• Donnerstag, 29. Januar 2026

Giro-News: 1822MOBILE: 1822direkt bietet App-Konto an

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Die Bankenbranche in Deutschland galt lange Zeit als konservativ und wenig wandlungsfähig. Für das Festhalten an den alten Konzepten haben die Institute nun die Quittung erhalten. Wegbrechende Gewinne und unzufriedene Kunden sind die Symptome einer verfehlten Strategie. Dass es aber auch anders geht, zeigen innovative Konzepte von kleinen Direktbanken. Ein Beispiel ist etwa die 1822direkt mit ihrer App 1822MOBILE. Das Girokonto wird auf diese Weise komplett auf das Smartphone geholt. Der Besuch einer Filiale, oder auch die Verwaltung des Kontos über den Rechner von zu Hause wird somit komplett unnötig. Wie die App der 1822direkt konkret funktioniert und welche Vorteile für die Kunden daraus resultieren, erfahren Sie in unserem Beitrag. Darin werfen wir auch ein Licht auf die ganz allgemeine Entwicklung innerhalb der Bankenbranche in Deutschland.

Die deutsche Bankenbranche im Wandel

Lange schien sich die Bankenbranche in Deutschland dagegen zu wehren. Doch ein Wandel der alten Strategien und Konzepte scheint mittlerweile unvermeidlich. Lange Jahre verfolgten die deutschen Geldinstitute vor allen das Konzept, die Kunden in ihren Filialen zu empfangen, zu bedienen und zu beraten. Dreh- und Angelpunkt der Kundenbeziehung war dabei das Girokonto. Dieses wurde vielfach kostenlos oder zumindest sehr kostengünstig angeboten. Dabei machten die meisten Banken zwar keinen Gewinn oder zahlten sogar drauf. Allerdings zielte die Strategie vor allem darauf ab, die Kunden eng an das Institut zu binden und dann weitere Produkte und Servicedienstleistungen an den Mann oder die Frau zu bringen. So wurden Produkte für die Geldanlage, die Altersvorsorge oder auch für die Finanzierung von teuren Anschaffungen oder von Wohneigentum vertrieben. In Frage kamen dabei natürlich nur die Produkte aus dem jeweils eigenen Haus. Die Gebühren, die auf diese Weise eingenommen wurden, sorgten für ein komfortables Auskommen der Banken. Hinzu kam, dass die Zinsen in der Vergangenheit auf einem deutlich höheren Niveau lagen und so mit den Einlagen der Kunden auf dem Girokonto deutlich höhere Zinsmargen erzielt werden konnten als heute.

Doch diese beiden Einnahmequellen, der Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen aus dem eigenen Haus und Zinsen aus den Kreditgeschäften sind heute längst nicht mehr so lukrativ wie noch vor einigen Jahren. Das aktuell niedrige Zinsniveau hat die Einnahmen aus dem Kreditgeschäft deutlich geschmälert. Und mit Blick auf Finanzdienstleistungen jeglicher Art sind viele Kunden deutlich wählerischer geworden. Manch einer nimmt die Leistungen unabhängiger Berater in Anspruch oder regelt seine finanziellen Angelegenheiten gleich vollständig auf eigene Faust. Eine Reaktion der Banken bestand darin, nach und nach auch Gebühren für das Girokonto einzuführen bzw. diese zu erhöhen. Mit wirklich innovativen Konzepten taten sich die althergebrachten Institute dagegen lange Zeit schwer. Dies scheint sich nun langsam zu ändern. Frischer Wind kommt vor allem von den kleinen Wettbewerbern, die als sogenannte Direktbanken mit innovativen Konzepten sowie niedrigen Gebühren um neue Kunden werben. Ein Beispiel ist das App-Konto von 1822direkt.

Mit dem App Konto 1822MOBILE von 1822dirket in die Zukunft?

