• Freitag, 17. August 2018

Postbank Girokonto: Erfahrungen & Test

Diese Seite teilen:

Die Post befördert nicht nur Briefe und Päckchen, sondern bietet über die Postbank auch Finanzdienstleistungen an. Und dies nicht erst seit gestern, sondern schon seit mehr als 100 Jahren. Zum Angebot gehört dabei auch ein als kostenlos beworbenes Girokonto. Wer allerdings genauer hinschaut, wird schnell bemerken, dass durchaus Kosten anfallen können. Wirklich kostenlos ist diese Angebot nämlich nur für Inhaber mit einem regelmäßigen Gehaltseingang. Ist diese Voraussetzung jedoch gegeben, kann das Giro plus aber durchaus zu sehr geringen oder sogar ohne Kosten in Anspruch genommen werden. Hier zunächst die wichtigsten Vor- und Nachteil des Giro plus der Postbank.

Jetzt ein Girokonto bei der Postbank eröffnen!

Vorteile und Nachteile

  • Vollwertiges Girokonto mit allen Funktionen
  • Sehr guter Zugang zu Bargeld mit der kostenlosen Girocard
  • Auch Zugang zu Filialservice
  • Kostenfrei nur bei monatlichem Geldeingang über 1.000 Euro
  • VISA Card nur im ersten Jahr kostenfrei
  • Mit 10,75 Prozent recht hoher Dispozinssatz
  • Es gibt keinen aktiven Wechselservice

In einem Test haben wir uns das Giro plus der Postbank, die eine hundertprozentige Tochter der Deutschen Bank ist, genauer angeschaut und geprüft, welche Leistungen die Kunden hier zu welchem Preis erwarten können. Nicht fehlen darf dabei die Frage nach der Seriosität eines Institutes. Denn Abzocke oder Betrug sollten von vornherein ausgeschlossen werden können, bevor man sich als Kunde für ein bestimmtes Produkt entscheidet.

Giro plus: Das kostenlose Konto bei der Postbank

Kostenlos nur bei regelmäßigem Gehaltseingang

Nach dem in den letzten Jahren immer mehr Direktbanken den Markt aufgerollt haben und den etablierten Banken mit ihren günstigen Angeboten viele Kunden abgeworben haben, sind auch verschiedene Filialbanken dazu übergegangen, kostengünstige Produkte zu entwickeln und anzubieten. Als wichtigstes Ankerangebot für neue Kunden gilt in diesem Zusammenhang nach wie vor das Girokonto. Und um der Online-Konkurrenz das Feld nicht vollends überlassen zu müssen, sind mittlerweile auch bei klassischen Filialbanken kostenlose Girokonten möglich. Als ein Beispiel für diese Entwicklung kann das Giro plus gelten, welches durch die Postbank als kostenloses Girokonto beworben wird. Dabei kann die Bezeichnung kostenlos allerdings nur eingeschränkte Gültigkeit beanspruchen. Während es bei der reinen Online Konkurrenz durchaus möglich ist, ein kostenloses Girokonto auch ohne regelmäßigen Gehaltseingang zu bekommen, ist diese Bedingungen beim Giro plus an einen regelmäßigen Gehaltseingang von mindestens 1.000 Euro je Monat gebunden.

Liegen die Gehaltseingänge unter diesem Betrag, so müssen unter Umständen monatlich 5,90 Euro an Gebühren eingeplant werden. Allerdings gibt es auch ein paar Ausnahmen.

Hier zunächst alle wichtigen Fakten für Sie im Überblick:

  • Seriöses Institut mit Sitz in Deutschland
  • Gutscheinprogramm für Online Shopping
  • Zugang zu einem umfangreichen Filialsystem
  • Deutschlandweit kostenloser Zugang zu Bargeld
  • Zugang zu vielen weiteren Finanzangeboten
  • Dispositionskreditrahmen zum Zinssatz von 10,75 Prozent
  • Kostenlose Kontoführung bei Gehaltseingang ab 1.000 Euro je Monat
  • Bei Geldeingang unter 1.000 Euro fallen Kontoführungskosten von monatlich 5,90 Euro an

Das Giro plus Konto steht vielen Gruppen kostenlos zur Verfügung

Grundsätzlich hat die Post ihr kostenloses Girokonto für Gehaltsempfänger konzipiert und bietet zunächst auch nur dieser Gruppe die kostenlose Führung an. Damit steht es aber nicht nur Angestellten kostenlos zur Verfügung. Auch Freiberufler und Selbstständige können das Konto bei einem entsprechenden Geldeingang kostenlos nutzen. Entscheidend ist lediglich, dass es sich nicht um eine Bareinzahlung des Inhabers selber oder eines Dritten handelt und dass die Überweisung nicht von einem Tagesgeldkonto der Postbank stammt.

