• Donnerstag, 13. Dezember 2018

Guthabenkonto: Jeder sollte ein Konto haben dürfen

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Ein Leben ohne Girokonto ist im 21. Jahrhundert in Deutschland kaum noch vorstellbar. Gerade für Menschen mit einem Schufa-Eintrag oder einer negativen Bonität ist es allerdings schwer, ein richtiges Girokonto mit allen Vorzügen zu erhalten. Das ist gerade bei Bankhäusern der Fall, die zusätzlich zum Girokonto eine Kreditkarte anbieten. Lehnt die Bank einen Kunden aus diesem Grund ab, will sie nicht nur sich selber schützen, sondern auch den potentiellen Kunden vor einem noch tieferen Sog in den Schuldenstrudel. Allerdings ist es in der heutigen Zeit fast unmöglich, ein sorgenfreies Leben ohne ein Girokonto zu führen. Dies fängt bei Gehaltszahlungen an, führt über die Telefonrechnung bis hin zur Zahlung der Miete. All diese Geschäfte werden heute in der Regel bargeldlos erledigt. Für solche Fälle halten die Banken ein Jedermann-Konto bereit, umgangssprachlich auch Guthabenkonto genannt. In einigen Bundesländern ist ein solches Konto im Gesetz verankert und auch die meisten Banken in Deutschland haben sich dazu verpflichtet, auch Kunden mit negativer Bonität ein solches Konto zu eröffnen. Trotzdem kommt es damit in der Praxis immer wieder zu Schwierigkeiten. Vor kurzem ist nun allerdings in Deutschland eine EU-Richtlinie in geltendes Recht umgesetzt worden, so dass wirklich jeder – auch ohne festen Wohnsitz – einen Anspruch auf ein Guthabenkonto hat. In Kraft tritt dieses Gesetz im Sommer 2016. Damit auch Sie ein Guthabenkonto sorgenlos führen können, haben wir für Sie untersucht, welche Banken in Deutschland welches Guthabenkonto anbieten und diese nach einem ausführlichen Test für Sie verglichen.

Was ist ein Guthabenkonto?

In der Regel handelt es sich bei einem Guthabenkonto um ein Girokonto. Es wird wie bereits erwähnt, meistens Personen zur Verfügung gestellt, die negative Schufa-Einträge haben oder keine entsprechende Bonität vorweisen können. Wie der Name schon verrät, kann ein Guthabenkonto nicht überzogen werden. Der Inhaber eines solchen Kontos kann also nur über den Betrag verfügen, der auch tatsächlich auf dem Konto vorhanden ist. Für stark Verschuldete bietet es also den Vorteil, am Zahlungsverkehr teilzunehmen, ohne Gefahr zu laufen, noch tiefer in die Schuldenfalle zu tappen. Ein Dispokredit ist für dieses Konto nicht vorgesehen. Wie ein Girokonto auch, dient ein Guthabenkonto dazu, am täglichen Zahlungsverkehr teilzunehmen. Das bedeutet, es können Überweisungen und Daueraufträge ausgeführt, Geld am Automaten abgehoben oder am Lastschriftverkehr teilgenommen werden. Diese alltäglichen Dinge machen ein Leben ohne Girokonto heutzutage sehr umständlich. Auch das Gehalt wird darüber bezogen, wo früher noch am 1. des Monats die Lohntüte verteilt wurde.

Bevor eine Transaktion ausgeführt werden kann, muss sich allerdings Guthaben auf dem Konto befinden, was vorher einbezahlt wurde. Etwa durch Geldeingang oder eine Bareinzahlung. Ist das Konto nicht gedeckt, sprich ist nicht genügend Geld auf dem Konto, kann die Bank auch keine Aufträge ausführen. Bei manchen Banken ist ein Guthabenkonto auch mit hohen Gebühren verbunden. Ein Vergleich lohnt sich, da zum Beispiel einige Direktbanken diese Konten ohne oder zu sehr Führungsgebühren anbieten.