Mit dem Angebot 1822MOBILE stellt die 1822direkt, die Direktbanktochter der Sparkasse Frankfurt ein Kontomodell vor, welches komplett über das eigene Smartphone gesteuert werden kann. Für die Smartphone-affine Kundschaft kann dies eine deutliche Verbesserung für die Möglichkeiten der Kontoführung und Verwaltung darstellen. Denn es entfallen fortan zeitaufwendige Besuche in der Filiale und auch der Rechner zu Hause muss nicht extra hochgefahren werden, um etwa eine Überweisung zu tätigen. Einzige Verbindung zum Konto ist also die App. Mit dieser App sind die Kunden rund um die Uhr in der Lage, nicht nur ihren Kontostand im Blick zu behalten, sondern auch Zahlungseingänge zu überprüfen oder Daueraufträge einzurichten. Zusatzfunktionen ermöglichen es außerdem, Rechnungen ganz einfach einzuscannen und anschließend zu überweisen, ohne dass lange Zahlenkombinationen eingetippt werden müssen. Integrieren lassen sich auch innovative internetbasierte Bezahldienste wie PayPal oder paydirekt, mit denen dann etwa bequem Rechnungen von Bestellungen im Internet beglichen werden können. Andere Features ermöglichen es, Freunden und Bekannten direkt kleinere Beträge von Smartphone zu Smartphone zu senden.

Und auch die Konten bei anderen Instituten können ganz einfach über diese App verwaltet werden. Zum Angebot gehört außerdem ein sogenannter Konto-Alert, der dem Kontoinhaber automatisch auf aktuelle Bewegungen auf dem Konto aufmerksam macht. Die Sicherheit beim Banking ist dadurch gegeben, dass bei jeder Transaktion ein individuelles TAN Passwort eingegeben wird.

Mit dieser App sind das Konto und alle damit möglichen Funktionen stets in der eigenen Hosentasche. Darüber hinaus funktioniert das 1822MOBILE Girokonto aber wie jedes andere Konto auch und bietet alle für den Alltag notwendigen Funktionen. Auch ein Dispokredit wird angeboten, wobei der Zins derzeit bei 7,43 Prozent liegt. Mit einer Bankkarte kann an allen Automaten der Sparkassen innerhalb Deutschlands kostenlos Bargeld abgehoben werden. Bei entsprechender Bonität erhalten die Kontoinhaber auch eine Kreditkarte und haben so auch im Ausland jederzeit die Möglichkeit, bargeldlos zu bezahlen oder kostenlos an Bargeld zu gelangen. Mit diesem Angebot ist die 1822direkt in die Offensive gegangen. Alleine steht sie damit jedoch nicht. Auch die ausschließlich auf mobiles Banking ausgerichtete N26 hat ein vergleichbares Kontomodell im Programm.

Was können die etablierten Institute entgegensetzen?

An innovativen Möglichkeiten und Angeboten scheint es mittlerweile also nicht mehr zu fehlen. Die Frage ist nun, ob sich solche mobilen Angebote für das Girokonto bei den Kunden auf breiter Front durchsetzen. Denn nicht nur die Bankenbranche galt lange Zeit als ausgesprochen konservativ. Auch die Kunden selber schienen sich mit der Situation arrangiert zu haben. Innovative Angebote hatten und haben es auch auf dieser Grundlage eher schwer. Von daher bleibt es abzuwarten, wie die etablierten Banken auf die Vorstöße der kleinen Direktbanken reagieren werden. Interessant ist natürlich zunächst der Umstand, dass es sich bei der 1822direkt um eine Tochter der Sparkasse in Frankfurt handelt. Gerade die Sparkassen galten in Deutschland lange Zeit als besonders behäbig. Mit dem Angebot 1822MOBILE zeigt die Sparkassen Gruppe nun, dass sie durchaus zu interessanten Neuerungen in der Lage ist. Außerdem haben natürlich auch schon viele sogenannte klassische Filialbanken Girokontenmodelle im Programm, die zumindest teilweise auch mobil gesteuert werden können. Allerdings wurden diese vielfach eher schleppend durch die Kunden angenommen. Dies lag natürlich teilweise auch daran, dass sie noch nicht vollständig durchdacht waren und den Nerv der Kunden nicht wirklich trafen. Der Vorstoß der 1822direkt kann daher auch als eine Art Versuchsballon gesehen werden, mit dem sich die Sparkassen in das Feld des innovativen Bankings vorwagen. Hat dieser Schritt Erfolg, dürften viele andere Institute mit ähnlich gearteten Angeboten schnell folgen. Schließlich bringt ein ausschließlich über das Smartphone steuerbares Konto nicht nur für die Kunden Vorteile. Regeln viele Bankkunden ihre Geschäfte in Eigeninitiative über das Smartphone, kann auch die Bank ihrerseits Kosten und Personal sparen.