Darüber hinaus können aber auch noch weitere Gruppen von einer kostenlosen Kontoführung profitieren, etwa wenn sie aktuell studieren oder eine Ausbildung absolvieren. Auch Zivil- und Wehrdienstleistende, sowie Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes müssen für das Giro plus keine Gebühren für die Kontoführung bezahlen auch wenn die regelmäßigen Geldeingänge unter 1.000 Euro liegen.

Dagegen steht das Konto Personen ohne Einkommen, die nicht zu den aufgeführten Gruppen gehören, das kostenfrei Konto Giro plus nicht zur Verfügung. Für Harz IV Empfänger, Hausfrauen oder auch Künstler mit unregelmäßigem Einkommen ist dieses Konto damit keine echte Alternative.

Zahlreiche Zusatzangebote beim Giro plus im Programm

Zudem können auch beim kostenlosen Giro plus einige interessante Zusatzangebote in Anspruch genommen werden. Hierzu gehört zum einen das Tagesgeldkonto, auf welches in Echtzeit Geld geparkt werden kann, um Zinsen zu erwirtschaften. Allerdings nimmt sich das aktuelle Niveau der Zinsen ausgesprochen bescheiden aus. Für Beträge bis 25.000 Euro können die Kunden mit 0,05 Prozent rechnen. Auf Einlagen darüber gibt es dann nur noch 0,01 Prozent, wobei die Zinszahlung jährlich vorgenommen wird. Ein weiteres Zusatzangebot ist die VISA Card, welche optional zum Konto dazu gebucht werden kann. Zur Grundausstattung gehört dagegen die sogenannte Postbank Card. Die VISA Card ist zumindest im ersten Jahr der Nutzung kostenfrei. Ab dem zweiten Jahr schlägt sie dagegen mit 22 Euro pro Jahr zu Buche. Damit hat der Besitzer dann weltweit sehr günstigen bzw. kostenlosen Zugang zu Bargeld. Aktuell stehen etwa 2,3 Millionen Geldautomaten zur Verfügung. Darüber hinaus kann die VISA Card auch zum bargeldlosen Bezahlen im In- und Ausland genutzt werden.

Hervorzuheben ist bei der Postbank außerdem, dass im Gegensatz zu vielen Direktbanken ein recht umfassender Filialservice angeboten wird. Insgesamt steht mit den derzeit ca. 4.500 Filialen in Deutschland ein sehr gut ausgebautes Netz zur Verfügung. Hier können unter anderem Bargeld eingezahlt, Checks eingelöst oder Kontoauszüge gedruckt werden. Für Kunden, welche dem Online Banking skeptisch gegenüber stehen, bietet die Postbank mit dem Giro plus eine gute kostenlose Alternative. Selbstverständlich können in der Filiale auch Beratungsgespräche geführt und weitere Produkte genutzt bzw. erworben werden. Hierauf werden wir später noch einmal zurückkommen.

Weitere Zusatzangebote können durch die Kreditkarte in Anspruch genommen werden. Hier haben die Kunden die Möglichkeit Gutscheincodes für den Online Einkauf zu erwerben. Damit können dann Angebote bei Amazon, Microsoft, Zalando oder auch iTunus günstiger erworben werden.

Kontoeröffnung: In wenigen Schritten möglich

Auch wenn es sich bei der Postbank um eine Filialbank handelt, bei der alle Vorgänge prinzipiell auch vor Ort in der Filiale und gemeinsam mit einem Angestellten der Bank durchgeführt werden können, ist die Bank natürlich bestrebt, die Aktivitäten so weit wie möglich in das Internet zu verlegen. Das Konto wird auch deshalb kostenlos angeboten, weil es vor allem Online genutzt wird und dabei so wenig personellen Verwaltungsaufwand wie möglich verursachen soll. Eine Eröffnung vor Ort ist daher wohl auch nur in absoluten Ausnahmefällen möglich.

Im Normalfall wird die Eröffnung des Giro plus Kontos der Postbank aber online über das Internet abgewickelt. Dies ist zumindest für Menschen, die den Umgang mit Computern und Internet gewohnt sind, auch die deutlich bequemere Variante, da hierfür zunächst noch nicht einmal der Schreibtisch verlassen werden muss. Wie im Einzelnen vorzugehen ist, möchten wir in unserer folgenden Schritt für Schritt Anleitung zeigen

Schritt für Schritt: So funktioniert die Anmeldung des Postbank Giro plus Kontos

  1. Aufruf der Startseite der Postbank
  2. Im Kopfmenü geht es unter „Konten und Karten“ direkt zum Giro plus Konto
  3. Dort findet sich der Button „Online Abschließen“
  4. Nach Klick auf diesen Button öffnet sich das Anmeldeformular
  5. Formulare müssen ausgefüllt, ausgedruckt und persönlich unterschrieben werden
  6. Bei einer Postfiliale werden die Formulare per Postident versendet
  7. Nachdem das Giro plus Konto durch die Postbank eingerichtet wurde, erhält der Kunde alle notwendigen Unterlagen per Post und kann das Konto regulär nutzen

