• Freitag, 1. Mai 2026

Erhöht Katar seinen Anteil an der Deutschen Bank?

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Bereits vor drei Jahren stieg Katar als Aktionär bei der Deutschen Bank ein. Im vergangenen Jahr erhöhte die Königsfamilie Al-Thani ihren Anteil auf fast zehn Prozent. Damit wurde die Herrscherfamilie von Katar gleichzeitig zum größten Aktionär der Bank und nahm Blackrock diese Stellung ab. Durch den hohen Anteil an der Deutschen Bank wurde Katar zugleich ein größeres Mitspracherecht zugestanden. Für Al-Thani zog der Wirtschaftsanwalt Stefan Simon in den Aufsichtsrat ein.

Anteile unbemerkt erhöht

Im Jahr 2016 wurde der Aktienanteil durch Katar von der Öffentlichkeit unbemerkt aufgestockt. Nun macht ein neues Gerücht die Runde, dass die Königsfamilie aus dem Golfstaat noch weitere Aktien kaufen und damit seinen Anteil an dem Geldinstitut weiter erhöhen will. Die Gerüchte entstanden durch eine Meldung der Nachrichtenagentur Bloomberg. Darin soll die Rede davon gewesen sein, dass Katar die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) um die Genehmigung der Aufstockung ihres Aktienanteils über die Marke von 10 Prozent gebeten haben soll.

Deutsche Bank Aktie gewinnt kurzzeitig

Eine Stellungnahme gab es weder von BaFin noch von der Deutschen Bank. Die Herrscherfamilie selbst war für ein Statement überhaupt nicht zu erreichen. Das Gerücht reichte jedoch aus, um die Aktie der Bank auf den Kurs von 17,65 Euro je Papier zu treiben. Damit erreichte die Deutsche Bank ein kurzzeitiges Plus von 1,6 Prozent. Die Gewinne konnten jedoch nicht aus dem Handelstag mitgenommen, sondern mussten bis Mittag wieder nahezu abgegeben werden.

Ob die Gerüchte jetzt weiter die Runde machen werden, bleibt abzuwarten. Ein noch höherer Einstieg von Katar würde für viele Aktionäre wohl als einen weiteren Vertrauensbeweis der Königsfamilie Al-Thani gegenüber der Deutschen Bank gewertet werden.

Anteil von bis zu 25 Prozent?

Wie Bloomberg berichtete, soll der Antrag auf die Anteilsaufstockung bereits im März 2017 bei der BaFin eingegangen sein. Entschieden sei den Gerüchten nach aber noch nichts. Auch die Herrscherfamilie des Golfstaats selbst sei noch unsicher, ob der Anteil an der Deutschen Bank überhaupt erhöht werden soll, so die Gerüchteküche. Schon im Oktober 2016 wurde auf dem Börsenparkett gemurmelt, dass der Katar-Anteil auf bis ein Viertel der Aktien aufgestockt werden könnte. In wie weit die Gerüchte Recht haben und ob Katar wirklich seinen Anteil an der Bank aufstocken wird, bleibt nun abzuwarten.

Das Emirat Katar ist weltweit durch seine Investmentsfonds bekannt als Großanleger. Für die Deutsche Bank würde die Erhöhung der Anteile eines solch wichtigen Aktionärs wohl einen Auftrieb bedeuten. Würde dies doch anderen Aktionären und Anlegern signalisieren, der Aktie der Deutschen Bank kann man trauen, wenn Al-Thani der Bank traut.

Performance des DAX: Starke Rendite über Jahre hinweg

Die Aktie der Deutschen Bank ist im DAX gelistet, im deutschen Leitindex. Viele Experten empfehlen immer wieder die Anlage in Aktien, um mittel- und langfristig tatsächlich ein Vermögen aufzubauen. Seit die Zinsen für Spareinlagen so drastisch gesunken sind, lässt sich mit Sparbuch und Co. kaum bis gar keine Rendite mehr erwirtschaften. Dank der steigenden Inflationsrate müssen die deutschen Sparer damit leben, in den meisten Fällen nur noch eine negative Realverzinsung zu haben. Von einem Plus unter dem Strich bei den Zinserträgen können die meisten nur noch träumen.

