wenn außerordentliche Bedürfnisse vorliegen – etwa aufgrund einer Erkrankung – kann dies geltend gemacht werden und sich auf den pfändbaren Betrag auswirken. Somit werden Personen, die sich in einem Zwangsvollstreckungsverfahren befinden, davor geschützt, das Sozialsystem nutzen zu müssen. Sollte das gepfändete Konto mit einem Dispokredit belastet sein, so wird dieser sehr wahrscheinlich von der Bank gekündigt. In diesem Fall sollte mit der Bank das Gespräch gesucht werden, damit eine für beide Seiten zufriedenstellende Lösung gefunden werden kann. Beispielsweise kann sich mit der Bank darauf geeinigt werden, dass der Betrag des Dispos in monatlichen Raten abgetragen wird.

Vergleich zu anderen Kontoarten

Ein P-Konto unterscheidet sich im Vergleich von einem Guthabenkonto und Girokonto eigentlich nicht, bis auf den Pfändungsschutz. Es kann genau wie mit einem Guthaben- oder Girokonto an den täglichen Bankgeschäften teilgenommen werden. Das bedeutet, dass auch weiterhin Überweisungen ausgeführt oder die Miete bargeldlos beglichen werden können. Auch kann in Geschäften, wie beispielsweise beim Einkauf, mit der Karte gezahlt werden. Der Unterschied besteht darin, dass bei einem Girokonto ein Dispokredit eingerichtet werden kann.

Ein Tagesgeldkonto hingegen ist eine Anlageart. Hierauf wird Geld gespart. Die Möglichkeit ein Tagesgeldkonto zu führen, hat ein Schuldner zwar während der Durchsetzung eines Zwangsvollstreckungsverfahren, allerdings kann das Tagesgeldkonto genau wie ein Festgeldkonto nicht in ein P-Konto verwandelt werden. Somit sind die Einlagen auf beiden Konten nicht vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Es ist also nicht möglich, während einer Pfändung auf der Bank etwas anzusparen. Es darf lediglich einmal im Monat ein Restguthaben auf dem P-Konto verbleiben, der in den nächsten Monat übernommen werden kann. Dieser Betrag muss in diesem Fall aber bis zum Ende des nächsten Monats abgehoben werden, sonst wird dieses Geld auch gepfändet.

Ein Kinderkonto kann nicht in ein P-Konto verwandelt werden, weil Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren nicht voll geschäftsfähig sind und hier nicht vollstreckt werden darf. Auch wenn beispielsweise ein Vollstreckungsverfahren gegen die Erziehungsberechtigten läuft, darf das Kinderkonto nicht gepfändet werden, da das Geld dem Kind gehört und nicht dem Schuldner. Es ist allerdings ein Trugschluss zu glauben, dass in diesem Fall einfach bestehendes Vermögen auf dem Konto der Kinder geparkt werden kann. Dies wird bei einer Pfändung bemerkt werden.

Ein Gemeinschaftskonto kann zwar gepfändet werden, allerdings nicht in ein P-Konto umgewandelt werden. Ist die Pfändung bereits vollzogen, wird es schwierig an dieses Geld schnell wieder heranzukommen. Es sei dann geraten, dass der Schuldner aus dem Gemeinschaftskonto aussteigt, ein separates Guthabenkonto eröffnet und dieses in ein P-Konto umwandelt. Somit sind die weiteren Inhaber des Gemeinschaftskontos geschützt.

Bei einem Depotkonto hingegen handelt es sich um ein Anlagekonto für den Aktienhandel. Etwaige Guthaben hierauf werden nicht vor dem Zugriff von Gläubigern geschützt. Auch ist eine Umwandlung in ein P-Konto nicht möglich.

Für wen eignet sich ein P-Konto?