Während dieser Anmeldevorgang vom Rechner aus gesteuert werden kann, ist für die gesetzlich vorgeschriebene Legitimation aber zumindest ein Gang zur nächsten Postfiliale unausweichlich. In Deutschland ist es vorgeschrieben, dass Privatkonten immer einer bestimmten Person oder auch Lebensgemeinschaften oder Ehepartnern zugeordnet sein müssen. Um diese Vorgabe umzusetzen sind die Banken dazu gezwungen, einen Identitätsnachweis durchzuführen. Während es also früher notwendig war, für die Eröffnung eines Kontos persönlich mit einem Ausweisdokument in der Filiale zu erscheinen, kann als Alternative auch auf das sogenannte Postident zurückgegriffen werden. Hier prüft der Mitarbeiter der Post stellvertretend das persönliche Dokument und bestätigt die Übereinstimmung mit dem zukünftigen Kontoinhaber dann auf dem Postweg. Dieser Vorgang dauert nicht länger als fünf Minuten und ist außerdem für den Kunden komplett kostenlos.

Mit den ausgefüllten Anmeldungsunterlagen, die ausgedruckt und unterschrieben werden müssen, erhält der zukünftige Kunde auch einen Coupon für das Postidentverfahren. Legt er diesen dem Postmitarbeiter vor, kann dieser alles weitere veranlassen, ohne das dem Kunden Kosten entstehen. Nicht einmal ein Kuvert muss der zukünftige Kontoinhaber erwerben.

Bevor das Konto voll genutzt werden kann, ist noch einiges zu erledigen

Bis das Konto durch den Kunden aber wirklich genutzt werden kann, vergehen immer noch einige Tage. Zunächst müssen die Unterlagen bei der Postbank eingehen und geprüft werden. Danach wird das Konto eingerichtet, das heißt es wird eine Kontonummer vergeben und eine entsprechende Girokarte bereitgestellt. Nach einigen Tagen erhält der Kunden nun von der Post ein umfangreiches Eröffnungspaket, welches neben der Karte auch die Zugangsdaten für seinen Online Account erhält. Dabei werden Zugangsdaten und Passwort aus Sicherheitsgründen getrennt versendet.

Von nun an kann das Konto regulär genutzt und im Zahlungsverkehr eingesetzt werden. Doch auch nun steht für den frisch gebackenen Kontoinhaber noch etwas Arbeit an, zumindest wenn er dieses Konto als reguläres Girokonto für alle üblichen Zahlungsvorgänge nutzen möchte. Zumindest um das Konto wirklich kostenlos nutzen zu können, ist wie erwähnt ein regelmäßiger Gehaltseingang nötig, so dass zumindest die Quelle des regelmäßigen Einkommens, also normalerweise der Arbeitgeber, oder auch die Rentenkasse informiert werden muss. Um das Konto aber vollwertig einsetzen zu können, sind noch einige weitere Aktivitäten notwendig. So müssen alle regelmäßigen und automatisch ausgeführten Zahlungen und auch Zahlungseingänge auf das neue Konto umgestellt werden. Zu denken ist dabei an Zeitschriftenabos, Mitgliedschaften in Vereinen oder im Fitnessstudio oder auch an den Telefonanbieter und laufende Kreditverträge. Im Eröffnungspaket der Postbank ist zwar eine umfangreiche Checkliste enthalten, wer wie informiert werden sollte und was dabei zu beachten ist. Auf eine aktive Unterstützung in Form eines Wechselservices können die Neukunden jedoch nicht zurückgreifen.

In jedem Fall sollten aber alle diese Formalitäten erledigt sein, bevor das alte Konto gekündigt wird. Kommt es nämlich in Folge fehlender Information über das Neue Konto zu Fehlbuchungen und eventuellen Nachforschungsaufträgen, kann diese für den ehemaligen Kontoinhaber mitunter sehr kostspielig werden. Sorgfalt ist beim Wechsel also in jedem Fall geboten. Am besten ist es, die Kontoauszüge eines kompletten Jahres Schritt für Schritt durchzugehen um keinen wichtigen Zahlungspartner zu vergessen.

Darüber hinaus möchten wir auch dazu raten, dass alte Konto nicht sofort zu kündigen, sondern noch ein paar Monate weiterlaufen zu lassen, damit mögliche Zahlungsvorgänge nicht in Leere laufen. Auch wenn dieser Wechsel einigen Aufwand bedeutet, so wird der Neukunde mit einen insgesamt recht umfangreiches Bonusprogramm entschädigt, welches wir im folgenden Abschnitt im Einzelnen vorstellen möchten.