Bei der Anlage in Aktien sieht dies anders aus. Über die Dauer von einem Monat liegt die Performance der im DAX gelisteten Wertpapiere bei plus 4,91 Prozent, bei sechs Monaten bei sogar plus 18,06 Prozent. Im laufenden Jahr beträgt die Performance bislang plus 9,66 Prozent über die Dauer von einem Jahr plus 26,62 Prozent, und über die Dauer von drei Jahren plus 30,34 Prozent. Besonders stark ist die Performance der im DAX aufgeführten 30 Aktien der größten deutschen Wirtschaftsunternehmen über den Zeitraum von fünf Jahren. Damals lag der DAX auf 6.271,22 Punkten und konnte seitdem mit plus 100,76 Prozent performen.

Dies ist ein Renditeanstieg, von dem Sparer, die ihr Geld auf Tagesgeldkonten und als Festgeld, auf Sparbüchern und als Lebensversicherung anlegen, nur träumen können. Zwar kann nie vorab gesagt werden, welche Aktien steigen und welche fallen werden, die Entwicklungen in der Volkswirtschaft und der Betriebswirtschaft können nur prognostiziert, aber niemals genau vorhergesagt werden. Dennoch kann mit dem richtigen Riecher und dem Quentchen Geduld ein Ertrag erwirtschaftet werden, der weit über die Zinsen für Spareinlagen hinausgeht.

Aktienanlagen als Chance in Zeiten niedriger Zinsen

Wertpapiere kontra Spareinlagen, dies gilt in der gegenwärtigen Niedrigzinsphase ganz besonders. Die Banken geben kaum noch etwas für das Ersparte der Bundesbürger. Der 1. Grund hierfür: Der Leitzins für die Eurozone liegt auf 0,00 Prozent und wird in den nächsten Monaten kaum steigen. Der 2. Grund: Die Banken müssen für die Einlagen bei der Europäischen Zentralbank Strafzinsen in Höhe von minus 0,40 Prozent bezahlen. Dadurch lohnt es sich für die Geldinstitute nicht mehr, Spareinlagen zu führen. Inzwischen gibt es nicht wenige Banken, die ihre Tagesgeldkonten eingestellt haben und diese nur noch für Bestandskunden führen. Andere Banken haben ihr Portfolio an Feldgeldkonten zusammengestrichen und bieten nur noch wenige oder gar keine Laufzeiten mehr an.

Aktien sind in dieser Phase etwas, was nach Ansicht vieler Experten dringend ins eigene Anlageportfolio gehört. Eine Regel, wie viele Wertpapiere jemand halten sollte, gibt es nicht, aber nicht wenige Experten sprechen sich für einen Aktienanteil von 25 Prozent bei den Ersparnissen aus. Unter den Anlagepapieren kann gestreut werden, von nahezu sicher bis zu hohem Risiko. Dies obliegt jedem Anleger selbst, inwieweit er bereit ist, ein Risiko einzugehen. Je höher das Risiko jedoch ist, desto höher sind meist zugleich die Renditechancen eines Wertpapiers.

Wie Sie selbst in Aktien investieren können

In Deutschland hält sich hartnäckig der Irrglaube, nur Vermögende könnten in Aktien investieren. Dabei gibt es diese Möglichkeit längst auch für Kleinanleger, seitdem es immer mehr Banken gibt, die ihr Wertpapierdepot sehr günstig anbieten, zum Teil sogar mit kostenloser Depotführung. Ein solches Depot ist die Voraussetzung dafür, Aktien kaufen und verkaufen zu können.

Bei der Anlage in Aktien können Sie ganz unterschiedlich vorgehen. Sie können sich Wertpapiere eines bestimmten Unternehmens kaufen und in Ihr Depot legen oder in einen der zahlreichen Fonds investieren. Bei den Wertpapierfonds haben Sie je nach Anbieter die Möglichkeit, eine Risikostreuung innerhalb des Fonds zu haben oder in verschiedene Fonds mit unterschiedlich hohem Risiko zu investieren. Rein auf risikoarme Fonds zu setzen, bringt jedoch wenig, da die Rendite sich hier zu sehr im Rahmen hält. Eine breite Streuung des Risikos kann indes dabei helfen, unter dem Strich einen schönen Ertrag für sich zu erzielen.