Die Kunden können selber entscheiden

Am Ende wird es also an den Kunden liegen, ob bzw. wie schnell sich die neuen Kontoformen durchsetzen werden. Branchenbeobachter gehen davon aus, dass sich der Markt in Deutschland zwei Segmente teilen könnte. Auf der einen Seite stehen die jungen und internetaffinen Kunden, die nur darauf gewartet haben, ihr Konto und ihre Finanzen in eigener Initiative über das Smartphone zu verwalten. Dem gegenüber steht aber eine nach wie vor große Gruppe von Kunden, die Wert auf persönliche Beratung in einer Filiale legt. Dieser Wunsch ist natürlich durchaus legitim. Gerade für ältere Bankkunden stellt das moderne Banking per App wohl keine realistische Alternative mehr dar. Klar ist aber auch, dass es den persönlichen Service in der Filiale nicht zum Nulltarif geben wird. Den individuellen Service werden sich die Banken entsprechend bezahlen lassen. Wer dagegen mit dem Girokonto Geld sparen will, muss auf eine persönliche Beratung vor Ort verzichten. Das heißt jedoch nicht, dass es rund um das Girokonto überhaupt keine Unterstützung mehr gibt. Auch bei dem hier vorgestellten Kandidaten 1822direkt oder auch bei N26 ist es prinzipiell möglich, per Email oder auch telefonisch Kontakt zu einem Mitarbeiter aufzunehmen, um Fragen rund um das Girokonto zu klären.

Fazit – 1822MOBILE ist wohl nur der Anfang

Die Bankenbranche in Deutschland befindet sich seit einiger Zeit in einem umfassenden Wandlungsprozess. Das bisher bekannte Modell, bei dem das Girokonto im Mittelpunkt der Geschäftsbeziehungen zwischen Bank und Kunde stand und die Verwaltung des Girokontos vor allem über den persönlichen Kontakt in der Filiale abgewickelt wurde, hat zumindest teilweise ausgedient. Zumindest wenn die Kunden nicht bereit sind, für diese Form der Kontoführung extra Geld zu bezahlen, werden sie wohl oder übel ihre Geschäfte in eigener Initiative online abwickeln müssen. Doch dies muss nicht unbedingt ein Nachteil sein. Dies zeigt sich auch an den neuen Modellen, wie sie etwa durch die 1822direkt zuletzt eingeführt worden sind. Mit einer einfachen App lassen sich dabei alle Bankgeschäfte mit wenigen Handgriffen über das mobile Endgerät abwickeln. Viele Zusatzfunktionen sorgen dafür, dass etwa Überweisungen ohne langes Eintippen von Kontoverbindungen in sehr kurzer Zeit ausgeführt werden können oder dass kleinere Beträge direkt an Freunde oder Bekannte verschickt werden können. Ob sich diese Modelle auf breiter Front durchsetzen werden, wird sich indes noch zeigen. Für das 1822MOBILE Girokonto spricht in jedem Fall, dass keine Gebühren für die Kontoführung erhoben werden. Dies ist auch bei einigen anderen Girokonten von Direktbanken der Fall. Ein Beispiel ist etwa die DKB, die ein kostenloses Girokonto anbietet. Auch bei diesem Angebot kann das Konto auf Wunsch per App geführt werden. Zum Leistungsumfang gehört außerdem eine Kreditkarte, die bargeldloses Bezahlen sowie Geldabheben jederzeit kostenlos ermöglicht. Im Ausland ist das Abheben von Geld kostenlos, wenn wenigstens 700 Euro pro Monat auf dem Konto eingehen und dadurch der Status Aktivkunde erworben wird. Auch die ING DiBa hat ein kostenloses Girokonto inklusive Kreditkarte im Programm. Allerdings wird dabei ein regelmäßiger Geldeingang vorausgesetzt.

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