Prämie für Neukunden

Im Dickicht der vielen unterschiedlichen Angebote von kostenlosen Girokonten ist er mittlerweile zu einem entscheidenden Trumpf geworden: Der Bonus. Offenbar setzen viele Unternehmen einfach darauf, dass sich die Kunden gar nicht die Zeit nehmen wollen, um alle Angebote und deren Konditionen sorgfältig zu vergleichen. In vielen Fällen ist das aufgrund der Komplexität der Angebote auch nicht immer vollständig möglich. Trotzdem ist es eine etwas zweifelhafte Strategie des Kunden, sich bei der Wahl des passenden Anbieters vorrangig am Bonus zu orientieren. Erstens, weil man so möglicherweise eben direkt am besten Angebot vorbei gelenkt wird. Aber auch, weil viele Boni nicht das halten was sie auf den ersten Blick zu versprechen scheinen.

So klingt ein Bonus von 250 Euro, wie er von der Postbank in der Vergangenheit für die Eröffnung des Giro plus Kontos in Aussicht gestellt wurde, auf den ersten Blick sehr attraktiv. Allerdings ist es mit Nichten der Fall, dass der Kunde direkt nach der Eröffnung dieses Geld direkt auf sein Konto gutgeschrieben bekommt. Ob der Bonus wirklich ein gutes Angebot darstellt, zeigt sich also erst, wenn man sich diesen genau angesehen hat. Und da zeigt sich, dass auch es von den Präferenzen des Kunden abhängt, ob der Bonus wirklich seinen Namen verdient. Soviel kann man aber schon sagen: Wer den Bonus voll nutzen möchte, sollte ein Faible für Einkäufe beim Online Händler Amazon haben.

Voraussetzung ist es zunächst, dass das Konto direkt von der Aktionsseite eröffnet wird. Zudem muss der Bonusempfänger älter als 18 Jahre sein und darf innerhalb der letzten 12 Monate kein Girokonto bei der Postbank in Anspruch genommen haben. Auch Mitarbeiter der Postbank sowie der Deutschen Bank sind vom Bonus ausgeschlossen.

Bonus ist in fünf einzelne Module gestaffelt

Zunächst ist die Gesamtprämie in fünf Einzelprämien zu je 50 Euro gestaffelt, die Schritt für Schritt erworben werden können. Den ersten 50 Euro Gutschein gibt es, wenn die online verfügbaren Unterlagen für die Anmeldung innerhalb von vier Wochen an die Postbank verschickt werden und das Konto dann tatsächlich nach Eingang der Zugangsdaten der Deutschen Post eröffnet wird.

Die nächste Bonus Stufe kann der Nutzer erreichen, wenn das Konto als reguläres Gehaltskonto eingerichtet wird. Innerhalb einer Frist von 12 Monaten nach Kontoeröffnung muss hierzu ein entsprechendes Formular eingereicht werden.

Wird das Konto weiterhin regulär genutzt und regelmäßig Abbuchungen vorgenommen, gibt es weitere 50 Euro als Bonus in Form eines Amazon Gutscheines. Richtwert sind dabei sechs Abbuchungen im Monat und zwar über mindestens drei Monate hinweg. Die Höhe der Abbuchungen scheint dabei keine Rolle zu spielen, allerdings zählen Barabhebung und auch Kartenzahlungen nicht als Abbuchungen.

Wird das Konto weiterhin kontinuierlich über 12 Monate genutzt, winken weitere 50 Euro als Gutschein. Somit können bei einer normalen und regelmäßigen Nutzung im Prinzip ohne besonderen Aufwand 200 Euro als Gutscheinbonus erworben werden. Die letzten 50 Euro welche zu dem Gesamtbetrag von 250 Euro noch fehlen, gibt es dann, wenn das Giro plus erfolgreich weiterempfohlen wurde, das heißt, wenn man jemanden davon überzeugen konnte, dieses Konto ebenfalls zu eröffnen. Auch hierfür bietet die Postbank 50 Euro, die aber als Betrag dem Konto gutgeschrieben werden.

Die Gutscheine werden über die online Nachrichtenbox verschickt. Diese werden dabei aber erst ca. drei Monate später eingestellt, nachdem der Anspruch entstanden ist und können erst dann eingelöst werden. Damit will die Postbank vor allem verhindern, dass das Konto nach Erhalt der Gutscheine gleich wieder gekündigt wird. Bei einer Kündigung verlieren die Gutscheine nämlich ihre Gültigkeit.

Außer der vierwöchigen Frist zwischen dem Herunterladen und dem Einsenden der Unterlagen ist diese Aktion nicht zeitlich begrenzt. Darüber hinaus weist die Postbank darauf hin, dass die Gutscheine personengebunden sind, also nicht verkauft oder auch verschenkt werden können.

