• Samstag, 20. Oktober 2018

Bargeld im Supermarkt abheben: Interessante Umfrage des Bankenverbandes

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Das Einkaufen gehört zu einer der lästigsten Pflichten im Leben des modernen Menschen. Immerhin kann diese Pflicht seit einigen Jahren aber ganz praktisch mit einer weiteren Pflicht verbunden werden: Dem Abheben vom Bargeld am Geldautomaten. Im Klartext heißt das: Kontoinhaber können schon seit geraumer Zeit in zahlreichen Supermärkten Bargeld abheben. Ganz nebenbei, neben dem regulären Einkauf. Jetzt hat der Bankenverband eine interessante Umfrage durchgeführt, die sich mit dem Bargeldabheben im Supermarkt beschäftigt.

Bargeld im Supermarkt abheben: Wie funktioniert das Ganze?

Bereits seit mehreren Jahren bieten einige Supermarktketten ihren Kunden an, gleich während des Einkaufs Bargeld abzuheben. Ein Service, der generell Eindruck schindet. Immerhin können sich die Kunden den zusätzlichen Weg zum Geldautomaten sparen. Darüber hinaus ist dieser Weg zum Bargeld auch aus Kostengründen zu empfehlen: Mögliche Gebühren, die für das Abheben von der Bank erhoben werden, werden nämlich vom jeweiligen Supermarkt übernommen. Und wie funktioniert das Ganze? Im Prinzip ganz einfach.

Sobald ein Kunde an der Supermarktkasse steht, kann er angeben, dass er gerne einen zusätzlichen Betrag von seinem Girokonto abheben würde. Anschließend wird mit der Bankkarte gezahlt – sowohl der reguläre Einkauf als auch die zusätzliche Abhebung des Bargeldes. Möglich sind für gewöhnlich bis zu 200 Euro, mindestens müssen 20 Euro abgehoben werden. Es gibt allerdings auch einen kleinen Haken an der Sache, denn in der Regel müssen die Kunden für das gebührenfreie Abheben des Bargeldes einen Einkauf von mindestens 20 Euro tätigen. Nur so lohnt sich das Ganze auch für die Supermärkte. Übrigens: Wird zusätzliches Geld abgehoben, funktioniert dies auf einem separaten Weg neben dem Einkauf. Es ist also nicht so, dass zum Beispiel bei einer Abhebung von 100 Euro und einem Einkauf von 50 Euro dann nur die Differenz von 50 Euro ausgezahlt werden würde. Stattdessen wird der Einkauf im Wert von 50 Euro vom Konto abgezogen, gleichzeitig auch der gewünschte Betrag vom Abheben – in diesem Fall 100 Euro. Die Autorisierung erfolgt ganz regulär über die PIN-Karte. Entweder durch die Eingabe der PIN oder durch eine Unterschrift.

Wo kann ich Bargeld im Supermarkt abheben?

Über die letzten Jahre hinweg haben sich immer mehr Supermärkte dazu entschieden, das Bargeldabheben zur Verfügung zu stellen. Hierzu gehören zum Beispiel die rund 1.900 Filialen von Aldi Süd, in denen seit gut einem Jahr Bargeld beim Einkauf abgehoben werden kann. Zusätzlich dazu stellen Rewe, Penny, Edeka und Toom diesen Service zur Verfügung. Nicht immer handelt es sich dabei um eine flächendeckende Ausstattung, so dass im Zweifelsfall an der Kasse im Supermarkt nachgefragt werden sollte.  Sicherlich interessant zu wissen ist, dass das Bargeldabheben auch an vielen Tankstellen möglich ist. Shell zum Beispiel bietet diesen Service für alle Bankkunden in Deutschland an. Besonders gut kommen dabei die Kunden weg, deren Bank der Cash Group angehört, denn die können gebührenfrei Geld abheben. Hierzu gehören unter anderem die Deutsche Bank, die Postbank, die Commerzbank oder die Hypo-Vereinsbank.

Enorm fortschrittlich ist in diesem Bereich die DKB unterwegs. Hier wurde ein System erarbeitet, mit dem auch unabhängig vom Einkaufswert Geld abgehoben werden kann. Hierfür kooperiert das Unternehmen mit Penny, Real und auch Rewe. Die Kunden können in der App der Bank ihren gewünschten Betrag eintragen und erhalten hierfür dann einen Barcode auf das Handy. Dieser wird anschließend an der Kasse vorgelegt und der jeweilige Betrag an den Kontoinhaber ausgezahlt.

Diese Aspekte müssen beachtet werden

Generell ist das Abheben vom Bargeld am Supermarkt oder der Tankstelle ein unaufgeregter Prozess, der innerhalb weniger Augenblicke erledigt werden kann. Aus Sicht der Kunden sind allerdings dennoch unterschiedliche Aspekte zu beachten. Wie bereits angesprochen, ist das Abheben in den meisten Fällen erst ab einem Einkauf von 20 Euro möglich. Mit einem Minimal-Einkauf wäre der Service also nicht vorhanden – außer für die Kunden der DKB. Darüber hinaus lässt sich ein weiterer möglicher Kritikpunkt in der Verfügbarkeit erkennen. Der Service steht noch nicht in allen Filialen zur Verfügung, gerade in dörflichen Gemeinden müssen sich die Kunden daher möglicherweise noch ein bisschen gedulden. Ebenfalls zu berücksichtigen ist natürlich, dass das Bargeldabheben an die Öffnungszeiten des jeweiligen Supermarktes gebunden ist. Mitten in der Nacht lässt sich hier also für gewöhnlich kein Geld ziehen – dieser Punkt geht an die klassischen Geldautomaten.

