• Dienstag, 25. September 2018

Kontoführung: Es gibt auch noch gebührenfreie Girokonten

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Die fetten Jahre sind vorbei! Für die Verbraucher hat sich Deutschland innerhalb kürzester Zeit zu einer wahren Hochpreisinsel entwickelt, was die Gebühren für zahlreiche Girokonten anbelangt. Immer mehr Anbieter erheben Gebühren und ziehen damit den Unmut der Verbraucher auf sich. Einige Banken wollen allerdings in dieser Zeit auch besonders hervorstechen und stellen weiterhin gebührenfreie Girokonten zur Verfügung – und das oftmals sogar mit satten Extras.

Gebührenwelle erreicht Deutschland

Seit nunmehr fast zwei Jahren haben die ersten Banken in Deutschland die kostenlosen Girokonten abgeschafft und sind auf kostenpflichtige Modelle umgestiegen. Für die Verbraucher ein großer Schock, denn plötzlich musste für die reguläre Kontoführung des Girokontos eine Gebühr berappt werden. Und die liegt nicht selten bei fünf Euro oder mehr im Monat. Eine echte Gebührenwelle hat Deutschland im Finanzsektor erreicht, die von den Banken allerdings verteidigt wird. Immerhin seien es vor allem die niedrigen Zinsen gewesen, welche die Erträge der Banken schmälerten. Glücklicherweise zeigt sich allerdings, dass noch immer zahlreiche kostenlose Girokonten zu haben sind, bei denen weder für die Kontoeröffnung noch die Kontoführung eine Gebühr gezahlt werden muss. Auffällig: Bei einem Blick auf den Markt sind es vor allem die Direktbanken, die auf Gebühren für das Girokonto verzichten.

Das bestätigt auch Rainer Gerhard, der Geschäftsführer Karten und Konten beim Vergleichsportal „Check24“. Dieser erklärte: „Insbesondere Direktbanken, die ihre Produkte ausschließlich über das Internet vertreiben und auf ein Filialnetz verzichten, bieten gebührenfreie Girokonten zu guten Konditionen.“ Das sind hervorragende Nachrichten für alle Verbraucher: Wer sich von seiner Hausbank durch die Gebühren in die Enge gedrängt fühlt, kann auch jetzt noch ganz einfach auf ein kostenloses Girokonto ausweichen.

Gebührenfreie Girokonten: Angebote im Überblick

Wer suchet, der findet. Kostenlose Girokonten gibt es erfreulicherweise in nicht allzu geringer Anzahl. Alle Verbraucher haben also durchaus den kleinen Luxus, dass sie aus verschiedenen Angeboten wählen können. Zu beachten ist bei den unterschiedlichen Angeboten, dass diese mit Mindestanforderungen verbunden sein können. Gleichzeitig lassen sich bei vielen Angeboten aber erstaunlicherweise auch Boni entdecken, mit denen oftmals mehrere hundert Euro als Dankeschön einkassiert werden können. Bei der Volkswagen Bank gibt es mit dem Volkswagen Girokonto ein Konto, welches zum Beispiel nur bis zur Vollendung des 27. Lebensjahreskostenfrei genutzt werden kann. Alternativ können aber Personen über 27 das Konto nutzen, wenn ein monatlicher Geldeingang von mindestens 1.000 Euro verzeichnet wird. Sollte beides nicht zutreffen, müssen die Verbraucher mit 4,50 Euro Gebühren pro Monat rechnen. Ein ganz ähnliches Girokonto lässt sich mit dem Girokonto der 1822direkt entdecken. Hier kann das Konto ebenfalls bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres gebührenfrei genutzt werden, alternativ ist ein Geldeingang ausreichend. Eine Mindesthöhe schreibt die Bank hierfür aber nicht vor. Ebenfalls ein gutes Argument: Neue Kontoinhaber können sich hier bis zu 170 Euro als Bonus sichern.

Selbstverständlich lassen sich auf dem Markt aber auch Angebote entdecken, die ohne Mindestanforderungen genutzt werden können. Die Wüstenrot Bank beispielsweise stellt mit dem Top-Giro ein Konto zur Verfügung, welches an keine Mindestanforderungen gebunden ist. Darüber hinaus profitieren die neuen Kunden von einem Eröffnungsbonus von bis zu 95 Euro. Bei der ING-DiBa kann ebenfalls ein kostenloses Girokonto ohne Mindestanforderungen genutzt werden, welches immerhin noch einen Bonus von bis zu 75 Euro mit sich bringt.

Wie finde ich das beste Girokonto?

Gerade weil es so viele unterschiedliche Angebote auf dem Markt gibt, macht es Sinn, sich mit den Details der Offerten ganz genau zu beschäftigen. Zu beachten sind hierbei unterschiedliche Kriterien.

Funktionen des Kontos

Ein Girokonto sollte den Verbrauchern den Umgang mit den eigenen Finanzen so einfach wie möglich gestalten. Hierzu gehört nicht nur ein Überblick über die Ein- und Ausgänge, sondern auch die Möglichkeit des Online-Bankings. Darüber hinaus lassen sich Girokonten oft mit einem Dispositionskredit kombinieren, der in finanziellen Schieflagen aus der „Patsche“ helfen kann. Eine Kreditkarte kann bei vielen Anbietern ebenfalls mit dazu geordert werden.

Mindestanforderungen

Viele Angebote auf dem Markt sind an Mindestanforderungen gebunden. Die Verbraucher dürfen dann zum Beispiel nur ein gewisses Alter vorweisen oder müssen den Eingang von einem bestimmten monatlichen Betrag auf dem Konto verzeichnen. Derartige Mindestanforderungen können dafür sorgen, dass der eine oder andere Verbraucher das Konto nicht in Anspruch nehmen kann. Auf diesem Wege kann also bereits früh grob aussortiert werden.

