• Donnerstag, 29. Januar 2026

Giro-News: Deutsche vertrauen Banken nicht

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Banken vertrauenVor Jahren haben die Deutschen noch der Finanzindustrie vertraut. Doch mittlerweile sieht das ganz anders aus. Seit der Bankenkriese ist das Vertrauen in die Banken so stark zurückgegangen, obwohl die Banken doch jede Menge probieren, um den Ruf wieder zu stabilisieren. Es gibt bereits einige Studien, die belegen, dass die Anstrengungen der Banken von den Bürgern noch sehr kritisch angesehen werden. Im Prinzip bleibt der erhoffte Erfolg der Banken aus. Aber woran liegt das eigentlich? Warum können die Deutschen den Banken nur so schwer vertrauen?

Gründe für das Misstrauen

Es gibt gleich mehrere Gründe, warum die Deutschen den Banken nicht mehr vertrauen. Ein ganz großer Punkt ist der, dass die Leute meinen, dass die Banken nur ihre Profitgier im Sinn haben. Die Bedürfnisse der Kunden sind egal. Der Gedanke liegt auch daran, dass die Banken die Gebühren immer weiter in die Höhe treiben. Da kann man tatsächlich davon ausgehen, dass die Geldinstitute nur auf Profit aus sind. Mehr als die Hälfte der Deutschen ist genau der Meinung. Sie kommen sich abgezockt vor. Denn warum sollen auf einmal die Kontogebühren erheblich erhöht werden, ohne dass es zusätzliche Leistungen gibt? Vor allem ist es bei einigen Banken mittlerweile so, dass sogar Buchungen und Kontoauszüge Geld kosten. Das war alles einmal inbegriffen und soll auf einmal nicht mehr kostenlos funktionieren. Dass da das Misstrauen der Leute steigt, ist natürlich klar. Der Großteil der Bevölkerung wünscht sich niedrigere Gebühren. Schließlich möchte niemand 100 Euro und mehr im Jahr nur für die Kontoführungsgebühr bezahlen. Es gibt nur wenige Leute, die die Gebührenpolitik der Banken fair finden. Bei einer Umfrage kam heraus, dass lediglich fünf Prozent der Leute zufrieden sind.

Warum hohe Gebühren anfallen

Man könnte meinen, die Banken lassen die Gebühren einfach so ansteigen, um die Kontoinhaber zu ärgern. Doch das ist natürlich nicht so. Die Geldinstitute haben gute Gründe, um erhöhte Gebühren zu verlangen. Auch die Banken müssen Gewinne erwirtschaften, um am Markt beständig zu sein. Und aufgrund der Dauerniedrigzinsen sind sie gezwungen, auf eine andere Art und Weise Geld einzunehmen. Und das funktioniert über die Gebühren. Viele Sparkassen und Banken haben sich aufgrund der niedrigen Zinsen dazu entschlossen, die Gebühren für die Kontoführung zu erhöhen. Doch dabei ist es bei einigen Banken nicht geblieben. Es werden sogar Gebühren für verschiedene Buchungen fällig. Sogar für Online-Transaktionen wird teilweise abkassiert. Dafür, dass man das Konto im Prinzip selbst verwaltet und Transaktionen durchführt, ist das schon ein starkes Stück. Diejenigen Banken, die so etwas einführen, müssen damit rechnen, dass viele Kunden ihnen den Rücken kehren. Denn es gibt auch Banken, die komplett gebührenfrei auskommen oder zumindest keine Gebühren für beleglose Buchungen und Online-Transaktionen verlangen.

Start-ups als Nutznießer

Junge Finanzunternehmen könnten von der Situation profitieren. Denn es gibt viele Leute, die auch die Leistungen von Startups ausprobieren würden. Allerdings müssen diese ihre Dienstleistungen zu günstigeren Konditionen anbieten. Das könnten sich sehr viele Leute als Alternative zu den aktuellen Banken vorstellen. Es gibt ja auch schon viele interessante Angebote, die aus der Masse hervorstechen und in die engere Wahl gezogen werden könnten. Prinzipiell sollten die Bankkunden verschiedene Angebote vergleichen, wenn die Preise der eigenen Bank erhöht wurden und das Vertrauen zu dem Geldinstitut verschwunden ist.

