• Montag, 16. März 2026

Girokonten für junge Leute

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Spätestens wenn nach dem Abschluss der Schule die neue Lehrstelle angetreten oder ein Studium aufgenommen wird, ist es höchste Zeit, sich um ein eigenes Konto zu kümmern. Doch häufig haben Jugendliche zu diesem Zeitpunkt bereits ein eigenes Konto, über welches sie ihr Taschengeld erhalten oder Beträge gespart haben, die sie etwa anlässlich von Geburtstagen oder der Konfirmation erhalten haben. Doch egal, ob ein neues Konto eröffnet werden soll oder ob ein bestehendes Konto weitergenutzt werden soll, die jungen Leute sind gut beraten, wenn sie sich in dieser Phase noch einmal gründlich umschauen. Dies hat vor allem zwei Gründe: Zum einen stellen viele Banken das Gebührenmodell um, wenn das erste feste Gehalt eingeht und zum anderen wird mit der Wahl eines Girokontos nicht selten eine Entscheidung für viele Jahre, wenn nicht für das ganze Leben getroffen. Grund genug also, einmal zu schauen, worauf es ankommt, wenn junge Leute ein neues Konto eröffnen möchten.

Wer braucht überhaupt welches Konto?

Zunächst stellt sich die Frage, ab wann junge Leute überhaupt ein eigenes Konto benötigen. Möglich ist dies bereits ab dem ersten Lebensjahr. Viele Banken bieten spezielle Modelle für Kinder und Jugendliche, die ohne eine bestimmte Altersbeschränkung nach unten gelten. Sinnvoll kann ein solches Angebot durchaus sein, auch wenn der Nutzen zunächst vor allem den Eltern zu Gute kommt. Zum einen sind diese rein rechtlich ohnehin die Inhaber dieser Konten und zum anderen werden auf Einlagen auf diesen Konten sehr häufig überdurchschnittlich hohe Zinsen gezahlt. Während auf dem Tagesgeld derzeit mit durchschnittlich 0,2 Prozent gerechnet werden kann, liegen die Angebote für einige spezielle Kinder- und Jugendkonten bei mehr als einem Prozent im Jahr. Allerdings handelt es sich dabei in der Regel nicht um klassische Girokonten, es können also etwa keine Abbuchungen oder Auszahlungen per Karte vorgenommen werden. Dagegen ist es möglich, dass die Eltern oder auch Verwandte Geld auf das Konto überweisen. Etwa ab einem Alter von 12 Jahren werden dagegen echte Girokonten angeboten. Auch diese dürfen jedoch nur nach Zustimmung und mit Unterschrift der Eltern eröffnet werden. Darüber hinaus handelt es sich bei diesen Modellen um vollwertige Angebote, sind zum Teil sogar mit einer eigenen Kreditkarte ausgestattet und können über eine App bedient werden, wenn die jungen Kunden über ein eigenes Smartphone verfügen. Die Inhaber können mit Karte bezahlen und Geld am Automaten abheben. Nur mit einem Dispo kann in aller Regel nicht gerechnet werden.

Worauf kommt es speziell für Jugendliche an?

Die eben beschriebenen Modelle dienen den Banken häufig als sogenannte Lockangebote, mit denen die jungen Kunden frühzeitig an das Institut gebunden werden sollen. Mitunter wird auch darauf abgezielt, mit günstigen Konditionen erst die Kinder und dann deren Eltern als neue Kunden zu gewinnen. Gerade durch Kinder und Jugendliche können sehr günstige Konditionen in Anspruch genommen werden. Doch in sehr vielen Fällen ändern sich die Konditionen, sobald diese ein bestimmtes Alter erreicht haben oder regelmäßige Einkünfte erhalten. Es ist also durchaus sinnvoll, darauf zu achten, welche Konditionen dann in diesen Fällen gelten. Viele Modelle wandeln sich einfach in die normalen Giroknoten für Erwachsene um und es werden fortan Gebühren berechnet. Entscheidend ist dabei, unter welchen Bedingungen die Kontenmodelle umgestellt werden. Einige Modelle sind für Studierende konzipiert und es reicht ein entsprechender Nachweis. Bei anderen Modellen gilt eine bestimmte Altersgrenze, die je nach Institut zwischen 18 Jahren und 27 Jahren liegen kann. Dabei sollte aber nicht ausschließlich auf mögliche Kontoführungsgebühren geachtet werden. Banken sind mittlerweile dazu übergegangen, auch für Transaktion und Kontobewegungen jeder Art Gebühren zu verlangen. Kosten, die bisher kaum ins Gewicht gefallen sind, da kaum Bewegungen stattfanden, machen sich dann plötzlich bemerkbar, weil das Girokonto nun intensiver genutzt wird. Sobald ein regelmäßiges Gehalt eingeht, wird den Inhabern zudem ein Disporahmen eingeräumt. Auch auf die Höhe der Zinsen für diesen flexiblen Kredit sollte möglichst geachtet werden.

