• Freitag, 17. August 2018

Kinderkonto: Den Nachwuchs für die Finanzwelt wappnen

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In der heutigen Finanzwelt geht eigentlich nichts mehr ohne Konto. Daher ist es wichtig, dass auch der Nachwuchs frühzeitig den Umgang mit Geld lernt, damit die Kleinen auf den Lebensalltag vorbereitet werden. Viele Eltern eröffnen daher für Sohnemann oder Tochter bereits in frühen Jahren ein Konto, um so auch ein Finanzpolster aufzubauen. Etwa für den Führerschein oder ähnliches. Dafür gibt es das sogenannte Kinderkonto – in der Praxis auch häufig als Jugendkonto, Schülerkonto oder Azubi-Konto bezeichnet. Die Banken in Deutschland zeigen sich bei den Wortschöpfungen sehr kreativ. Egal wie dieses Konto letztendlich geführt wird – als Girokonto, Tagesgeldkonto, Festgeldkonto oder ähnliches – haben sie doch eins gemein: Sie sind meistens kostenlos und bieten eine wesentlich höhere Verzinsung als beispielsweise das fast ausgediente Sparbuch. Wir haben uns auf dem Markt umgeschaut, einen Test zu jedem Angebot erstellt und zeigen Ihnen, woran Sie das passende Kinderkonto für Ihren Nachwuchs erkennen.

Was ist ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto kann in verschiedenen Variationen geführt werden. Es kann als Festanlage dienen, etwa in Form eines Festgeldkontos und kann meist schon direkt nach der Geburt angelegt werden. So können finanzielle Rücklagen für den Nachwuchs gebildet werden – für spätere Anschaffungen wie Führerschein oder ein eigenes Auto. Früher wurde dafür meist ein Sparbuch angelegt. Dies ist allerdings heute aufgrund der sehr niedrigen Zinsen kaum noch attraktiv. Ein Kinderkonto kann aber auch als Girokonto angelegt werden, was wohl die häufigste Form in Deutschland ist. Eine richtige Altersgrenze, ab wann ein Kind ein Konto besitzen darf ,gibt es nach dem Gesetzgeber nicht. Häufig bieten Banken ein Kinderkonto als Girokonto aber erst ab einem bestimmten Alter an. Beispielsweise ab dem 7. Lebensjahr, wenn ein Kind beschränkt Geschäftsfähig wird. Natürlich nicht ohne Einwilligung der Erziehungsberechtigten. Dabei verfügt das Girokonto für den Nachwuchs meist über fast die identischen Funktionen wie ein normales Girokonto – abgesehen natürlich von Überziehungskredit oder einer echten Kreditkarte. In der Regel ist dieses Konto auch kostenlos, so dass keine Kontoführungsgebühren anfallen. Schließlich wollen die Banken den Nachwuchs ja auch binden. Häufig wird dieses Girokonto dann dafür genutzt, um dem Kind darauf sein Taschengeld zu überweisen. Zusätzlich erhalten auch Großeltern oder Paten so eine weitere Möglichkeit, dem Kind finanzielle Zuwendungen zukommen zu lassen.

Die Vorteile des Kinderkontos

Das Kinderkonto wird wie bereits erwähnt stets auf Guthabenbasis geführt, da ein Kind nicht über die entsprechende Bonität verfügt und sonst in die Schuldenfalle geraten könnte. So kann auch nur ausgegeben werden, was vorhanden ist und es tritt ein erzieherischer Nebeneffekt ein. Beispielweise wenn so das Taschengeld verwaltet wird und auf größere Anschaffungen gespart wird. Mit relativ kleinen Beträgen wird so das Bankgeschäft erlernt. Dabei behalten natürlich die Erziehungsberechtigten immer die Oberhand. Sie legen dabei fest, welche Funktionen der Nachwuchs nutzen darf und in welchem Umfang. Das kann beispielsweise ein monatlicher festgesetzter Betrag sein, der höchstens vom Konto abgehoben werden darf. Hinzu kommt noch der Vorteil, dass die Zinsen in der Regel bei einem Kinderkonto im Vergleich zu normalen Girokonten oder Sparbüchern relativ hoch ausfallen. Hier sei allerdings geraten, die Angebote untereinander genau zu vergleichen. Manche Banken zahlen gar keine Zinsen, andere wiederum bis zu fünf Prozent. Gutes Geld also, was dem Filius unter Umständen durch die Lappen gehen könnte.