Zunächst ist zu sagen, dass für den Erwerb der Gutscheine nur eine normale Nutzung des Kontos ausreichend ist. Und Gutscheine in Höhe von 200 Euro sind diesbezüglich also durchaus attraktiv. Hat man darüber hinaus Bekannte oder Freunde, die man von diesem Produkte überzeugen kann, stellt auch der Werbebonus keine besondere Hürde dar. Einen kleinen Haken gibt es aber dennoch: Der persönliche Mehrwert der Prämiengutscheine hängt vor allem davon ab, was der Neukunde bei Amazon dafür bekommt und hier weisen die Prämienbedingungen darauf hin, dass nur auf eine begrenzte Auswahl von Produkten zugegriffen werden kann. Damit kann das alte Bonusprogramm der Postbank wohl am ehesten mit einem klassischen Sachprämienprogramm verglichen werden.

Kundenservice und Serviceleistungen

Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, handelt es sich bei der Postbank um keine reine Direktbank. Direktbanken sind Institute, die ihre Dienstleistungen alleine aus dem Internet heraus anbieten und den Kunden keinen persönlichen Kontakt in einer Filiale bieten können. Rein technisch stellt dies auch überhaupt kein Problem dar, da sich eigentlich alle Aktivitäten direkt über das Internet oder gegebenenfalls auch telefonisch abwickeln und klären lassen.

Gleichwohl ist es offenbar nicht jedermanns Sache, seine Geldgeschäfte ohne jeglichen persönlichen Kontakt zu führen. Nicht nur bei älteren Bankkunden ist nach wie vor das Bedürfnis vorhanden, einem Mitarbeiter der Bank beim Kauf eines Produktes oder der Einrichtung eines Kontos direkt in die Augen zu sehen. Dieser direkte und persönliche Kontakt ist bei der Postbank grundsätzlich möglich, auch wenn für die Führung des hier beschriebenen Produktes, des Giro plus Kontos in erster Linie eine Nutzung als Online Konto vorgesehen ist. Das gilt insbesondere für die Eröffnung des Kontos. In einer Filiale kann das Konto normalerweise nicht eröffnet werden.

Ein Zugang zum Internet sowie Grundkenntnisse in der Nutzung des Online Bankings sind also elementare Voraussetzungen für dieses Konto. Trotzdem kann das Konto, wenn es einmal eröffnet wurde, theoretisch auch ohne das Internet geführt werden, da in den etwa 4.500 Filialen der Postbank auch entsprechende Terminals zur Verfügung stehen, an denen kostenlos Überweisung durchgeführt oder Daueraufträge eingerichtet werden können. Dieser Service kann prinzipiell rund um die Uhr und auch an Feiertagen in Anspruch genommen werden. Darüber hinaus stehen zu den normalen Geschäftszeiten auch die Mitarbeiter durchaus mit Rat und Tat zur Seite. Einen solchen Service können Kunden von reinen Direktbanken nicht erwarten.

Das Giro plus Konto der Postbank kann damit als eine Art Kompromiss zwischen reiner Direktbank und klassischer Filialbank eingestuft werden. Insgesamt können die Kunden aber sowohl im Internet als auch direkt in der Filiale einen umfangreichen Service erwarten.

Übersicht: Kontaktmöglichkeiten und Bargeldzugang

UnternehmenDeutsche Postbank AG
AdresseFriedrich Ebert Allee 114 bis 126

53113 Bonn

Deutschland

Telefon:+49 (0)228 920 – 0
E-Mail:direkt@postbank.de

direkt@postbank.epost.de

Fax:+49 (0)228 920 – 35151
Bargeldzugang:Kostenlos an allen Automaten der Cashgroup

Über die Webseite können alle Aktivitäten bequem gesteuert werden

Die Postbank bietet ihren Kunden eine sehr gut strukturierte Webseite an, über die nicht nur alle Informationen und Dokumente zur Verfügung gestellt werden, die im Zusammenhang mit dem Giro plus Konto relevant sind. Über den Online Account können selbstverständlich auch alle Bankgeschäfte ausgeführt und überwacht werden, die im Zusammenhang mit einem Konto notwendig sind. Zahlungsvorgänge für Einkäufe im Internet können darüber hinaus mit dem Service paydirekt abgewickelt werden. Dieses Bezahlsystem wird ohne Drittanbieter gemeinsam mit weiteren Geldinstituten, u.a. auch den Sparkassen betrieben und ist für den Kunden mit keinerlei zusätzlichen Gebühren verbunden. Zahlungsvorgänge werden direkt vom Konto abgebucht und das Verfahren kann bequem über den Online Banking Account eingerichtet und benutzt werden. Zum Online Angebot gehört auch der Informationsaustausch mit der Postbank. Über die Nachrichtenbox erhält der Kunde die Kontoauszüge und kann auch mit der Bank direkt in Kontakt treten.