Die Vorteile des Guthabenkontos

Der glasklare Vorteil eines Guthabenkontos ist der, dass der Inhaber nicht ins Minus geraten kann. So werden auch keine Zinsen für einen etwaigen Überziehungskredit fällig. Auch bietet es den Vorteil, dass es eröffnet werden kann, falls ein normales Girokonto von der Bank abgelehnt wird – etwa aufgrund einer negativen Bonität. Bei der Eröffnung eines Guthabenkontos werden diese Faktoren nämlich nicht berücksichtigt. Dies gestattet es also auch Personen, die beispielsweise in der Privatinsolvenz stecken, ein Girokonto auf Guthabenbasis zu besitzen, um am allgemeinen Geschäftsleben teilzuhaben. Dies ist ohne ein Bankkonto in der heutigen Zeit nahezu unmöglich. Ein weiterer Vorteil in der Führung eines Guthabenkontos liegt in der Kostenkontrolle. Während bei einem normalen Girokonto in der Regel bei Kontostand Null nicht Schluss ist, kann bei einem Guthabenkonto auch nicht mehr ausgegeben werden, als sich darauf befindet. Auch ist es eine Möglichkeit für junge Menschen über ein Girokonto zu verfügen, die schlicht noch nicht über eine nötige Bonität für einen Dispokredit verfügen. Hinsichtlich der weiteren Funktionen, unterscheidet sich ein Guthabenkonto von einem Girokonto so gut wie überhaupt nicht. Lediglich ein Dispokredit wird nicht erteilt und auch eine Kreditkarte kann nicht ausgestellt werden – höchstens eine Debitkreditkarte. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass keine hohen Zinsen für die Inanspruchnahme eines Dispokredits anfallen können und jederzeit ein vollständiger Überblick über die Finanzen möglich ist.

Vergleich zu anderen Kontoarten

Ein reines Guthabenkonto ist in der Regel auch ein Girokonto. Der einzige Unterschied liegt darin begründet, dass es keinen Dispokredit gibt und auch sonstige Überziehungen durch die Bank schlicht nicht geduldet werden. Es gibt auch andere Kontenarten, die nur als Guthabenkonto geführt werden können. Beispielsweise das Tagesgeldkonto. Hier liegt allerdings der Unterschied dabei, dass auf ein Tagesgeldkonto im normalen Geschäftsverkehr nicht zugegriffen werden kann. Es ist also nicht möglich, etwa eine Überweisung von dort auszuführen. Es kann lediglich auf ein vorher vereinbartes Referenzkonto überwiesen werden. In der Regel ist dies ein Girokonto. Beim Festgeldkonto hingegen kann auf die angelegte Laufzeit nicht auf das Geld zugegriffen werden, wenngleich ein Festgeldkonto auch immer ein Guthabenkonto ist. Auch das Gemeinschaftskonto kann als Guthabenkonto geführt werden.

Ein Kinderkonto ist in der Regel ein reines Guthabenkonto, dass allerdings speziell für Kinder ist. Hierbei haben die Erziehungsberechtigten ein Zugriffsrecht, dass sie allerdings nicht ausnutzen dürfen. Lediglich zum Wohle des Kindes darf von einem Elternteil Geld entnommen werden.

Ein Guthabenkonto lässt sich auch in ein P-Konto umwandeln. Wobei P in diesem Falle für Pfändungsschutz steht. Dies ist dann für einen Bankkunden notwendig, wenn er in die Schuldenfalle gerät und ein Pfändungsbeschluss gegen ihn vorliegt. Ein Pfändungsschutzkonto bietet den Vorteil, dass ein gewisser Betrag pro Monat nicht gepfändet werden darf. Dieser liegt derzeit bei rund 1000 Euro im Monat und muss dem Schuldner zum Bestreiten seines Lebensunterhaltes belassen werden. Ein Depotkonto hingegen wird in der Regel für Aktiengeschäfte genutzt. Auch kann es im Unterschied zu einem Guthabenkonto ins Minus rutschen.

Für wen eignet sich ein Guthabenkonto?

Nicht für jeden eignet sich ein Guthabenkonto. Da es lediglich auf Guthabenbasis geführt werden kann, besteht wenig Flexibilität. Ein spontanes Ausschöpfen eines Dispokredits ist nicht möglich. Es engt sehr ein. Für manche Personen ist es aber hingegen die einzige Möglichkeit, um überhaupt über ein Konto verfügen zu können. Ein Guthabenkonto bietet sich vor allen Dingen für Personen an, die über negative Schufa-Einträge verfügen oder keine entsprechende Bonität für ein normales Girokonto vorweisen können. Schließlich ist in der heutigen Geschäftswelt ein Überleben ohne Girokonto fast unmöglich.