Ein P-Konto wird immer dann erforderlich, wenn eine Kontopfändung vorliegt. Dies geschieht etwa, wenn Rechnungen über einen längeren Zeitraum nicht beglichen werden – aus welchen Gründen auch immer. Im Falle einer Pfändung sollte der Schuldner schnellstmöglich das Gespräch mit der Bank suchen, damit ein Pfändungsschutz für das bestehende Girokonto veranlasst werden kann. Die Banken sind in Deutschland per Gesetz dazu seit dem Jahr 2010 verpflichtet, diesen einzurichten. Dies gilt auch für Empfänger von Sozialleistungen. Diese sind auf einem normalen Girokonto ebenfalls nicht sicher vor einer Pfändung, solange kein entsprechender Nachweis darüber erbracht wird. Es ist aber dringend davon abzuraten, zu einer Bank zu gehen und sein bestehendes Girokonto unter Pfändungsschutz zu stellen, wenn dieser nicht benötigt wird. Es mag vielleicht verlockend klingen, für den Fall der Fälle geschützt zu sein. Allerdings wird der Antrag aus heiterem Himmel bei der Bank für Verwunderung sorgen und kann die zukünftige Bonität des Kunden gegenüber der Bank beeinflussen.

Wichtige Kriterien für den Vergleich

Im Normalfall wird das bestehende Girokonto in ein P-Konto umgewandelt. Es kann zu Schwierigkeiten kommen, wenn bei einer Neueröffnung gleich ein P-Konto beantragt wird und die Aufnahme als Kunde verweigert wird. Dieses Verhalten der Banken wird allerdings mit einem neuen Gesetz, das im Sommer 2016 in Kraft tritt, ausgehebelt. Dann sind alle Banken in Deutschland dazu verpflichtet, jeden Kunden zu akzeptieren – unabhängig von Bonität oder monatlichen Bezügen. Allerdings bieten mittlerweile fast alle Banken Guthabenkonten an, die ohne Schufa-Auskunft eröffnet werden können. Nach der Eröffnung kann dann gleich ein Pfändungsschutz beantragt werden, der nach dem geltenden Gesetz bereits jetzt nicht abgelehnt werden darf. Da sich die Kontofühungsgebühren und weiteren Konditionen nicht von denen eines normalen Guthabenkontos unterscheiden dürfen, macht ein Vergleich vor der Umwandlung in ein P-Konto durchaus Sinn.

Kosten

Für ein P-Konto fallen wie für ein Guthabenkonto in der Regel Gebühren an. Diese können sich von Bank zu Bank unterscheiden. Daher sei es hierbei angeraten, auch auf die Angebote der verschiedenen Banken zu achten. Hier können beachtliche Unterschiede liegen, die die Bank dann einfach einbehält, da die Gebühren nicht vom Pfändungsschutz betroffen sind. Einige Banken bieten sogar kostenlose Guthabenkonten an. Dies wirkt sich dann auch im Falle eines Pfändungsschutzes aus und in dieser Situation kann jeder einzelne Cent entscheidend sein.

Funktionen des P-Kontos

Von einem gängigen Guthabenkonto unterscheidet sich ein P-Konto normalerweise nicht. So ist es weiterhin möglich, eine Bankkarte zu besitzen, mit der Geld an einem Automaten abgehoben werden kann sowie im Supermarkt oder woanders Kartenzahlung mit Geheimnummer vorzunehmen. Zu beachten ist dabei, dass die Zahlung mit Unterschrift nicht möglich ist, da bei einer Zahlung mit Unterschrift das Konto nicht gleich belastet wird. Diese Funktion wird von den Banken schlicht nicht gewährt.

Prämie

In der Regel wird für die Eröffnung eines P-Konto keine Prämie gewährt, da diese Konten für die Banken mit Kosten in Verbindung stehen. Es kann allerdings natürlich zunächst ein Girokonto eröffnet werden, das später in ein P-Konto umgewandelt wird. Allerdings sei hierbei zu beachten, dass bei einem Girokonto in der Regel eine Schufa-Auskunft eingeholt wird und bei einer negativen Bonität nur ein Guthabenkonto gewährt wird. Die Angebote für reine Guthabenkonten beinhalten in der Regel ebenfalls keine Prämien. Dennoch kann sich diesbezüglich ein Vergleich lohnen.