Insgesamt ist es der Postbank mit ihrem Online Auftritt gelungen, ein klar strukturiertes Angebot zu schaffen, bei dem sich selbst Nutzer mit geringer Interneterfahrungen schnell zurechtfinden sollten.

Neben dem direkten Zugang über die Webseite stellt die Postbank ihren Kunden auch einen komfortablen mobilen Zugang mittels einer App zur Verfügung. So können auch per Mobiltelefon alle notwendigen Bankgeschäfte ausgeführt werden. Besonders interessant dürften in diesem Zusammenhang vor allem die Funktionen zur Kontrolle der Finanzen sein. Natürlich können mit der App jederzeit alle Konten sowie alle Bewegungen auf dem Konto verfolgt werden. Überweisungen können zudem auch per Sprachsteuerung in Auftrag gegeben werden. Darüber hinaus können sich die Inhaber des Giro plus auch per SMS oder Email in Echtzeit über Kontobewegungen informieren lassen. So sind sie stets auf dem Laufenden ob das Gehalt oder eine andere erwartete Zahlung eingetroffen ist, oder bestimmte Beträge bereits abgebucht wurden.

Aber natürlich ist es in Deutschland noch lange nicht so weit, dass alle Geschäfte bargeldlos abgewickelt werden können. Und auch wenn es umfangreiche Möglichkeiten zum bargeldlosen Bezahlen gibt, ist immer noch vielen Menschen das Geld am liebsten, welches sie selbst in den Händen halten. Ein bequemer und vor allem jederzeit kostenloser Zugang zu Bargeld ist für viele Bankkunden aus diesem Grund ein wichtiges Argument für einen bestimmten Anbieter. Bei der Postbank stehen den Kunden im Hinblick auf Bargeldverkehr sehr viele Möglichkeiten zur Verfügung. Zunächst kann natürlich in einer der Filialen jederzeit an einem der Automaten kostenlos Geld abgehoben werden. Darüber hinaus stehen auch alle Automaten der Cashgroup für kostenlose Abhebungen zur Verfügung. Hierzu gehören neben den Automaten der Postbank auch die Terminals der Deutschen Bank, der Commerzbank sowie der Hypokreditbank, sowie einigen weiteren kleineren Tochtergesellschaften. Zumindest in Städten kann so auf ein sehr engmaschiges Netz von Geldautomaten zugegriffen werden. In ländlichen Gegenden kann aber durchaus problematisch werden, wenn der Sparkassenautomat das einzige Angebot ist.

Doch der Kunde hat noch einige weitere Möglichkeiten zum kostenlosen Bargeldzugang. So kooperiert die Postbank mit dem Unternehmen Shell, so dass auch an deutschlandweit 1.300 Tankstellen Geld abgehoben werden kann. Da Tankstellen in aller Regel rund um die Uhr geöffnet haben, steht dieser Service wie bei gewöhnlichen Automaten zu jeder Tag- und Nachtzeit zur Verfügung. Weiterhin können sich die Kunden der Postbank in Obi Baumärkten sowie in den Filialen der Deutschen Post mit Bargeld versorgen, wobei diese Möglichkeiten aber nur zu den normalen Geschäftszeiten verfügbar sind.

Alles in allem ist die Postbank in Bezug auf Bargeldversorgung aber sehr breit aufgestellt und ist in diesem Bereich absolut konkurrenzfähig. Zusätzlich zur Girocard der Postbank kann auch mit der Kreditkarte im In- und Ausland Geld abgehoben werden. Mit dem Anbieter VISA steht dabei eines der am besten ausgebauten Automatennetze zur Verfügung.

Kontoführung und Gebühren

Das Giro plus der Postbank wird als kostenloses Girokonto beworben, allerdings müssen hierfür einige Voraussetzungen erfüllt sein. Bereits erwähnt wurde, dass das Giro plus explizit als Gehaltskonto genutzt werden muss, d.h. wenn keine regelmäßiger Gehaltseingang zu erwarten ist, kann das Konto auch nicht kostenlos geführt werden. Die monatlichen Gebühren von 5,90 Euro sind in diesem Fall durchaus stattlich. Ausnahmen werden allerdings bei Studenten und Personen in der Ausbildung gemacht.

Darüber hinaus können aber alle wesentlichen Funktionen des Kontos, wie Überweisungen, Daueraufträge und auch Zahlungseingänge kostenlos in Anspruch genommen werden. Für sogenannte beleghafte Überweisungen werden aber 0,99 Euro verlangt. Auch wenn eine Ersatzkarte benötigt wird, müssen zusätzliche Gebühren eingeplant werden, deren Höhe mit lediglich sechs Euro aber sehr moderat und fair ausfällt.