Auch kann es von Personen genutzt werden, die über einen besseren Überblick über ihre Finanzen haben wollen. Da nur über das Guthaben auf dem Konto verfügt werden kann, kann auch nicht mehr ausgegeben werden als da ist. Gerade für Jugendliche bietet es sich an. Es kann hier auch einen erzieherischen Effekt haben, wenn die Eltern dem Nachwuchs ein Guthabenkonto einrichten. So lernt er frühzeitig den Umgang im Finanzgeschäft kennen und auch, dass finanzielle Ressourcen nicht unerschöpflich sind.

Wichtige Kriterien für den Vergleich

Bevor sich für ein Guthabenkonto entschieden wird, sollte unter den Bankhäusern verglichen werden, wo das beste Angebot zu bekommen ist. Hier gibt es wesentliche Unterschiede. Gerade was Kontoführungsgebühren angeht unterscheiden sich hier die Kreditinstitute. Es gibt allerdings bisher kaum Kreditinstitute, die ein Guthabenkonto ohne Kontoführungsgebühren anbieten. Ein genaues Hingucken ist lohnend. Vergleichen Sie die Angebote.

Kosten

In der Regel werden für ein Guthabenkonto Kontoführungsgebühren verlangt. Das ist erst recht der Fall, wenn negative Schufa-Einträge vorliegen. Die Eröffnung hingegen ist wie bei einem Girokonto in der Regel gratis. Die Führungsgebühren erklären sich aus der Tatsache heraus, dass nicht zu erwarten ist, dass der Kunde viel Geld hat. So dass die Bank eine Gebühr nehmen muss, um die Kosten zu decken. Begründet wird dies auch damit, dass es häufiger zu Rückbuchungen kommt, die Geld kosten. Ist die Bonität hingegen gut, kann ein genaues Hingucken hier lohnen, wenn man lediglich ein Guthabenkonto haben möchte.

Funktionen

Bei den Funktionen eines Guthabenkontos gibt es in der Regel keinen Unterschied zum Girokonto. Lediglich ein Dispokredit kann nicht in Anspruch genommen werden und auch sonst werden keinerlei Überziehungen durch die Banken geduldet. Die Aufträge werden schlicht nicht ausgeführt. Auch wird in der Regel keine an das Konto angeschlossene Kreditkarte ausgestellt. Einige wenige Banken bieten eine Debitkreditkarte an, die auch ausgestellt werden kann, wenn die Bonität schlecht ist.

Prämie

Für die Einrichtung eines Guthabenkontos wird in der Regel keine Prämie gewährt, wenn eine negative Schufa oder Bonität vorliegt. Liegt dies bei der Eröffnung allerdings nicht vor, kann ein Girokonto auch zunächst als normales Girokonto eröffnet werden und der Dispokredit beispielsweise gekündigt und die Kreditkarte nicht in Anspruch genommen werden. So können Sie auch bei einem Guthabenkonto von den Prämien profitieren, die von Bank zu Bank verschieden sein können. Im schlimmsten Falle würde hier auf einige hundert Euro verzichtet werden. Gutes Geld also.

Sicherheit

Gerade auf Sicherheit sollte geachtet werden, egal was für ein Konto eröffnet wird. Da ein Guthabenkonto in der Regel als Girokonto eröffnet wird, kann auch Onlinebanking betrieben werden. Hier ist drauf zu achten, dass beispielsweise eine gute Verschlüsselung genutzt wird, damit Ihre Daten und das Guthaben vor dem Zugriff Fremder geschützt ist. Bei der Eröffnung hingegen schützen sich natürlich die Banken so gut es geht. Ohne Ausweis ist in der Filiale nichts zu machen. Beantragt der Kunde die Eröffnung des Kontos über die Webseite, wird in der Regel auf das Postident- oder Videoidentverfahren zurückgegriffen.