Umfrage zum Thema zeigt interessante Ergebnisse auf

Angeboten wurde der Service zum Bargeldabheben im Supermarkt das erste Mal vor rund 15 Jahren. Der Bankenverband hat nun eine Umfrage zu diesem Thema durchgeführt und hierbei sehr interessante Aspekte ans Tageslicht gebracht. So nutzen zum Beispiel nur vier Prozent aller Deutschen ihre Möglichkeit auf Bargeldabhebungen im Supermarkt. Ein geringerer Anteil, der selbst von den Personen, die ihr Geld am Bankschalter abheben, übertroffen wird. Hier sind es laut der Umfrage immerhin acht Prozent. Der größte Prozentsatz aller Befragten steuert allerdings den Geldautomaten an, um hier Bargeld für Einkäufe abzuheben. Von den rund 1.000 Befragten in der Online-Umfrage waren dies 80 Prozent.

Unterschiede sind in der Umfrage des Bankenverbandes auch mit Blick auf die Geschlechter deutlich geworden. Frauen nutzen den Service deutlich häufiger. Fünf Prozent aller befragten Frauen gaben an, dass die regelmäßig im Supermarkt Geld abheben. Bei den männlichen Befragten liegt dieser Anteil bei nur zwei Prozent.

Deutsche gehen nicht mit viel Bargeld aus dem Haus

Beschäftigt hat sich die Umfrage des Bankenverbandes nicht nur mit dem Abheben des Bargeldes, sondern auch mit dem Umgang mit den Summen. Herausgekommen ist hierbei, dass die meisten Menschen vor allem kleinere Beträge abheben. Nur zehn Prozent der Befragten gaben an, 500 Euro oder mehr abzuheben. Sogar nur drei Prozent aller Befragten erklärte, dass sie mit mit 500 Euro oder mehr in der Tasche aus dem Haus gehen. Kurios: Hier wird eine deutliche Differenz zwischen jüngeren und älteren Leuten deutlich. Personen über 60 gaben in der Umfrage zum Beispiel in einem Viertel aller Fälle an, dass sie beim Abheben durchaus Beträge von 500 Euro oder mehr vom Konto holen. Gleichzeitig erklärten fünf Prozent der über 60-Jährigen, dass sie auch mit mehr als 500 Euro das Haus verlassen.

Damit steht die ältere Generation laut der Umfrage durchaus in einem krassen Gegensatz zu den anderen Generationen. Zwei Drittel der Befragten erklärten zum Beispiel, dass sie Beträge von maximal 50 Euro in der Geldbörse haben, wenn sie das Haus verlassen. Gleichzeitig sagte fast die Hälfte aller Befragten aus, dass sie nur selten mehr als 100 Euro vom Konto abheben würden. Interessant auch:  Am häufigsten angesteuert werden die Geldautomaten von Personen im Alter zwischen 40 und 49 sowie 50 und 59. Ein Drittel dieser Personengruppen erklärte in der Umfrage, dass sie mindestens einmal in der Woche Geld abheben. Sei es im Supermarkt oder am Geldautomaten. Die jüngere Generation von Personen zwischen 18 und 29 Jahren erklärte hingegen, dass sie sich seltener als alle 14 Tage frisches Bargeld holt (40 Prozent).

Sogar Einzahlungen sind im Supermarkt mittlerweile möglich

Für großes Aufsehen konnte in den letzten Wochen die Supermarktkette dm sorgen. Die Kette stellt ihren Kunden nicht nur die Möglichkeit des Abhebens zur Verfügung, sondern ermöglicht auch das Einzahlen auf das Konto. Hierfür kooperiert der Supermarkt mit dem Unternehmen Barzahlen, welches die Einzahlungen ab diesem Monat ermöglichen möchte. Auch hier erwerben die Kunden wieder einen Barcode für das Handy, welcher dann für die Einzahlung auf das Konto verwendet wird. Großes Potenzial sieht das Unternehmen dabei vor allem bei den Kunden, die aufgrund geringerer Gebühren auf die Direktbanken zurückgreifen. Diese stellen kein flächendeckendes Netz an Bankautomaten zur Verfügung, so dass die Abhebungen für diese Kunden ohnehin kompliziert sein können.

Zahlungen werden generell erleichtert

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass sich die Abwicklung der Zahlungen in jeglicher Hinsicht in den letzten Jahren deutlich verändert hat. Die Zahlungsabwicklung wird deutlich einfacher gestaltet, da die Kunden auf unterschiedliche Wege zurückgreifen können. Hierbei lässt sich nicht nur auf das Bargeldabheben im Supermarkt hinweisen, sondern zum Beispiel auch auf das kontaktlose Zahlen mit einer Kreditkarte. Hier können sich die Kunden die Eingabe der PIN sparen. Darüber hinaus werden auch immer mehr Unternehmen bekannt, die sich auf die Zahlungsabwicklung im Internet fixieren.

An der Supermarktkasse kann das Abheben als klarer Fortschritt bezeichnet werden, der den Kunden einige Vorteile einbringt. Hierzu gehört zum Beispiel die Tatsache, dass auf Gebühren keine Rücksicht genommen werden muss, da diese vollständig vom Supermarkt übernommen werden. Allerdings gilt natürlich auch hier, dass die Öffnungszeiten des Supermarktes zu beachten sind.

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