Vergleich zu anderen Kontenarten

Ein Kinderkonto kann in einigen Varianten geführt werden. Wie beschrieben, ist dies meistens ein Girokonto, damit der Nachwuchs bereits frühzeitig auf die Finanzwelt vorbereitet wird und den Umgang mit Geld erlernt. Natürlich kann ein Kinderkonto auch als Tagesgeldkonto geführt werden. Das bietet unter anderem den Vorteil, dass das Kind das Geld nicht selbständig ausgeben kann – vorausgesetzt das Referenzkonto dafür liegt bei einem Erziehungsberechtigen oder Verwandten wie beispielsweise Großeltern oder Paten. Das Referenzkonto kann allerdings auch in der Verwaltung des Kindes liegen, so dass es auch über die Finanzen des Tagesgeldkontos verfügen kann. Um darüber Kontrolle zu behalten, kann allerdings beispielsweise der monatliche Betrag, den das Kind vom Girokonto abheben kann, begrenzt werden. Dafür haben die Erziehungsberechtigten unter anderem ein Verfügungsrecht über das Konto.

Ein Kinderkonto ist vom Prinzip her auch ein Pfändungsschutzkonto, da Gelder von Kindern in Deutschland nicht gepfändet werden dürfen – worunter beispielsweise auch das Kindergeld fällt. Das ist im Falle einer Pfändung natürlich kein Freibrief um schnell noch sämtliches Geld auf das Konto des Kindes zu überweisen. Es ist aus dem Grund nicht pfändbar, weil Eltern für ihre Kinder haften und nicht umgekehrt. Das Kind wird hier rechtlich geschützt, auch weil bis zum 18. Lebensjahr keine uneingeschränkte Geschäftsfähigkeit vorliegt. Danach kann allerdings natürlich auch ein Kinderkonto gepfändet werden, wenn gegen den Inhaber persönlich ein Pfändungsbeschluss vorliegt.

Im Gegensatz zum Festgeldkonto ist ein Kinderkonto in der Regel ein Girokonto mit beschränkten Funktionen. Beim Festgeldkonto kann nicht über das angelegte Geld verfügt werden, weil es auf einen bestimmten Zeitraum hin angelegt ist. Wenngleich ein Festgeldkonto auch für Kinder angelegt werden kann.

Im Bezug auf ein Guthabenkonto besteht eigentlich überhaupt kein Unterschied, außer dass keine echten Kreditkarten an Kinder verteilt werden. Ein Kinderkonto ist immer auch ein Guthabenkonto.

Ein Depotkonto kann auch für Kinder von den Eltern angelegt werden. Etwa wenn Fondssparen für eine spätere Ausbildung angestrebt wird. Der Vorteil liegt dabei, dass auch der Sparerpauschbetrag des Kindes ausgenutzt werden kann. Ausschüttungen und Gewinne aus Verkäufen bleiben so bis zu einem Betrag von aktuell 801 Euro steuerfrei. Dies kann durch einen entsprechenden Freistellungsantrag bei der Bank direkt in Auftrag gegeben werden.

Für wen eignet sich ein Kinderkonto?

Wie der Name vornehmlich ausdrückt, eignet sich ein Kinderkonto hauptsächlich für Kinder. Viele Banken allerdings bieten diese Kontenart auch für Schüler, Studenten und Azubis an. Es fallen dabei auch keine Kontoführungsgebühren an. Ein Kinderkonto eignet sich dann am besten, wenn beispielsweise die Eltern einen gewissen Betrag im Monat für das Kind sparen möchten oder wenn das Kind ins Bankgeschäft eingeführt werden soll. Es kann zum Beispiel jeden Monat das Taschengeld überwiesen, anstatt bar ausgezahlt werden. So kann der Nachwuchs selbständig darüber verfügen und lernt den Umgang mit dem Girokonto. Auch kann so monatlich ein Betrag von Oma und Opa oder den Paten als Taschengeld gezahlt werden. Darüber hinaus können auch Sparfüchse in Sachen Steuern vom Kinderkonto profitieren, denn auch Kinder haben einen Sparerfreibetrag, wenn sie etwa Kapitalerträge aus Zinsen haben.