Sicherheit

Da sich ein P-Konto in den Grundfunktionen nicht von denen eines Guthaben- oder Girokontos unterscheidet, sollten daran auch die gleichen Sicherheitsansprüche gestellt werden. Außer der Einlagesicherung – die aufgrund der Pfändung vernachlässigt werden kann – sollte beispielsweise beim Onlinebanking auf das Verfahren und die Verschlüsselung geachtet werden.

Zusatzangebote

Hier greift die gleiche Regel wie bei den Prämien. Für ein reines P-Konto werden in der Regel keine zusätzlichen Angebote bereitgehalten. Allerhöchstens kann der Inhaber über eine Debitorenkreditkarte verfügen, dies liegt aber im alleinigen Ermessen der Bank. Fragen diesbezüglich kostet aber nichts, da auch eine Debitkarte Vorteile mit sich bringen kann. In der Regel sind diese Karten aber an Gebühren gebunden.

Einsatzmöglichkeiten für ein P-Konto

Ein P-Konto kommt immer dann zum Einsatz, wenn gegen den Inhaber eines Girokontos ein Pfändungsbeschluss für das Konto ergeht. Auf Antrag wandelt die Bank das Girokonto in ein Guthabenkonto mit Pfändungsschutz um. Dazu sind die Banken per Gesetz verpflichtet.

Checkliste: So finden Sie das richtige P-Konto für sich

Wer auf die Einrichtung eines P-Kontos angewiesen ist, sollte sich auf dem Markt umschauen. Es gibt unterschiedliche Angebote von Banken. Auch kann bei einer Pfändung die Bank gewechselt werden. So kann beispielsweise zunächst ein Girokonto eröffnet werden, das schließlich in ein P-Konto umgewandelt wird. In der folgenden Übersicht haben wir für Sie zusammengefasst, worauf Sie bei der Wahl der Bank achten sollten.

  1. In welcher Höhe fallen Kontoführungsgebühren an? Diese können sich von Kreditinstitut zu Kreditinstitut unterscheiden.
  2. Welche Funktionen werden mir von welcher Bank in welchem Umfang noch zur Verfügung gestellt?
  3. Wie läuft die genaue Handhabung bankintern?
  4. Hält sich die Bank auch tatsächlich an alle vorgeschriebenen gesetzlichen Bestimmungen? Daran hapert es hin und wieder. Machen Sie im Fall der Fälle Ihren Banker darauf aufmerksam. Etwa wenn Sie einen Betrag von einen in den nächsten Monat übernehmen möchten.
  5. Gibt es auf dem Markt ein ansprechendes Angebot für meinen Fall?

Wie eröffne ich ein P-Konto?

Ein P-Konto wird in der Regel nicht eröffnet, sondern ein bestehendes Girokonto wird umgewandelt. Es kann allerdings auch ein P-Konto eröffnet werden, nur wird dies von manchen Banken verweigert. Geraten sei dann, ein Guthabenkonto zu eröffnen und dieses später umwandeln zu lassen. Zu dieser Umwandlung sind die Banken gesetzlich verpflichtet. Bis das Konto in ein P-Konto umgewandelt ist, sind ein paar Schritte nötig. Diese sind allerdings schnell erledigt.

  1. Suchen Sie sich eine Bank aus, der Sie vertrauen möchten, falls Sie diese noch nicht haben.
  2. Sprechen Sie mir Ihrem Bankberater und legen Sie ihm die Situation dar. Er wird Ihnen dann wahrscheinlich von selber anbieten, das bestehende Konto in ein P-Konto umwandeln zu lassen. Die Bank hat auch selber daran ein Interesse, dass Sie bald wieder ein zahlungskräftiger Kunde sind.
  3. Sie können ein P-Konto bei den Direktbanken auch online beantragen. Dazu müssen die entsprechenden Formulare ausgedruckt, ausgefüllt und unterschrieben eingereicht werden.
  4. Für den Fall, dass Sie Sozialleistungen empfangen, die gemeinsam mit dem Lohn oder Lohnersatzleistung über den pfändbaren Betrag hinausgehen, beispielsweise Blindengeld oder Schwerstbehindertenzulage, beantragen Sie, dass dieses Geld nicht gepfändet wird. Sozialleistungen dürfen zwar nicht gepfändet werden, dies muss aber gesondert beantragt werden. In der Regel reicht es laut Gesetz, den Bescheid darüber bei der Bank einzureichen, damit dies eingerichtet wird. Achten Sie darauf, denn häufig passieren dabei Fehler.
  5. Innerhalb von maximal 4 Geschäftstagen muss die Bank dann das bestehende Konto umwandeln und sie kommen in den Genuss des Pfändungsschutzes. Das bedeutet, dass eine alleinstehende Person nach dem geltenden Gesetz derzeit über 1073,88 Euro verfügen können muss. Dieser Betrag wird in der Regel an die Inflation und die Lohnentwicklung angepasst. Die nächste Anpassung ist für 2017 angesetzt.