Die wichtigsten Konditionen im Überblick:

KontoführungKostenfrei ab 1.000 Euro Geldeingang Monat, sonst 5,90 Euro / Monat
giro-CardKostenfrei
Kreditkarte:Kostenfrei
Ersatzkarte:6 Euro
Dispozins:10,75 Prozent
Überziehungszins14,95
Kontoauszug:Kostenfrei
BareinzahlungKostenfrei
Überweisung:Kostenfrei
Bargeld abhebenKostenfrei an Automaten der Cash Group (Commerzbank, Deutsche Bank, HypoVereinsbank)

Ein Faktor der bei vielen Kontoinhabern allerdings zum wichtigsten Kostentreiber werden kann, sind die Zinsen für den Dispokredit. Grundsätzlich sollten die Kunden dabei bedenken, dass Banken ihren Kunden den Dispo nicht aus reiner Großzügigkeit einräumen, sondern natürlich handfeste wirtschaftliche Interessen damit verbinden. Im Prinzip ist es bei einem kostenlosen Girokonto sogar die einzige Einnahmequelle aus Sicht der Bank. Die Konditionen, welche die Banken ihren Kunden beim Dispozinssatz bieten, unterscheiden sich dabei erheblich. Der Dispozinssatz der Postbank dürfte sich mit einer Höhe von 10,75 am oberen Ende des Angebotsspektrums befinden. Noch happiger wird es, wenn die Kunden die geduldete Überziehung nutzen sollten. Auf das Gesamtjahr gerechnet wird dabei ein stolzer Zinssatz von 14,95 Prozent fällig.

Wer also über das Jahr verteilt einen durchschnittlichen Dispo von 500 Euro in Anspruch nimmt, zahlt hierfür mehr als 50 Euro. Bei der geduldeten Überziehung sind es bei dem gleichen Betrag sogar 75 Euro im Jahr. Man muss kein Finanzexperte zu sein, um zu erkennen, dass es derzeit deutlich günstigere Möglichkeiten gibt, sich Geld zu leihen. Und auch die Postbank selber hat hierfür einige Angebote. Dazu jedoch mehr im folgenden Absatz.

Wie bereits beschrieben, ist der Bargeldverkehr mit keinerlei Kosten verbunden, wenn auf die entsprechenden Angebote der Postbank bzw. deren Partnerbanken zurückgegriffen wird. Sowohl Einzahlungen also auch Abhebungen sind kostenlos möglich.

Eine Einschränkung besteht dabei beim Bargeldzugang im Ausland. Mit der VISA Card ist dieser in komfortablem Umfang möglich, genau wie das bargeldlose Bezahlen im Ausland. Allerdings ist die notwendige VISA Card nur im ersten Jahr kostenlos zu haben. Ab dem zweiten Jahr werden 22 Euro bzw. für Kunden unter 26 Jahren fünf Euro je Jahr fällig. Das Giro plus lässt sich also durchaus kostenlos führen, wenn auf einige Angebote sowie den Dispo verzichtet wird und mindestens 1.000 Euro Gehalt je Monat eingehen.

Weitere Kontomodelle und Angebote

Die Postbank ist eine Vollbank mit einem umfangreichen Angebot. Neben weiteren Dienstleistungen rund um das Geld werden auch neben dem kostenlosen Giro plus einige weitere Kontomodelle angeboten.

Weitere Kontomodelle bei der Postbank im Überblick

  • Postbank Giro extra Plus
  • Postbank Giro Start direkt
  • Postbank Giro Basis

Alle weiteren Kontoarten sind mit zusätzlichen Gebühren verbunden, bieten aber auch eine Reihe weitere Serviceangebote, sowie bessere individuelle Betreuung in der Filiale. Beim Postbank „Giro extra Plus“ kann der Inhaber etwa mit Preisvorteilen bei Reisen rechnen und Zusatzleistungen wie ein Depot für den Aktienhandel oder eine VISA Card Gold erwarten. Darüber hinaus ist auch das „Giro Start direkt“ im Angebot, welches auf eine jüngere Zielgruppe zugeschnitten ist. Im Prinzip handelt es sich um das Giro Plus ohne die Bedingung des regelmäßigen Gehaltseingangs für Personen unter 22 Jahren.

Das dritte Angebot ist ein Guthabenkonto mit dem „Namen Giro Basis“. Dabei handelt es sich um ein Guthabenkonto mit fester Verzinsung, bei dem alle Bankfunktionen kostenlos genutzt werden können. Die Beurteilung, ob die Gebühr von monatlich 5,90 einen aktuell verfügbaren Zinssatz von 0,05 Prozent auf die ersten 10.000 Euro rechtfertigt, bleibt jedem Kunden selber überlassen.