Sicherheit und Schutz

Die Banken sollten ihre Verbraucher und deren Gelder jederzeit gut schützen. Damit ist vor allem das Online-Banking gemeint, welches jederzeit in einem sicheren Rahmen ermöglicht werden muss. Der Anbieter muss die Daten der Nutzer mit einer SSL-Verschlüsselung schützen, wodurch diese vor dem Zugriff Unbefugter geschützt sind. Darüber hinaus gibt es weitere Schutzmechanismen, wie zum Beispiel das automatische Ausloggen.

Prämien und Zusatzangebote

Für viele Verbraucher ist bei der Wahl des besten Girokontos auch entscheidend, welche Prämien oder Zusatzangebote genutzt werden können. Wie bereits erwähnt, stellen einige Bankhäuser eine Kreditkarte zum Girokonto mit aus, was in vielen Fällen enorm hilfreich sein kann. Mit den Prämien sind hingegen Bonusangebote oder andere Extras gemeint. Auch diese können die Attraktivität eines Angebots natürlich deutlich erhöhen.

Eigene Anforderungen an das Konto

Jeder Kontoinhaber stellt natürlich gewisse eigene Anforderungen an das Konto, die keinesfalls vernachlässigt werden dürfen. Zahlt ein Verbraucher zum Beispiel oft mit der Kreditkarte, sind vermutlich besonders geringe Gebühren bei dieser Karte interessant. Wer hingegen öfter Bargeld abhebt, sollte einen größeren Wert auf die möglichen Automaten oder maximalen Bargeldverfügungen werfen. Auf diese Art und Weise dürfte die große Anzahl an Angeboten deutlich kleiner werden.

Kontoeröffnung leicht gemacht

Ist das passende Angebot für das Girokonto gefunden, können die Verbraucher ihr Konto schnell und unkompliziert eröffnen. Hierfür müssen bei den Direktbanken nicht einmal die eigenen vier Wände verlassen werden, denn dank moderner Verfahren wie dem Video-Ident können sich die Verbraucher ganz einfach zuhause legitimieren. Erforderlich sind bei der Eröffnung lediglich ein paar allgemeine Angaben im Registrierungsformular, zu denen der Name oder die Adresse gehören. Zusätzlich verlangt der Anbieter noch ein paar finanzielle Auskünfte und stellt den Verbrauchern alle wichtigen Informationen zum Girokonto zur Verfügung. Abgeschlossen wird der Vorgang dann mit dem Video-Ident-Verfahren, woraufhin alle Unterlagen und Verträge per Mail oder Post an den Verbraucher geschickt werden.

Wichtig zu beachten ist allerdings, dass nicht jeder Anbieter das Video-Ident-Verfahren zur Verfügung stellt. Eine mögliche Alternative ist das PostIdent-Verfahren. Hierbei müssen die Verbraucher in eine Postfiliale gehen und sich dort mit ihrem Personalausweise identifizieren. Der Mitarbeiter der Postfiliale bestätigt die Identität und die Kontoeröffnung geht ihren Gang.

Wechsel wird von vielen Banken unterstützt

Immer mehr Banken gehen erfreulicherweise dazu über, ihre Verbraucher bei einem Wechsel des Girokontos zu unterstützen. Die Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, den Verbrauchern den Wechsel so einfach wie möglich zu machen. Zwischen der alten und der neuen Bank findet also ein reger Austausch statt. Mit-Hilfe von digitalen Wechsel-Hilfen machen viele Banken auch ihren Kunden den Wechsel noch einfacher, so dass hierfür lediglich ein paar Klicks im Internet durchgeführt werden müssen.

Regelmäßiges Prüfen spart bares Geld

Es gibt zum jetzigen Zeitpunkt natürlich keine Garantie dafür, dass die Anbieter ihre kostenlosen Girokonten auch noch viele weitere Jahre zur Verfügung stellen. Umso wichtiger ist es, sich regelmäßig einen Überblick über den Markt und die unterschiedlichen Angebote zu verschaffen. Es kann immer wieder passieren, dass für das eigene Girokonto plötzlich Kosten verlangt werden. Wer den Markt im Blick hat, kann diese Probleme schnell umfahren und zum gebührenfreien Konto eines Konkurrenten wechseln. Verbraucher sollten hier also kein Geld verschenken, sondern ruhig den Mut zum Wechsel haben. Immerhin wird dieser von vielen Banken unterstützt und lässt sich auch generell als enorm einfach bezeichnen.

Gebührenfreie Angebote bleiben interessant

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die kostenlosen Girokonten ohne Kontoführungsgebühr weiterhin auf dem Markt existent sind. Das ist enorm erfreulich, zumal die Verbraucher auch gleich aus unterschiedlichen Angeboten wählen können. Die gebührenfreien Angebote werden oftmals durch weitere Extras noch attraktiver gestaltet, so dass sich zum Beispiel Boni oder andere Prämien einkassieren lassen. Gleichzeitig sollte beim Vergleich der Produkte aber auch ganz genau hingesehen werden. In einigen Fällen müssen gewisse Mindestanforderungen erfüllt werden, bei anderen Anbietern entfallen diese. Darüber hinaus sollte sich jeder Verbraucher zudem im Klaren sein, was er genau von seinem Girokonto erwartet. Dann klappt es ganz sicher auch zu Zeiten der Gebührenwelle mit den kostenlosen Konten.

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