Es ist also einiges zu beachten, um den Pfändungsschutz zu erhalten. Allem steht aber bevor: Sprechen Sie mit Ihrer Bank. Die Bankangestellten oder Service-Center der Direktbanken kennen sich mit den Vorgängen in der Regel aus und unterstützen die Kunden. Sie sind nach dem Gesetz dazu verpflichtet.

Fazit: Mit einem P-Konto sind sie weitestgehend geschützt

Wem die Pfändung des Kontos droht oder bei wem es bereits so weit gekommen ist, kommt also nicht umher, sein bestehendes Konto in ein P-Konto umwandeln zu lassen. Dies hat den Vorteil, dass dem Kunden ein monatliches Existenzminimum bleibt, mit dem er über die Runden kommt. Am besten ist es natürlich, es gar nicht erst soweit kommen zu lassen. Wer allerdings in der Schuldenfalle sitzt, dem wird so wenigstens ein Auskommen ermöglicht.

Fragen und Antworten

Wie kann man ein P-Konto einrichten?

Ein P-Konto an sich kann selber nicht eingerichtet werden. In der Regel wird auf Antrag ein bestehendes Giro- oder Guthabenkonto in ein Pfändungsschutzkonto umgewandelt. Die Banken sind dazu gesetzlich verpflichtet.

Wer darf die Bescheinigung für ein P-Konto ausstellen?

Um den Grundfreibetrag auf einem P-Konto zu erhöhen, etwa für eine Person der Sie gegenüber unterhaltspflichtig sind, muss eine Bescheinigung von einer anerkannten Schuldner- oder Insolvenzberatungsstelle vorgelegt werden. Sind Sie noch kein Klient in einer solchen Stelle, sollten Sie Kontakt aufnehmen und um eine Bescheinigung bitten. Die Stellen sind dazu nicht verpflichtet. Sollte die Ausstellung abgelehnt werden, sollten Sie sich dies schriftlich geben lassen. Dann kann vor der Vollstreckungsstelle durch Sie persönlich die Festsetzung eines höheren Freibetrags beantragt werden. Um Sozialleistungen vor der Pfändung zu schützen, reicht es aus, wenn Sie die entsprechenden Bescheide der Sozialkassen vorlegen.

Was kostet ein Pfändungsschutzkonto?

Ein P-Konto darf nicht mehr kosten als ein normales Girokonto, da dies gesetzlich vorgeschrieben ist.

Wie hoch ist der Freibetrag beim Pfändungsschutzkonto?

Der Freibetrag liegt derzeit bei 1073,88 Euro monatlich. Alles bis zu diesem Betrag darf bei einer alleinstehenden Person nicht gepfändet werden, wenn das Konto unter Pfändungsschutz steht. Dieser Betrag erhöht sich, wenn es Personen gibt, denen der Schuldner gegenüber unterhaltspflichtig ist. Bei verheirateten Paaren etwa erhöht sich der Betrag 1479,99. Ab dem zweiten Kind liegt der nicht-pfändbare Betrag bei bei 1709,99 Euro.

Wie lange dauert die Eröffnung eines P-Kontos?

Der Gesetzgeber sieht eine Frist von 4 Geschäftstagen vor, in der das bestehende Girokonto in ein P-Konto umgewandelt werden muss. Wird erst ein Guthabenkonto eröffnet das anschließend umgewandelt wird, kann sich die Einrichtung nach unserem Test etwas verzögern.

7 votes