Wichtige Kriterien für den Vergleich

Da sich die Anzahl der Angebote für ein Kinderkonto kaum von der Anzahl der Banken auf dem Markt unterscheidet, lohnt sich ein genauer Blick darauf. Oftmals weichen beispielsweise die Höhe der Zinsen stark voneinander ab. Während manche Bank keine oder kaum welche auf das Kinderkonto zahlt, bieten andere Banken bereitwillig teilweise bis zu 5 Prozent an. In der heutigen Zeit von starken Zinsschwankungen und Niedrig-Angeboten sollte dies Beachtung finden. Es ist schließlich bares Geld, was dem Kind sonst durch die Lappen gehen könnte. Um sich für ein Kinderkonto zu entscheiden, sollten die folgenden Punkte bedacht und berücksichtigt werden.

Kosten

Normalerweise sollte ein Kinderkonto ohne Kontoführungsgebühren angeboten werden. Dies ist eigentlich auch die Regel bei Banken, schließlich wollen die Geldhäuser die Kunden langfristig an sich binden. Ebenfalls sollten keine Gebühren für Überweisungen oder Abhebungen anfallen.

Funktionen

Was die Funktionen des Kindergeldkontos angeht, sollten sich diese nicht großartig von einem Girokonto unterscheiden. Natürlich bis auf die Bewilligung eines Dispokredits und der Bereitstellung einer Kreditkarte. In der Regel verfügt das Kinderkonto ansonsten aber über die gleichen Funktionen. Es kann am Geldautomaten abgehoben werden oder Geld überwiesen werden. Auch besteht die Möglichkeit es so einstellen zu lassen, dass der Nachwuchs beispielsweise bargeldlos im Supermarkt bezahlen kann. Manche Banken bieten hinzu auch eine Debitkreditkarte an, die nur auf Guthabenbasis funktioniert.

Prämie

Da auch Banken stets daran Interesse haben, ihren Kundenstamm auszubauen, locken viele Geldhäuser mit Prämien für ein Kinderkonto. Dies kann beispielsweise ein Startguthaben sein, dass bei Eröffnung auf dem Konto zur Verfügung gestellt wird. Vor allen Direktbanken tun sich dabei hervor, die auch oftmals die höheren Zinsen zahlen. Da Eltern immer auch ihr Einverständnis zur Kontoeröffnung geben müssen, sollten sie hierbei darauf achten, was dem Kind geboten wird. Ein genauer Vergleich unter den Banken kann sich durchaus lohnen. Im schlimmsten Fall geht hier Geld flöten.

Sicherheit

Ein wesentlicher Aspekt ist die Sicherheit bei einer Geldanlage. So sollte darauf geachtet werden, falls das Konto bei einer Direktbank angelegt wird, dass diese auch innerhalb der Europäischen Union beheimatet ist – am besten in Deutschland. Dann greift die Einlagensicherung und das angesparte Geld des Kindes ist im Falle einer Bankenpleite nicht futsch. Auch wenn Onlinebanking für den Nachwuchs mit im Angebot ist, sollte hier auf die Sicherheit geachtet werden.

Zusatzangebote

Bevor sich für eine Bank entschieden wird, sollten ebenfalls die Zusatzangebote unter die Lupe genommen werden. Manche Geldhäuser bieten beispielsweise auch eine Debitkreditkarte für den Nachwuchs an. Allerdings meist erst ab einem bestimmten Alter. In der Regel ab 14 Jahren. Zum Teil gibt es diese umsonst. Genau hinsehen lohnt sich also.

Einsatzmöglichkeiten für ein Kinderkonto und Alternativen

Die Eröffnung eines Kinderkontos kann aus vielerlei Gründen erfolgen. Nicht selten soll so der Nachwuchs in die Finanz- und Bankenwelt eingeführt werden, die heute einfach zum normalen Leben dazugehört. Prinzipiell gesehen benötigt jeder ein Konto und anhand eines Kinderkontos kann schon mit jungen Jahren der Umgang erlernt werden.