Fondsparpläne als Möglichkeit für Laien

Wer sich nicht mit Aktien auskennt, aber trotzdem in Wertpapiere investieren möchte, kann dies sogar regelmäßig automatisch erledigen. Mit einem Fondsparplan, der entsprechend der eigenen Anlagewünsche aufgebaut ist, kann monatlich für einen bestimmten Betrag gespart werden. Je nach Anbieter können die Mindestanlagebeträge, die jeden Monat gezahlt werden, unterschiedlich hoch sein. Inzwischen gibt es Sparpläne in diesem Bereich, bei denen monatlich bereits ab 25 Euro gespart werden kann.

Die Fondsparpläne können ein unterschiedlich hohes Risiko haben. Je nach Anbieter kann das Risiko im Fondsparplan selbst gestreut sein. Oder es gibt die Möglichkeit, mehrere Sparpläne nebeneinander zu führen, mit jeweils unterschiedlich hohem Risiko. Jeder Anleger hat hier eine Vielzahl von Möglichkeiten und selbst Kleinsparer können hierdurch eine Rendite erwirtschaften, durch den kleinen monatlichen Mindestanlagebetrag.

Wertpapierdepot zusammen mit Girokonto eröffnen

Wer lieber direkt in Aktien als in Fondsparpläne investieren möchte, der benötigt für seine Anlage ein eigenes Depot. Solche Wertpapierdepots werden von zahlreichen Banken in Deutschland angeboten. Auch spezielle Onlinebroker gibt es, die nur Depots in verschiedener Ausführung anbieten.

Vor allem Direktbanken bieten ihren Kunden die Möglichkeit, zum eigenen Girokonto direkt noch ein Depot zu eröffen. Dies ist praktisch, da die Girokontoeröffnung und die Eröffnung des Wertpapierdepots direkt in einem Rutsch durchgeführt werden kann. Beim Girokonto-Vergleich kann deshalb gleich darauf geachtet werden, bei welcher Bank es auch noch ein Depot dazu gibt.

Ein Girokonto bei der gleichen Bank zu führen, ist übrigens keine Voraussetzung, um ein Wertpapierdepot eröffnen zu können. Beide Kontenarten können bei verschiedenen Banken geführt werden, beispielsweise wenn jemand gerne seine Gehaltseingänge und Ausgaben von seinem Depot und den Gewinnen und Verlusten dort getrennt haben möchte.

Inzwischen ist es auch Minderjährigen ganz einfach möglich, ein Wertpapierdepot zu eröffnen. Dadurch können bereits früh Teile des Taschengelds und Geldgeschenke in Aktien investiert und für die Zukunft angelegt werden.

Drei Girokonten mit Vorteilen für Neukunden

Inzwischen sind es vor allem die Direktbanken, die mit ihren günstigen Konditionen und mit ihrer unkomplizierten Kontoeröffnung zu überzeugen wissen.

Das Girokonto der comdirect kann sich sehen lassen. Die Kontoführung ist kostenlos, zum Girokonto dazu gibt es eine kostenlose Visa Card Kreditkarte. Das comdirect Wertpapierdepot gehört zwar nicht unmittelbar zum Konto dazu, überzeugt jedoch ebenfalls mit seinen guten Konditionen. Die Depotführung ist für garantierte drei Jahre kostenlos und das Grundentgelt beträgt nur 4,90 je Order. Für Vieltrader gibt es auf das Grundentgelt einen Rabatt von 15 Prozent. Zum Girokonto dazu gibt es außerdem eine Prämie für Neukunden.

Beim Consorsbank Girokonto gibt es bei Gehaltseingang ebenfalls eine Neukunden-Prämie dazu. Die Kontoführung ist, wie bei der comdirect, kostenfrei und eine kostenlose Visa Card gibt es auch noch obendrauf. Wer bei der Consorsbank ein Wertpapierdepot eröffnen möchte, zahlt nichts für die Depotführung.

Beim Girokonto der ING-DiBa ist die Kontoführung unter Bedingungen kostenfrei. Dafür gibt es eine Prämie für Neukunden zum Konto dazu. Und noch besser: wer bei der ING-DiBa ein Wertpapierdepot eröffnet, kann derzeit im Rahmen einer Aktion auch noch eine zusätzliche Prämie erhalten. Die Depotführung des ING-DiBa Depots ist, wie bei der comdirect und der Consorsbank auch, kostenlos.

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