Zusatzangebote

Während bei einem Girokonto beispielsweise zusätzlich Kreditkarten angeboten werden, ist dies bei reinen Guthabenkonten eher selten der Fall. Wenn eine Kreditkarte angeboten wird, handelt es sich in der Regel um eine Debitkarte, bei der auch nur über das Guthaben verfügt werden kann. Dies bietet sich natürlich gerade im Urlaub an. Meist kosten diese Debitkarten allerdings Gebühren. Wer über keine negative Bonität verfügt, aber trotzdem sein Girokonto auf Guthabenbasis führen möchte, kann natürlich von den gängigen Zusatzangeboten, wie beispielsweise einer richtigen kostenlosen Kreditkarte profitieren.

Einsatzmöglichkeiten für ein Guthabenkonto

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wofür sich ein Guthabenkonto anbietet. Etwa wenn eine negative Bonität besteht. Dann kann trotz Schufa-Einträgen über ein Girokonto verfügt werden. Dies ist in der heutigen Zeit nahezu unumgänglich geworden, da fast sämtlicher Zahlungsverkehr über Banken läuft. Das fängt bei der Lohnzahlung an, geht über die Miete bis hin zum Bezahlen des Einkaufs an der Supermarktkasse mit der Girocard.

Zusätzlich kann das Angebot der Banken natürlich auch von Kunden genutzt werden, die absichtlich auf einen Dispokredit verzichten möchten. Ein Dispokredit hat in der Regel immer sehr hohe Zinsen. Wer gezielte Ausgaben hat, kann diese besser über einen Ratenkredit mit niedrigeren Zinsen abzahlen, als diese durch den Dispokredit zwischen zu finanzieren. Ein weiterer Grund kann die bessere Übersicht über die eigenen Finanzen sein. Wem es schwer fällt mit Geld umzugehen, der läuft Gefahr, bei einem Girokonto mit Dispokredit immer am Limit zu liegen. Das sind natürlich für die Banken die besten Kunden, denn an ihnen wird kräftig verdient.

Auch für Kinder- und Jugendliche bietet das Guthabenkonto eine gute Möglichkeit, um sich in den Alltag des Bankgeschäfts hineinzufinden. Da Konten für Kinder- und Jugendliche sowieso in der Regel nur als Guthabenkonten eröffnet werden können, können Erziehungsberechtigte ihren Kindern so die Chance eröffnen, schon frühzeitig für den Finanzmarkt gewappnet zu sein.

So finden Sie das beste Guthabenkonto

Bei der Auswahl des richtigen Bankhauses für sein Guthabenkonto können mehrere Punkte entscheidend sein. Ist etwa die Tatsache gegeben, dass die Eröffnung eines normalen Girokontos aufgrund einer negativen Bonität nicht möglich ist, lohnt sich ein Gang in die nächste Filialbank. Sobald allerdings das gesetzliche Recht im Sommer in kraft tritt, dass jeder ein Recht auf ein Konto hat, egal was er für Voraussetzungen mitbringt, müssen auch Direktbanken ab 1. Juni 2016 die Möglichkeit anbieten, problemlos ein Guthabenkonto zu eröffnen. In der Praxis hapert es derzeit manchmal noch an der Umsetzung. Im folgenden wollen wir Ihnen aufzeigen, was bei der Wahl der richtigen Bank zu berücksichtigen ist:

  1. Was für Kosten entstehen bei der Eröffnung und wie hoch sind die Kontoführungsgebühren?
  2. Was für zusätzliche Angebote hält die Bank bereit? Gibt es beispielsweise eine Debitkreditkarte dazu und was kostet diese?
  3. Hat die Bank eventuell ein Prämienangebot parat, auch wenn es sich um ein reines Guthabenkonto handelt?
  4. Was für Schutzmechanismen gibt es bzgl. Onlinebanking in Sachen Daten?

Wie eröffne ich ein Guthabenkonto?

Ein Guthabenkonto zu eröffnen unterscheidet sich nicht großartig von der Eröffnung eines Girokontos, denn im Prinzip handelt es sich um die gleiche Kontoart. Bei einem Guthabenkonto wird allerdings kein Dispokredit gewährt und auch eine richtige Kreditkarte gibt es nicht.