Darüber hinaus gibt es auch noch die Möglichkeit der Geldanlage und Sparkonten für Kinder. Als Beispiel sei hier das Tagesgeldkonto aufgeführt. Darauf kann in regelmäßigen oder auch unregelmäßigen Abständen Geld einbezahlt werden. Der glasklare Vorteil: Das Geld ist sowohl für das Kind als auch für die Eltern (etwa bei einer Neuanschaffung für das Kind) jederzeit verfügbar und wird obendrein auch noch attraktiv verzinst.

Auch kann für ein Kind beispielsweise ein Festgeldkonto eröffnet werden. Diese werden in der Regel auch noch attraktiver als das Tagesgeld verzinst. Sie haben allerdings den Nachteil, dass nicht frei über das Geld verfügt werden kann, sondern erst nach Ablauf der festgelegten Frist in der das Geld fest angelegt ist.

So finden Sie das beste Kinderkonto

Bevor die Entscheidung für das entsprechende Kinderkonto fällt, sollten die Angebote der Banken untereinander abgeglichen werden. So kann unter Umständen ein wesentlicher Vorteil für den Nachwuchs rausgeholt werden. Natürlich kommt es auch auf die Anlageart an. Soll es ein Girokonto oder ein Tagesgeldkonto für Kinder sein? Wir haben das wesentliche für Sie zusammengefasst.

  1. Was für ein Kinderkonto bietet die Bank an?
  2. Wie hoch ist der Zins auf das Kinderkonto und kann eventuell zusätzlich ein Tagesgeldkonto angelegt werden?
  3. Bis wann gilt diese Zinsbindung und bis zu welchem Betrag?
  4. Werden Kontoführungsgebühren erhoben?
  5. Welche Funktionen bietet das Konto (Karte für den Geldautomaten, Debitkreditkarte etc.)?

Wie wird ein Kinderkonto eröffnet?

Ist der Entschluss zur Eröffnung eines Kinderkontos gefallen, um etwa den Nachwuchs an den Umgang mit den Finanzen zu gewöhnen, ist es bis zur Umsetzung eigentlich nicht mehr weit. Dann kann der Nachwuchs demnächst eigenständiger handeln und lernt es, für sich selber Verantwortung zu übernehmen.

  1. Überblicken Sie den Markt und schauen Sie nach geeigneten Angeboten. Fast jede Bank bietet heutzutage ein Produkt für Kinder oder Jugendliche an. Diese unterscheiden sich in der Regel. Ein genauer Vergleich lohnt sich.
  2. Sobald die Entscheidung für eine Bank gefallen ist, können Sie das Konto eröffnen. Gehen Sie dafür entweder auf die Webseite der Direktbank und füllen Sie die Unterlagen aus und laden sie herunter. Anschließend noch die Unterschrift hinzu und in die Post. Möchten Sie, dass Ihr Nachwuchs lieber in einer vor Ort ansässigen Bank zunächst Kunde wird, gehen Sie gemeinsam mit ihm in die Filiale. Die Angestellten vor Ort sind in der Regel auf solche Besuche eingestellt.
  3. Wird das Konto über das Internet eröffnet, ist eine Identifikation notwendig. Meist erfolgt dies über das Postident- oder das Videoidentverfahren, bei dem anhand des Personal- und Kinderausweises die Identitäten der Erziehungsberechtigen und des Kindes festgestellt werden. In der Bank legen Sie einfach die Ausweise vor.
  4. Nachdem der Antrag bearbeitet und die Identität geprüft wurde, wird die Bank in der Regel das Konto für das Kind sofort eröffnen. Die zugehörige Bankkarte und die Geheimnummer werden in den nächsten Wochen per Post voneinander getrennt zugestellt.