Aktuell einige günstige Angebote verfügbar

Wird deutlich, dass die bisher guten Konditionen nicht mehr gelten, sollte nach einen günstigeren Modell Ausschau gehalten werden. Gerade für Jugendlich gibt es eine Reihe von interessanten Angeboten. Dabei gilt bei vielen Banken auch ein umgekehrter Mechanismus: Erst ab einem bestimmten Geldeingang wird ein kostenloses Konto vergeben. Dieser Geldeingang liegt aber meist in einem sehr moderaten Bereich von nur wenigen hundert Euro. Insbesondere für Azubis scheint das Top Giro Young der wüstenrot direct geeignet, welches ab einem monatlichen Geldeingang von 500 Euro vollständig kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Obendrauf gibt es noch ein Startguthaben von 100 Euro. Alle Transaktionen sind kostenlos und es kann an etwa 20.000 Geldautomaten in Deutschland Geld abgehoben werden. Für einen Jahresbeitrag von 19 Euro gibt es eine Kreditkarte von VISA dazu.

Ein interessantes Angebot für Studierende bietet auch die Ing-DiBa. Diese bietet zwar generell ein kostenloses Girokonto, welches allerdings bei normalen Kunden an einen regelmäßigen Gehaltseingang gebunden ist. Gegen einen Nachweis, dass gerade ein Studium absolviert wird, ist ein solcher Gehaltseingang jedoch keine zwingende Voraussetzung. Ein bedingungslos kostenloses Girokonto bietet auch die DKB. Das DKB Cash u18 ist dabei speziell für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren gedacht, wobei aber kaum nennenswerte Unterschiede zum regulären DKB Cash bestehen. Nach dem 18. Geburtstag wandelt sich das Konto automatisch um und auch dann werden keine Kosten berechnet. Ab einem regelmäßigen Geldeingang von 700 Euro erlangt der Kunden zudem einen Aktiv-Status, der zu einigen interessanten Zusatzleistungen berechtigt.

Wie wird ein Wechsel durchgeführt bzw. ein Konto neu eröffnet?

Keine Hürde sollte dagegen ein Wechsel darstellen, der sich normalerweise in wenigen Minuten abwickeln lässt. Grund hierfür sind zum einen Service-Angebote vieler Banken, die gemeinsam mit Partnerunterhemen den wesentlichen Aufwand eines Wechsels übernehmen. Konkret werden alle bisherigen Zahlungspartner informiert und bestehende Daueraufträge einfach umgestellt. Außerdem wird die Kündigung des bestehen Kontos sowie der Übertrag des Saldos automatisch übernommen. Hinzu kommt, dass alle Banken seit einer Gesetzesänderung in diesem Jahr dazu verpflichtet sind, abwanderungswillige Kunden beim Wechsel zu unterstützen, indem sie mit der neuen Bank kooperieren und ihnen alle notwendigen Informationen zur Verfügung stellen. Ein Wechsel stellt also keine nennenswerte Hürde dar. Noch einfacher ist es, ein neues Konto zu eröffnen. Dies kann in den allermeisten Fällen mit sehr wenigen Handgriffen online erledigt werden. Egal ob Wechsel oder Neueröffnung: In jedem Fall muss eine Legitimation des neuen Kontoinhabers vorgenommen werden. Bisher war dabei das Verfahren Postident üblich, mittlerweile kann auch dieser Vorgang fast immer online durchgeführt werden und zwar per Video-Ident. Bei Kunden im Alter von weniger als 18 Jahren müssen dies die Eltern übernehmen.

Fazit – Viele interessante Angebote für Junge Leute

Wirkliche kostenlose Girokonten werden immer seltener. Etwas größer ist dagegen die Auswahl, wenn es um ein kostenloses Konto für Kinder oder Jugendliche geht. Allerdings sollten sich die Kunden auch mit der Frage befassen, an welche Bedingungen das Konto gebunden ist und wie es in Bezug auf die Gebühren weitergeht, wenn etwa das Höchstalter überschritten wird. Während bei einigen Banken sogar ein Startguthaben geboten wird, gibt es andere Banken, bei denen der Status des kostenlosen Kontos endet, wenn das erste Gehalt eingeht! Ein Wechsel oder auch eine Neueröffnung kann dagegen sehr schnell und einfach erledigt werden.

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