  1. Wenn Sie sich entschlossen haben ein Guthabenkonto zu eröffnen, machen Sie sich darüber schlau was der Markt hergibt. Ein Vergleich unter den Anbietern lohnt sich vor allen Dingen in Sachen Kontoführungsgebühren.
  2. Stellen Sie den Antrag. Gehen Sie dafür entweder in eine Filialbank und beantragen Sie bei einem Bankangestellten das Konto. Wenn Sie es online machen möchten, besuchen Sie einfach die Webseite der Bank und laden Sie sich die Unterlagen zur Eröffnung herunter.
  3. Wählen Sie die Leistungen aus, die Sie in Anspruch nehmen möchten. Manche Banken bieten beispielsweise eine Debitkreditkarte an. Das ist eine Kreditkarte auf Guthabenbasis. Diese kann vor allen Dingen bei Urlaubsaufenthalten im Ausland praktisch sein.
  4. Nach dem die Anträge ausgefüllt sind und die Leistungen ausgewählt wurden, müssen Sie sich noch identifizieren. In der Filialbank ist dafür in der Regel der Personalausweis ausreichend. Internetbanken bieten das Postident- und manche mittlerweile auch das Videoidentverfahren an.
  5. Freuen Sie sich auf Ihr neues Konto, das Ihnen bald zur Verfügung steht.

Viel muss also nicht getan werden, um an ein Guthabenkonto zu kommen. Der klare Vorteil liegt auch dabei, dass keine Schufaabfrage nötig ist, da das Konto lediglich im Plus geführt wird und es keinen Verfügungsrahmen über das Guthaben hinaus gibt.

Fazit: In der Ruhe liegt die Kraft

Suchen Sie geduldig nach der passenden Bank. Das Guthabenkonto ist vor allem für diejenigen praktisch, denen ein normales Girokonto verwehrt wird. So kann trotz negativer Schufaeinträge am normalen Geschäftsverkehr teilgenommen werden. Dies ist in der heutigen Zeit nahezu unumgänglich und ohne Konto hat man es schon wesentlich schwerer. Bevor Sie sich für eine Bank entscheiden, bei der das Guthabenkonto angelegt werden soll, vergleichen Sie in Ruhe die Angebote. Oftmals werden Angebote erst beim genauen Hinschauen erkannt. Es geht schließlich um Ihr Geld das hier verwaltet wird.

Fragen und Antworten

Wie funktioniert ein Guthabenkonto?

Wie der Name schon sagt, funktioniert ein Guthabenkonto auf der Basis von Guthaben. Nur nach einer Einzahlung oder einem Geldeingang kann über Geld verfügt werden. Der Rest ist in der Regel wie bei einem normalen Girokonto. So kann am Geldautomaten abgehoben werden oder normale Überweisungen getätigt werden. Auch ein bargeldloses Zahlen an der Supermarktkasse gehört dazu. Oftmals gibt es auch eine Debitkreditkarte, die analog zum Konto nur mit Guthaben funktioniert. Auch diese gibt es ohne Schufa-Auskunft dazu.

Kann jeder ein Guthabenkonto eröffnen?

Seit der Umsetzung der EU-Richtlinie, die im Sommer 2016 in Deutschland Gesetz wird, muss jede Bank einem Kunden ein Guthabenkonto anbieten. Vorher gab es eine Absprache unter den Banken, dass dies sowieso geschehen soll, da dies bis zur Privatisierung der Post 1995 gesetzlich geregelt war. Allerdings kam es in der Praxis immer wieder zu Abweichungen, so dass eben nicht jeder Kunde ein solches Konto eröffnen konnte.

Ist es möglich, das Guthabenkonto in ein normales Girokonto umzuwandeln?

Ein Guthabenkonto kann natürlich auch in ein Girokonto umgewandelt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass keine negativen Schufaeinträge bestehen und auch sonst eine positive Bonität über die Auskunfteien bescheinigt wird. Die Bank wird in diesem Falle aber nicht nur die Schufaeinträge und Bonität berücksichtigen, sondern auch auf die Kontoführung in der Vergangenheit achten. Gibt es regelmäßig Rücklastschriften, weil das Konto nicht gedeckt war, kann es hier Probleme geben. Dann sollte allerdings über einen Wechsel der Bank nachgedacht werden.

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