Fazit: Achten Sie auf Angebote

Sie sehen also, es gibt auch bei der Eröffnung eines Kinderkontos jede Menge Einzelheiten zu beachten. Wer sich allerdings genau schlau macht über die Preis-Leistungs-Verhältnisse der Bank, kann nicht nur Geld sparen, sondern gegebenenfalls auch von Prämien und Zusatzangeboten profitieren. Letztendlich sollte eine Entscheidung aber auch in der Hinsicht getroffen werden, bei welcher Bank Sie sich am wohlsten und besten betreut fühlen. Es dreht sich hier immer noch um Geldgeschäfte und da sollte nicht einfach blind vertraut werden.

Fragen und Antworten

Was ist ein Kinderkonto?

Ein Kinderkonto ist in der Regel ein ganz normales Girokonto, das allerdings speziell für Kinder eingerichtet wird. Es verfügt über keinen Dispokredit, da Kinder keine Bonität besitzen. Sie haben schlicht noch kein Gehalt oder ein Vermögen, das als Sicherheit dienen kann. Dies bedeutet also, dass ein Kinderkonto nur auf Guthabenbasis geführt werden kann. Es sei aber auch dahingestellt, ob ein Dispokredit für ein bspw. achtjähriges Kind überhaupt ratsam wäre. Das Kind kann so schon im frühen Alter an die Abwicklung von Finanzgeschäften gewöhnt werden.

Ab wie vielen Jahren kann ein Kinderkonto eröffnet werden?

Ein gesetzlich vorgeschriebenes Mindestalter gibt es nicht. Ohne die Eltern, die Erziehungsberechtigen oder einen Vormund allerdings kann ein Kind kein Konto eröffnen. In der Regel bieten Banken ein Kinderkonto als Girokonto frühestens mit dem Erreichen des 7. Lebensjahres an, da dann eine beschränkte Geschäftsfähigkeit vorliegt.

Kann ein Erziehungsberechtigter die Funktionen des Kontos einschränken?

Bereits bei der Eröffnung des Kontos wird von den Eltern bestimmt, was das Kind für Funktionen des Girokontos nutzen darf. Es wird darüber entschieden, ob der Nachwuchs selbstverantwortlich über das Guthaben verfügen darf und beispielsweise eine Girokarte oder Debitkarte erhält. Oft bieten die Banken auch an, dass je Monat nur ein gewisser maximaler Betrag vom Konto abgehoben werden darf.

Was passiert, wenn das Kind volljährig wird?

Mit erreichen des 18. Lebensjahres wird das Kind voll geschäftsfähig. Die Kontovollmacht erlischt dann auch über Nacht zum Geburtstag und der Nachwuchs ist selber für sein Konto verantwortlich. Meistens läuft das Kinderkonto dann aus und kann in ein normales Girokonto überführt werden. Die Bank wendet sich in diesem Fall rechtzeitig an seine Kunden. Viele Banken halten für junge Erwachsene dann noch weitere Angebote parat – etwa für Auszubildende, Schüler oder Studenten.

Wer versteuert ein Kinderkonto?

Wenn das Kinderkonto Zinserträge abwirft, unterliegen diese auch der Abgeltungssteuer. Das Kind muss also, obwohl es noch minderjährig ist, Steuern zahlen. Diese werden in der Regel direkt von der Bank an das Finanzamt abgeführt. Es sollte allerdings beachtet werden, dass derjenige der Steuern zahlt, auch jährliche Freibeträge pro Jahr hat. Aktuell liegt der Sparerfreibetrag bei 801 Euro. Das bedeutet also, dass die ersten 801 Euro aus Zinserträgen steuerfrei sind. Daher sollte gleich mit der Eröffnung des Kontos auf den Namen des Kindes der Freistellungsantrag gestellt werden. Wer jetzt allerdings denkt, dass er so Geld am Finanzamt vorbeischleusen kann, der sollte sich hüten. Sie können nicht einfach Geld auf den Namen des Kindes anlegen und später darüber verfügen. Wird das Geld auf dem Konto des Kindes angelegt, gehört es auch dem Kind. Eine Entnahme durch die Eltern ist nur zulässig, wenn es für das Wohl des Kindes bestimmt ist. Sollten Sie dennoch darüber verfügen wollen, kann das Finanzamt sehr unangenehme Fragen stellen und wertet es im schlimmsten Fall als Steuerhinterziehung.

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