Neben den verschiedenen Kontoformaten bietet die Postbank auch weitere Dienstleistungen an. Das Angebot ist hier so breit, dass an diese Stelle nur die jeweiligen Bereiche genannt werden können. Hierzu gehört ein breites Kreditangebot: Neben Privat- und Autokrediten kann auch eine komplette Baufinanzierung mit der Postbank gestemmt werden. Auch der Bereich Finanzen gehört zum Angebot. So kann bei der Postbank ein Depot eröffnet und damit an der Börse investiert werden. Darüber hinaus können auch Sparangebote genutzt werden, unter anderem werden auch spezielle Vorsorgeprodukte vermittelt. Komplettiert wird das Angebot durch den Bereich Versicherungen. Im Prinzip können mit der Postbank alle Geschäfte rund ums Geld abgewickelt werden.

Hintergrund zum Unternehmen

Bei der Postbank handelt es sich um ein Bankinstitut, welches sich im vollständigen Besitz der Deutschen Bank befindet, allerdings erst seit dem Jahre 2015. Davor liegt eine Geschichte, die bis in das Jahr 1909 zurückgeht. In diesem Jahr wurde der Postscheckdienst im Deutschen Reich eingeführt, um in Deutschland den bargeldlosen Zahlungsverkehr anbieten zu können. Da der Bankverkehr über die Postämter abgewickelt wurde und kein Filialnetz notwendig war, kann die Postbank somit als erste Direktbank gelten. Mit der ersten Postreform im Jahre 1989 wurde die Deutsche Bundespost in drei Geschäftsbereiche aufgegliedert. Darin firmierte die Postbank unter dem damaligen Namen Deutsche Bundespost Postbank erstmals als weitgehend eigenständiges Institut. Im Jahre 2004 wurde die Postbank dann unter dem damaligen Postchef Klaus Zumwinkel an die Börse gebracht. Im Jahre 2006 stieg die Postbank in den DAX auf und notierte später dann nur noch im MDAX. Dabei wurde sie immer wieder zum Ziel von Übernahmeversuchen. Letztendlich wurde die Postbank von der Deutschen Bank übernommen, die damit einer Offerte der spanischen Santander Bank zuvorkam. Mittlerweile sind aber Überlegungen von Seiten der Deutschen Bank bekannt geworden, die Postbank zu veräußern.

Unabhängig von dieser durchaus wechselvollen Geschichte kann die Deutsche Postbank aber als hoch seriöses Institut angesehen werden, bei dem Betrug oder Abzocke keine Chance haben. Die Einlagen der Kunden sind durch das zweifache System der Einlagensicherung auch im Falle einer Insolvenz garantiert. Nach der freiwilligen Einlagensicherung der deutschen Banken greift auch die staatliche Einlagensicherung der Bundesrepublik Deutschland. Die Deutsche Postbank bietet also das hohe Sicherheitsniveau, das die Kunden bei jeder deutschen Bank erwarten können.

Fazit: Giro plus ist das kostenlose Konto bei der Postbank

Kunden finden bei der Postbank mit dem Giro plus ein Angebot, welches sich zwischen denen von klassischen Filialbanken und einer Direktbank bewegt. Zumindest für bestimmte Kundengruppen ist dies in keinem Fall ein fauler Kompromiss, sondern ein alles in allem sehr attraktives Angebot. Wichtigste Voraussetzung ist allerdings ein regelmäßiger Gehaltseingang. Doch auch für jüngere und Studierende oder Azubis gibt es das kostenlose Giro Konto, welches aufgrund seines umfangreichen Serviceangebotes wie Filialnutzung oder VISA Card in jedem Fall empfohlen werden kann.

Jetzt ein Girokonto bei der Postbank eröffnen!

Fragen und Antworten

Wie reagiere ich als Kunde der Postbank, wenn ich meine Karte verloren habe?

Die Postbank bietet hierfür einen 24 Stunden Service an, über den die Karte jederzeit gesperrt werden kann.

Kann das Giro plus der Postbank auch als Gemeinschaftskonto geführt werden?

Alle Konten bei der Postbank können auch als Gemeinschaftskonto geführt werden. Dies kann entweder direkt bei der Eröffnung beantragt werden. Aber auch später kann das Konto entsprechend erweitert werden. Die notwendigen Formulare stehen auf der Webseite zum Download bereit. Beide Kontoinhaber müssen hierzu ihre Identität nachweisen

Bietet die Postbank ihre Dienstleistungen ausschließlich Privatkunden an?

Nein. Die Postbank tritt auch als Anbieter für Geschäfts- und Firmenkunden auf und betreibt hierfür eigene Abteilungen. Besonders durch die Kooperation mit der Deutschen Bank ist das Institut derzeit auch als Geschäftsbank durchaus attraktiv.

1 vote