Online-Banken als gute Alternative

Es gibt immer noch viele Leute, die lieber zu den Banken vor Ort gehen, anstatt Internet-Banken auszuprobieren. Dabei gibt es da oft sehr gute Angebote. Doch das Thema Sicherheit ist gerade im Bereich des Internets ein großer Knackpunkt, der immer wieder Fragen aufwirbelt. Die Deutschen fragen sich, ob die Online-Banken und das dort angelegte Geld wirklich sicher sind. Bei Befragungen wurde herausgefunden, dass rund jeder dritte Deutsche die Sicherheit der Banken im Internet stark anzweifelt. Da werden dann doch lieber hohe Gebühren in Kauf genommen, anstatt das Online-Angebot einmal auszuprobieren. Oft ist es auch so, dass die meisten Kunden der Online-Banken nur vom PC aus Bankgeschäfte tätigen. Smartphones und Co. werden für Geldgeschäfte oft aufgrund der Angst, es könnte nicht sicher sein, nicht zum Einsatz gebracht. Vergleicht man mit anderen Ländern, so fällt doch auf, dass beispielsweise Einwohner von Großbritannien und Frankreich viel öfters auf das Smartphone setzen. In England sind es zehn Prozent mehr als in Deutschland, die das mobile Banking nutzen.

Internet von großer Wichtigkeit

In der heutigen Zeit spielt das Internet eine sehr große Rolle. Gerade als Informationsquelle bietet sich das Netz ausgezeichnet an. Viele Leute nutzen das Internet, um sich über die Banken mit ihren Konten und Gebühren zu informieren. Wer ein neues Konto eröffnen möchte, stöbert im Internet und sucht nach den besten Angeboten. Interessanterweise wird für die Recherche doch oft das Smartphone genutzt. Nur dann, wenn es um das Online-Banking geht, wird lieber auf den herkömmlichen PC oder den Überweisungsautomaten in einer Bank gesetzt. Doch für viele Leute ist eine Beratung von einem Bankangestellten vor Ort noch viel wichtiger als die Recherche im Internet. Für einfache und belanglose Sachen trifft das nicht zu. Aber bei komplizierten Angelegenheiten vertrauen die Kunden dann doch lieber dem Berater vor Ort.

Vertrauensvorschuss in die ortsansässigen Banken

Obwohl viele Leute den Banken nicht ganz trauen, setzen sie aber doch lieber auf die ortsansässige Bank, anstatt auf teilweise kostenlose Online-Banken. Oft scheuen sich die Leute vor der Identitätsprüfung. Sie meinen, es könnte zum Missbrauch der Daten kommen. Von daher ziehen doch viele Leute lieber die Identitätsprüfung in einer Bank vor Ort vor. Es gibt viele Leute, die bereits seit über zehn Jahren bei derselben Bank oder Sparkasse vor Ort mit ihrem Konto sind. Diese vertrauen der eigenen Bank, aber hingegen im Allgemeinen der Finanzindustrie nicht. Da können sich die Banken glücklich schätzen, dass viele Kunden den persönlichen Service bevorzugen.

Fazit – Vertrauen in die eigene Bank

Gerade in der jetzigen Situation, in der ständig Gebühren erhöht werden, sollte man mit seiner eigenen Bank im Reinen sein. Bei den meisten Leuten ist es auch so. Sie setzen trotz erhöhter Gebühren auf die Bank, bei der sie schon lange sind. Denn da wissen sie, was sie haben. Doch es gibt auch viele Leute, die allgemein mit der Finanzindustrie nicht zufrieden sind und das ganze Geschehen misstrauisch verfolgen. Neben den Banken, die hohe Gebühren für die Kontoführung und Buchungen verlangen, gibt es auch kostengünstige Varianten oder sogar komplett kostenfreie Konten. Wer in die Online-Banken bisher noch kein Vertrauen gesetzt hat, der kann ein kostenloses Konto einfach einmal nebenher laufen lassen und ausprobieren, wie sich das so macht. Gebührenfreie Konten gibt es aktuell unter anderem von der ING-Diba, der Consorsbank und DKB. Da müsste man der Technik und dem Internet in Sachen Sicherheit mehr vertrauen. Auch gibt es keinen Berater vor Ort. Dafür hat man einen Anbieter an der Hand, durch den man sich viele Kontogebühren sparen kann.

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